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Nullnummer-Syndrom und Heimkomplex: Frust-Leipziger hadern

10.03.2019 - Vierter Versuch - wieder nichts: RB Leipzig kann zuhause in der Liga nicht mehr gewinnen. Das sorgt für Unmut. Im Kampf um einen Champions-League-Platz wird es wieder enger, Trainer Rangnick setzt auf die siegreiche Auswärtsserie.

  • Die erneute Heim-Nullnummer war ein Stimmungsdämpfer. Foto: Jan Woitas © dpa - Deutsche Presse-Agentur

    Die erneute Heim-Nullnummer war ein Stimmungsdämpfer. Foto: Jan Woitas © dpa - Deutsche Presse-Agentur GmbH

Die Kritik an der Personalwahl von Trainer Ralf Rangnick kam aus der eigenen Mannschaft. «Wir haben viele Spieler, die Kreativität mitbringen, aber warum die nicht spielen, das muss wer anders beantworten», sagte Offensiv-Mann Marcel Sabitzer.

Er klang nicht nur gefrustet, er war es auch. Im vierten Heimspiel der Fußball-Bundesliga in diesem Jahr gab es wieder keinen Sieg für RB Leipzig, zum dritten Mal in den vier Spielen nicht mal ein Tor.

Die zermürbende Nullnummer gegen das Abwehrbollwerk des abstiegsgefährdeten FC Augsburg hinterließ nur enttäuschte Leipziger. «Wir haben zwei Punkte verloren», betonte Torwart Peter Gulacsi: «Wenn man unter die ersten Vier kommen will, muss man solche Spiele auch irgendwie gewinnen.»

Und was sagte Rangnick? Die Sätze von Sabitzer hatte er noch nicht hören können, als er während der Pressekonferenz darauf angesprochen wurde. Er verwies unter anderem auf seine 30 Jahre Trainererfahrung und darauf, dass er zu «angeblichen» Aussagen nichts sagen würde. Erfreut dürften sie Rangnick kaum haben.

Ob er es nun war, der seinen Spieler zum Gespräch bat oder Sabitzer Redebedarf empfand, blieb unklar. Der Offensivmann war aber nun um Defensive bemüht. Die Aussagen habe er sicherlich auch aus der Emotion heraus unmittelbar nach dem Spiel gesagt. Sie ließen sich auch in verschiedene Richtungen interpretieren, meinte Sabitzer. Er schloss sich in die Kritik an der mangelnden Kreativität ein. «Mir ging es vor allem darum, dass wir insgesamt als Mannschaft zu wenig Kreativität auf den Platz gebracht haben.» Und Sabitzer betonte auch noch, dass es «keinerlei Differenzen mit dem Trainer» gebe.

Ob seine Aussagen nach der Partie so interpretierbar waren, sei mal dahingestellt. «Irgendwie fehlen uns ein bisschen die kreativen Momente vorne drin. Wenn man halt mal abzählt, waren nicht allzu viele Offensive auf dem Platz über lange Strecken», hatte er gesagt. Spieler, die Mal für einen Überraschungsmoment hätten sorgen können, seien vielleicht ein bisschen spät gekommen, hatte er zudem moniert.

Die stets auf ihr berüchtigtes Umschaltspiel getrimmten Leipziger fanden gegen die personell arg geschwächten Augsburger lange kein Mittel. Intuition, Inspiration - davon war nichts zu sehen. Timo Werner, nach zwei Spielen Pause wegen einer Grippe wieder in der Startelf, war bemüht. Aber er blieb wieder mal glücklos. Seit dem 22. Dezember hat er nun schon kein Tor mehr erzielt. Emil Forsberg, der Ideengeber, kam erst nach einer knappen Stunde. Der Schwede hatte lange verletzt gefehlt und ist laut Rangnick noch immer nicht auf seinem alten Niveau. Er schien dem Spiel der Gastgeber aber besonders zu fehlen gegen den massiven Riegel der Gäste.

«Viel tiefer, als wir heute gestanden haben, kann man nicht mehr stehen», meinte FCA-Coach Manuel Baum. Nicht schön, aber legitim. Gegen Borussia Dortmund hatte der Tabellen-15. Augsburg so sogar einen Sieg gefeiert. «Wir kämpfen ums Überleben in der Liga, von da her muss man so spielen auswärts in Leipzig», betonte FC-Abwehrmann Rani Khedira, einst selbst Profi bei RB.

Leipzig kämpft um die Champions League, zeigt aber eine eklatante Heimschwäche: 0:1 gegen Borussia Dortmund, 0:0 gegen Eintracht Frankfurt, 1:1 gegen 1899 Hoffenheim und nun 0:0 gegen Augsburg. «Wenn du im Jahr 2019 noch keinen Heimsieg hast, nervt das auch. Dazu haben wir erst ein Heimtor geschossen, das ist auch viel zu wenig, im Moment macht es auswärts mehr Spaß», meinte Sabitzer, dessen Leistung gegen Augsburg allerdings auch nicht zu den Glanzlichtern seiner Karriere gehörte.

Rangnick fängt nun schon mal an zu rechnen. «So lange wir auswärts weiter gewinnen, bleiben wir bei unserem Zwei-Punkte-Schnitt», sagte er. Allerdings setzt das sein Team auch enorm unter Druck, selbst wenn zuletzt vier Auswärtssiege nacheinander gelungen sind. In der Tabelle ist der knappe Vorsprung als Dritter auf Borussia Mönchengladbach jedenfalls wieder futsch. Beide haben 46 Punkte. Mit einem Sieg an diesem Montag bei Fortuna Düsseldorf kann Frankfurt bis auf drei Punkte heranrücken.

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