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Rückschlag für den BVB: Mainz nach Sieg vor der Rettung

17.06.2020 - Nun muss Dortmund noch um Platz zwei zittern. Nach dürftiger Leistung setzte es gegen Mainz eine unverhoffte Niederlage. Die clever aufspielenden Gäste dürfen im Abstiegskampf durchschnaufen.

  • Der Mainzer Jean-Philippe Mateta (r) gewinnt dem Zweikampf mit Mats Hummels. Foto: Guido Kirchner/dpa-pool/dpa © dpa - Deutsche Presse-Agentur

    Der Mainzer Jean-Philippe Mateta (r) gewinnt dem Zweikampf mit Mats Hummels. Foto: Guido Kirchner/dpa-pool/dpa © dpa - Deutsche Presse-Agentur GmbH

Peinlicher Rückschlag für Borussia Dortmund im Rennen um die Vize-Meisterschaft, unverhoffter Befreiungsschlag für den FSV Mainz im Kampf gegen den Abstieg.

Mit dem 0:2 (0:1) gegen den Tabellen-15. hat der BVB seine gute Ausgangslage verspielt und den avisierten zweiten Tabellenrang in Gefahr gebracht. Damit könnte Verfolger RB Leipzig am Samstag mit einem Sieg im direkten Duell an der Mannschaft von Trainer Lucien Favre vorbeiziehen.

Dagegen sind die Mainzer dank der Treffer von Jonathan Burkhardt (34. Minute) und Jean-Philippe Mateta (49./Foulelfmeter) so gut wie gerettet. Vor den beiden letzten Saisonspielen gegen Bremen und Leverkusen beträgt der Vorsprung auf Relegationsplatz 16 komfortable fünf Punkte.

«Wie haben alle miteinander gekämpft, sind füreinander gelaufen. Das war ein Riesenschritt in die richtige Richtung», sagte Jean-Paul Boetius bei Sky. «Diese drei Punkte zählen doppelt», fügte er hinzu. Danny Latza freute sich gleichfalls riesig. «Keiner hat uns was zugetraut. Umso glücklicher bin ich über den Sieg. Dieser Erfolg war so wichtig für Mainz 05», sagte der Mainzer Kapitän.

Erste Aufregung gab es bereits vor dem Anpfiff, als Medien von einem Corona-Verdacht beim BVB berichteten. Flugs dementierte der Revierclub, erklärte den Ausfall von Jungstar Giovanni Reyna mit einem bakteriellen Infekt und verwies auf die negativen Corona-Tests bei allen Profis.

Dass darüber hinaus auch Manuel Akanji und Manuel Götze die ohnehin lange Ausfallliste komplettierten, brachte den BVB aus dem Tritt. Er übernahm zwar von Beginn an die Regie, tat sich aber gegen die auf gleich sechs Positionen veränderte Mainzer Startelf beim Herausspielen von Torchancen schwer. Nur bei einem abgeblockten Schuss von Axel Witsel (16.) war Torgefahr erkennbar. Ähnlich schwer hatte sich die Borussia schon in den vergangenen beiden Partien gegen Hertha BSC (1:0) und Düsseldorf (1:0) getan. «Heute hat uns alles gefehlt. Das war vielleicht das schlechteste Heimspiel überhaupt», räumte Thorgan Hazard ein.

Die fehlende Durchschlagskraft der Borussia ermutigte die Gäste zu mehr Gegenwehr. Und hätte der ins Team gerückte Burkardt mit seinem Anschluss nicht zu lange gezögert, wäre der Außenseiter bereits in der 28. Minute in Führung gegangen. Die zweite Chance zum 1:0 ließ sich der 19-Jährige jedoch nicht nehmen. Nach Flanke von Ridle Baku war Burkardt per Kopf zur Stelle.

Obwohl Emre Can nur wenige Minuten später die Möglichkeit zum Ausgleich verpasste, wirkte der BVB nach dem Rückstand konsterniert. Bis zur Pause kontrollierten die Mainzer die Partie und spielten den besseren Fußball.

Daran sollte sich auch nach Wiederanpfiff zunächst nichts ändern. Für ihren forschen Auftritt wurde das Team von Trainer Achim Beierlorzer schnell ein weiteres Mal belohnt. Nach Foul von Lukasz Piszczek an Danny Latza, verwandelte Mateta den berechtigten Elfmeter sicher.

Nur die fehlende Kaltschnäuzigkeit von Jean-Paul Boetius verhinderte, die frühe Vorentscheidung. Der Mainzer schoss in der 71. Minute aus kurzer Distanz am Tor vorbei. Gleichwohl geriet der verdiente Erfolg gegen die harmlosen Dortmunder nicht mehr in Gefahr.

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