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Sturm-Trio um Modeste: Die Suche nach dem «Torjäger-Kostüm»

19.10.2019 - In der 2. Bundesliga trafen Anthony Modeste, Simon Terodde und Jhon Cordoba zusammen 55 Mal für den 1. FC Köln. Deshalb war der Sturm der einzige Mannschaftsteil, für den der FC keine Neuzugänge geholt hat. Nun hat das Trio in sieben Spielen erst zweimal getroffen.

  • Der Kölner Anthony Modeste (l) ist noch nicht in Fahrt gekommen in dieser Saison. Foto: Federico Gambarini/dpa © dpa - Deutsche Presse-Agentur

    Der Kölner Anthony Modeste (l) ist noch nicht in Fahrt gekommen in dieser Saison. Foto: Federico Gambarini/dpa © dpa - Deutsche Presse-Agentur GmbH

Anthony Modeste ist weiterhin auf der Suche nach seinem «Torjäger-Kostüm», Jhon Cordoba und Simon Terodde kämpfen mit Anpassungsschwierigkeiten: Eigentlich war das Sturm-Trio des 1. FC Köln angetreten, um auch in der Fußball-Bundesliga Angst und Schrecken zu verbreiten.

Vor allem dank der drei Tor-Garanten waren die Kölner aufgestiegen - doch eine Klasse höher ist die Offensive statt zum Trumpf nun plötzlich zur großen Problemzone geworden.

«Stürmer haben es schwerer als andere Spieler», sagte Sportchef Armin Veh der «Bild»-Zeitung: «Es gibt Phasen, da fehlt eben das Selbstvertrauen.» Das 55-Tore-Trio aus dem Aufstiegsjahr bringt es nach sieben Spieltagen auf ganze zwei Saisontreffer. Vor dem Keller-Duell des Vorletzten gegen Schlusslicht SC Paderborn am Sonntag (15.30 Uhr/Sky) stellt der FC die schlechteste Offensive der Liga. Gegen die schwächste Defensive soll deshalb endlich die Trendwende her.

«Wir haben die ganze Trainingswoche genutzt, um aufzuholen und uns zu verbessern», kündigte Terodde an. Den Trainings-Eindrücken nach zu urteilen, wird der 31-Jährige am Sonntag wieder als einziger Stürmer beginnen, Cordoba und Modeste müssen wieder auf die Bank. Terodde, mit 29 Toren im Vorjahr bereits zum dritten Mal Torschützenkönig der 2. Liga, hat derzeit die Nase vorne. Dabei hat auch er seit dem 1. Spieltag nicht mehr getroffen und bedient damit ein Vorurteil: In der 2. Liga liegt seine Torquote bei 0,53 Treffern pro Spiel, eine Liga darüber nur bei 0,19.

Als Terodde zuletzt auf Schalke als einziger Stürmer begann, überzeugte er allerdings durch große Laufarbeit. Im Trainingsspiel am Donnerstag gehörte er jedenfalls zur A-Elf, Modeste und Cordoba nur zur B-Mannschaft.

Vor allem der Absturz von Modeste überrascht. Vor zwei Jahren schoss er den FC mit 25 Saisontoren in die Europa League. Seit seiner Rückkehr im November 2018 nach seinem missglückten Engagement in China hat er nicht wieder zu alter Form und Spritzigkeit gefunden. In der 2. Liga funktionierten Terodde und Cordoba zusammen besser, doch nach anständiger Sommer-Vorbereitung schien Modeste wieder gesetzt.

Vor der Saison sagte er: «Mit 15 bis 20 Toren wäre ich sehr glücklich.» Nach einem Fünftel der Saison hat er eines auf dem Konto. «So langsam muss ich mal mein Torjäger-Kostüm anziehen», hatte der 31-Jährige schon vor zwei Wochen gesagt. Er hat es bis heute nicht wiedergefunden.

Neben ihm auf der Bank saß auf Schalke überraschend auch Cordoba. Der 26 Jahre alte Kolumbianer ist eigentlich der kompletteste Stürmer aus dem Trio. Doch seine Erstliga-Bilanz beim FC ist erschreckend: 23 Spiele, null Tore, kein Sieg, vier Unentschieden, 19 Niederlagen. Nach einer Katastrophen-Saison als verunsicherter, 17 Millionen teurer Modeste-Nachfolger im Abstiegsjahr 2017/18 spielte er vor allem in der Zweitliga-Rückrunde bärenstark auf. Kaum zurück in der Bundesliga setzte wieder die Torflaute ein - und damit wohl das Kopfkino.

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