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Tornado am Niederrhein: Aufräumen nach dem Unwetter

17.05.2018 - «Schatzi, unsere ganze Terrasse!» Der Wirbelsturm am Niederrhein hat eine Schneise der Verwüstung hinterlassen. Jetzt gibt es viel zu tun für Feuerwehr, Baumfäller und Dachdecker.

  • Ein bei einem Wirbelsturm abgedecktes Hausdach im Ortsteil Boisheim. Ein Tornado hat im Raum Viersen gewütet. Foto: Marius Becker © dpa - Deutsche Presse-Agentur

    Ein bei einem Wirbelsturm abgedecktes Hausdach im Ortsteil Boisheim. Ein Tornado hat im Raum Viersen gewütet. Foto: Marius Becker © dpa - Deutsche Presse-Agentur GmbH

  • Der Tornado fegte über mehrere Ortschaften und deckte etwa 40 bis 50 Häuser ab. Foto: Marius Becker © dpa - Deutsche Presse-Agentur

    Der Tornado fegte über mehrere Ortschaften und deckte etwa 40 bis 50 Häuser ab. Foto: Marius Becker © dpa - Deutsche Presse-Agentur GmbH

  • Ein Stadtsprecher sagte: «Da gibt es viel zu tun - vor allem für die Dachdecker.» Foto: Marius Becker © dpa - Deutsche Presse-Agentur

    Ein Stadtsprecher sagte: «Da gibt es viel zu tun - vor allem für die Dachdecker.» Foto: Marius Becker © dpa - Deutsche Presse-Agentur GmbH

  • Das Unwetter hat sich nach ersten Polizeiangaben innerhalb von etwa 10 bis 15 Minuten abgespielt. Foto. Marius Becker Foto: Marius Becker © dpa - Deutsche Presse-Agentur

    Das Unwetter hat sich nach ersten Polizeiangaben innerhalb von etwa 10 bis 15 Minuten abgespielt. Foto. Marius Becker Foto: Marius Becker © dpa - Deutsche Presse-Agentur GmbH

  • Auch Bäume riss der Wirbelsturm um. Foto: Federico Gambarini © dpa - Deutsche Presse-Agentur

    Auch Bäume riss der Wirbelsturm um. Foto: Federico Gambarini © dpa - Deutsche Presse-Agentur GmbH

  • Einsatzkräfte der Feuerwehr und des THW stehen neben Häusern, die von einem Wirbelsturm beschädigt wurden. Foto: Federico Gambarini © dpa - Deutsche Presse-Agentur

    Einsatzkräfte der Feuerwehr und des THW stehen neben Häusern, die von einem Wirbelsturm beschädigt wurden. Foto: Federico Gambarini © dpa - Deutsche Presse-Agentur GmbH

Die Schockmomente des Tornados sitzen vielen Menschen am Niederrhein in den Knochen. Zahlreiche Handyvideos zeigen, wie Anwohner den dunklen Wirbelsturm erlebten.

«Schatzi, unsere ganze Terrasse», ruft eine aufgebrachte Frau in Viersen in einem Video einem Mann zu, zeigt ihm durchs Fenster die Verwüstung: «Die Birke ist weg.» Draußen schweben Papier und andere Abfälle meterhoch. Eine Männerstimme: «Boah, was alles durch die Gegend fliegt. (...) Alle Bäume gehen fliegen.» Nach diesem folgenschweren Wirbelsturm vom Mittwochabend mit zwei Verletzten und zahlreichen beschädigten Häusern sind die Aufräumarbeiten nun in vollem Gange.

Dachdecker rückten am Morgen in der besonders betroffenen Ortschaft Viersen-Boisheim an, um beschädigte Dächer zunächst provisorisch mit Folie abzudecken, wie eine dpa-Reporterin berichtete. Ein Stadtsprecher sagte: «Da gibt es viel zu tun - vor allem für die Dachdecker.» Keines der Häuser sei einsturzgefährdet, alle Menschen hätten zu Hause übernachten können.

Der Tornado, der am Mittwochabend über den Raum Viersen gefegt war, deckte nach Stadtangaben in Boisheim die Dächer von etwa 40 bis 50 Häusern ab, rund 150 Menschen sind von den Schäden betroffen. Andernorts wurden ein Autofahrer schwer und ein Feuerwehrmann leicht verletzt. Gegen 18.00 Uhr sei der Wirbelsturm über die Ortschaften mehrere Ortschaften in der Region gezogen, schilderte die Kreisverwaltung auf ihrer Facebookseite. Das Unwetter hatte sich nach ersten Polizeiangaben innerhalb von etwa 10 bis 15 Minuten abgespielt.

Am Morgen räumten städtische Mitarbeiter in Boisheim die Straßen frei. «Wir gehen davon aus, dass die Aufräumarbeiten relativ schnell abgeschlossen sein werden», sagte der Stadtsprecher. Es handele sich nach ersten Erkenntnisse um oberflächliche Schäden. Die Schadenshöhe sei aber noch unklar.

Am Abend gesperrte Straßen und Schienen waren am Donnerstagmorgen weitestgehend wieder frei. Noch am späten Mittwochabend war die Bahnstrecke von Mönchengladbach ins niederländische Venlo wieder freigegeben worden, wie die Deutsche Bahn erklärte.

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