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Kaepernick überrascht über Ausbreitung der Kniefall-Geste

Die Geste geht 2016 um die Welt: Colin Kaepernick kniet zum Protest gegen Rassismus bei NFL-Spielen nieder. Noch immer überrascht den früheren American-Football-Star die Auswirkung.
Colin Kaepernick
Colin Kaepernick (M), Eli Harold (l) und Eric Reid von den San Francisco 49ers knien vor einem NFL-Spiel im Oktober 2016. © John G Mabanglo/EPA/dpa

Der frühere American-Football-Star und heutige Anti-Rassismus-Aktivist Colin Kaepernick ist noch immer überrascht von der weltweiten Wirkung seiner stillen Protestgeste bei NFL-Spielen in den USA.

Natürlich habe er gewusst, dass Rassismus ein globales Problem sei, sagte der 36-Jährige dem Magazin «GQ». «Aber wie sich diese Aktionen über die ganze Welt ausgebreitet haben, hat mich doch überrascht. Ich wusste nicht, dass das Problem in so vielen Ländern so tief verwurzelt ist. Ich glaube nicht, dass irgendjemand diese Reaktionen hätte vorhersehen können», erklärte Kaepernick.

Der frühere Quarterback der San Francisco 49ers, der das Team 2013 ins Endspiel um den Super Bowl geführt hatte, kniete 2016 als Protest gegen Alltagsrassismus und Polizeigewalt in den USA beim Abspielen der Hymne vor NFL-Spielen nieder. Dafür war er Anfeindungen ausgesetzt gewesen und von seinem Club entlassen worden. Die Protestgeste verbreitete sich weltweit. So knieten unter anderem Fußballer bei Länderspielen, in der englischen Premier League und in der Bundesliga ebenfalls nieder, um ein Zeichen gegen Rassismus und Ausgrenzung zu setzen. 

Auf der einen Seite sei es «tragisch, dass es solche Aktionen überhaupt braucht. Auf der anderen Seite stimmt es mich optimistisch, zu sehen, wie viele Menschen die Realität dessen, was in der Welt passiert, anerkennen. Das eröffnet die Möglichkeit, diese Realität zu verändern und für eine bessere Zukunft zu sorgen», sagte Kaepernick. Er selbst hat inzwischen in den USA zahlreiche Initiativen gegründet und Projekte finanziell unterstützt, die sich gegen Rassismus und Ausgrenzung einsetzen. Vom Magazin «GQ» wurde er für sein Engagement im vergangenen Jahr in Berlin als «Men of the Year» in der Kategorie Sport ausgezeichnet.

© dpa
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