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Kolumne: Tedesco bleibt souverän...

24.04.2018 - Das Pokalfinale verpasst, aber die Souveränität gewahrt. So oder ähnlich könnte man die Situation des in der Vorwoche (auch von mir) hochgelobten Domenico Tedesco auf Schalke nach dem Pokal-Aus gegen Frankfurt („Glückwunsch, Nico Kovac!“) bezeichnen. Es war schon beachtlich, wie abgeklärt und sachlich der S04-Coach direkt nach dem Abpfiff und dem nicht gegebenen Tor von Franco Di Santo kurz vor Ende der Partie auftrat. Kein emotionaler Ausraster, keine wüsten Beschimpfungen gegen die vermeintlich falsche Schiedsrichter-Entscheidung – das ist das Holz, aus dem erfolgreiche Trainer geschnitzt sind!

  • Er konzentriert sich voll auf seine Aufgabe: Domenico Tedesco bleibt in der Öffentlichkeit cool und hat das große Ziel Champions League weiterhin vor Augen - Foto: Federico Gambarini © dpa – Deutsche Presse-Agentur GmbH	 /...

    Er konzentriert sich voll auf seine Aufgabe: Domenico Tedesco bleibt in der Öffentlichkeit cool und hat das große Ziel Champions League weiterhin vor Augen - Foto: Federico Gambarini © dpa – Deutsche Presse-Agentur GmbH / dpa – Deutsche Presse-Agentur GmbH

  • Der Dino lebt noch. Dank Lewis Holtby darf der HSV weiterhin vom Klassenerhalt träumen. Und da die Konkurrenz seit Wochen kaum punktet, träumen manche Fans sogar schon wieder davon, die Relegation zu umgehen und Platz 15 zu...

    Der Dino lebt noch. Dank Lewis Holtby darf der HSV weiterhin vom Klassenerhalt träumen. Und da die Konkurrenz seit Wochen kaum punktet, träumen manche Fans sogar schon wieder davon, die Relegation zu umgehen und Platz 15 zu erreichen – Foto: Claus Bergmann © dpa – Deutsche Presse-Agentur GmbH / dpa – Deutsche Presse-Agentur GmbH

  • Der Kapitän bleibt an Bord: Jonas Hector ist beim 1.FC Köln der Grundstein für den Wiederaufstieg. Er verlängerte seinen Vertrag bis 2023. Sein erstes Piunktspiel für die FC-Profis absolvierte Hector im August 2012...

    Der Kapitän bleibt an Bord: Jonas Hector ist beim 1.FC Köln der Grundstein für den Wiederaufstieg. Er verlängerte seinen Vertrag bis 2023. Sein erstes Piunktspiel für die FC-Profis absolvierte Hector im August 2012 gegen Erzgebirge Aue – in der 2.Liga - Foto: Ulrich Hufnagel © dpa – Deutsche Presse-Agentur GmbH / dpa – Deutsche Presse-Agentur GmbH

  • Ratlos: Für Kapitän Marcel Schmelzer ist im System von Borussia Dortmund kein Platz mehr – Foto: augenklick/firo Sportphoto © dpa – Deutsche Presse-Agentur GmbH	 / dpa – Deutsche Presse-Agentur

    Ratlos: Für Kapitän Marcel Schmelzer ist im System von Borussia Dortmund kein Platz mehr – Foto: augenklick/firo Sportphoto © dpa – Deutsche Presse-Agentur GmbH / dpa – Deutsche Presse-Agentur GmbH

Der erst 32-jährige Tedesco suchte nicht den einfachsten Weg, um das bittere Verpassen des Pokalfinals zu erklären und bediente sich eben nicht des nicht gegebenen Tores, sondern führte vielmehr als Hauptgrund die zuvor eher leichtfertig vergebenen Großchancen erklärend und punktgenau analysierend an. Dieser Mann ist nicht nur ein guter Gewinner, der ist auch ein guter Verlierer.

