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Telefonica profitiert von steigendem Datenverbrauch

06.05.2020 - Ob Video-Konferenzen, Online-Konzerte oder einfach erhöhter Gesprächsbedarf in der Quarantäne - in den Zeiten der Pandemie wandert vieles ins Netz. Mobilfunkbetreibern füllt der rasant steigende Bedarf die Kassen.

  • Die Deutschlandzentrale des Telekommunikationsanbieters O2, der Kernmarke von Telefonica Deutschland. Foto: Sven Hoppe/dpa © dpa - Deutsche Presse-Agentur

    Die Deutschlandzentrale des Telekommunikationsanbieters O2, der Kernmarke von Telefonica Deutschland. Foto: Sven Hoppe/dpa © dpa - Deutsche Presse-Agentur GmbH

Der Mobilfunkbetreiber Telefonica Deutschland (O2) hat im ersten Quartal vom gestiegenen Datenverbrauch seiner Kunden profitiert.

Bis Ende März sei die mobile Datennutzung im Vergleich zum Vorjahresquartal um 63 Prozent auf 314.000 Terabyte gestiegen, teilte das MDax-Unternehmen am Mittwoch in München mit.

Bei den Kunden habe es somit die Tendenz gegeben, auf Tarife mit höherem Datenvolumen umzusatteln, wodurch der Umsatz mit Mobilfunkdienstleistungen im Vorjahresvergleich um 2,4 Prozent anzog. Hinzu kamen von Januar bis März 227.000 neue Vertragskunden.

Auch im Festnetz- sowie im Hardware-Geschäft wuchs die Tochter der spanischen Telefonica SA. Konzernweit stiegen die Erlöse im ersten Quartal um 3,8 Prozent auf 1,85 Milliarden Euro. Das sei der stärkste Anstieg seit dem Zusammenschluss des O2-Netzes mit E-Plus, berichtete Vorstandschef Markus Haas in einer Telefonkonferenz. Das um Sondereffekte und Regulierungseffekte bereinigte Ergebnis vor Zinsen, Steuern und Abschreibungen legte um 1,6 Prozent auf 532 Millionen Euro zu.

Den Verlust unterm Strich dämmte das Unternehmen weiter ein von 107 Millionen Euro im Vorjahr auf nun 44 Millionen Euro. Telefonica befindet sich seit der E-Plus-Übernahme im Jahr 2014 wegen hoher Abschreibungen auf die Netze und den gezahlten Aufpreis nahezu durchgehend in den roten Zahlen.

Beim Ausbau des mobilen 4G-Netzes (LTE) bescheinigte die Bundesnetzagentur Telefonica zuletzt noch große Lücken - insbesondere an ICE-Strecken und Autobahnen, aber auch in mehreren Bundesländern. Die Behörde drohte Bußgelder für den Fall an, dass der Netzausbau nicht schnell genug nachgeholt wird. Haas beteuerte: «Wir sind entschlossen, die 4G-Lücken zu schließen und die wichtigen Zwischenschritte im Juni und September zu erreichen.» In den kommenden Jahren will das Unternehmen vier Milliarden Euro in den Netzausbau investieren.

Das Management bestätigte die Mitte Februar herausgegebenen Ziele. Für 2020 hat Telefonica Deutschland eine unveränderte bis leicht positive Umsatzentwicklung in Aussicht gestellt. Das operative Ergebnis soll ebenfalls wieder weitgehend unverändert bis leicht positiv ausfallen.

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