„Nichts ist unmöglich“

Die Anhängerschaft des Hamburger Traditionsvereins und DFB-Gründungsmitglieds Altona 93, der übrigens am 29. Juni sein 125-jähriges Bestehen feiert, bedient sich gern einmal des Werbeslogans eines bekannten Autoherstellers aus dem asiatischen Raum. „Nichts ist unmöglich, Altooooo-naaa!“, schallt es dann durch die Katakomben der altehrwürdigen Adolf-Jäger-Kampfbahn. Während die Altonaer wohl (leider) die gerade erklommene Regionalliga Nord wieder verlassen müssen, scheint sich gerade einmal 20 Steinwürfe weiter, im Altonaer „Volkspark“ nämlich, der Dino der Bundesliga aufzuraffen, Unmögliches möglich zu machen.

Liebe kennt keine Liga

Obgleich bereits weitestgehend abgeschrieben und bis Freitag mit acht Punkten Rückstand auf den Relegationsplatz als im Rennen um den Klassenerhalt chancenlos angesehen, hängt der bereits klinisch tote „Dino“ seit dem 1:0-Heimsieg gegen den SC Freiburg wieder am Beatmungsgerät. Und sollte es den Hamburgern um den engagierten und durchweg positiv auftretenden Neu-Coach Christian Titz (er feierte übrigens im Herbst auch einen 2:0-Heimsieg mit seiner U21 gegen Altona 93...) am Wochenende gelingen, bei den aktuell eher zahnlosen „Wölfen“ zu gewinnen, dann, ja dann, wäre der HSV wieder voll im Geschäft. Eine Szenerie, die gar nicht einmal so unwahrscheinlich erscheint. Scheitert das Vorhaben jedoch, scheitert auch die Mission Klassenerhalt! Bereits vorgebaut hat da die Marketingabteilung eines ehemaligen Getränkesponsors der Hanseaten, der auf dem Zufahrtsweg zum Volksparkstadion in riesen Lettern verkündet: „Liebe kennt keine Liga!“ Auch eine Art von „Klassenkampf!“

Eine Frage des Charakters

Ob es nun eine Frage der Klasse ist, welche Sorte Gerstenkaltschale in einem Fußballstadion verzehrt wird, lasse ich mal dahingestellt. Eine Frage des Charakters ist es allemal, wenn ein Nationalspieler – jüngst verschmäht von den eigenen Vereins-Fans (sie hatten ihm sein Trikot nach dem Spiel in Berlin vor die Füße geworfen) und quasi abgestiegen mit seinem Verein (Köln) – sich eben zu diesem bekennt und seinen Vertrag auch für Liga 2 verlängert. Auch wenn Jonas Hector dies zu leicht erhöhten Bezügen gemacht hat, ist das für einen Nationalspieler alles anderes als selbstverständlich. Der 27-Jährige hat für den FC in der Regionalliga gespielt und ist bereits einmal den dornigen Weg zurück in Liga 1 mitgegangen – und ist auf diesem Weg zum Nationalspieler geworden. Das hat er nicht vergessen. „Hut ab, Jonas!“

Scheiden tut weh

Das genaue Gegenteil er- beziehungsweise durchlebt gerade BVB-Kapitän Marcel Schmelzer, der „als sportliches Statement“ von seinem Trainer Peter Stöger vor dem eindrucksvollen 4:0 gegen Leverkusen ausgebotet wurde. Der 30-jährige Schmelzer, der noch einen bis 2021 laufenden Vertrag besitzt, wird dem Vernehmen nach wohl auch am Wochenende in Bremen nicht mit von der Partie sein. Sein Trainer sieht nach dem souveränen Auftritt seiner Mannschaft zumindest akute Schwierigkeiten, wieder ins Team zu rutschen. Klingt irgendwie nach Abschied im Sommer, oder? Nur für wen: Schafft Stöger die Champions League-Qualifikation ohne Schmelzer, könnte dies auch das Aus für den Kapitän bedeuten – ansonsten geht wohl doch eher der Trainer…

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