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Für Anfänger und Kletterfreudige

07.08.2020 - Das Auto taugt nicht nur dazu, ein Zelt zu transportieren. Es kann auch Bestandteil des Zeltes werden. 

  • Das Zelt wird ans Auto angedockt ©

    Das Zelt wird ans Auto angedockt © Skoda

  • Die Zelte können modular erweitert werden ©

    Die Zelte können modular erweitert werden © Skoda

  • Die Schlafkabine ist auf dem Dach, der Wohnbereich reicht über die Ladefläche des Mitsubishi L200 ©

    Die Schlafkabine ist auf dem Dach, der Wohnbereich reicht über die Ladefläche des Mitsubishi L200 © Mitsubishi

  • Dachzelte werden in verschiedenen Größen angeboten © Land

    Dachzelte werden in verschiedenen Größen angeboten © Land Rover

  • Auch bei größeren Camping-Vans sorgt ein Aufstelldach für mehr Platz ©

    Auch bei größeren Camping-Vans sorgt ein Aufstelldach für mehr Platz © Carthago

SP-X/Köln. Urlaub mit dem Caravan oder Wohnmobil ist dank Corona zurzeit angesagt. Doch was tun, wenn man keine mobile Wohnung kaufen kann oder will? Als Lösung für Autoaffine bieten sich Fahrzeug-Zelt-Kombinationen an. Das Schöne: Das Aufbauen geht oft einfach ohne Gestänge-Mikado.  

Für Anfänger: Zelt und Auto

Die Zeiten, dass man einfach die Rückenlehne des Fahrersitzes umgeklappt hat, um so die Nacht im Auto zu bringen, sind - zum Glück - länger vorbei. Man erinnert sich im Zweifelsfall noch an verspannte Schultern und eingeschlafene Extremitäten. „Rücken“ war zudem noch kein Thema, Komfort auch nicht. Mittlerweile gibt es deutlich bequemere Möglichkeiten, das eigene Auto zum Übernachten miteinzubeziehen. Dazu dienen Zelte, die vor die Heckklappe platziert und mittels Schleuse direkt ans Auto andocken; sie ermöglichen, das Platzangebot des Fahrzeugs – etwa den Kofferraum eines Kombis oder eines SUV – einfach zu nutzen. Man muss also nicht aus dem Zelt, um Gegenstände aus dem Auto zu holen.  
Die Zelte können oftmals wie etwa das von Skoda angebotene Campingzelt modular um eine Anbau- und Schlafeinheit erweitert werden. Der Aufbau dieser Zelte gelingt leicht: Hier wird meistens gepumpt (manuell oder elektrisch) satt mühsam Stangen zu sortieren und zu verbinden. Der Abbau gestaltet sich ebenfalls unkompliziert: Ventile öffnen, Luft entweichen lassen und zusammenpacken.  
Das Prinzip „Andock-Zelt“ funktioniert natürlich auch bei höheren Fahrzeugen wie etwa bei einem VW Bus. Die Zelte lassen sich entweder am Heck oder seitlich anschließen. Sie sind natürlich höher, so dass man in ihnen stehen kann. Sie eignen sich als Wohnraum oder auch zum Schlafen, so dass der Bus kein Campingfahrzeug sein muss.  
Wer erst einmal Zelten testen möchte, ist mit diesen vergleichsweisen günstigen Varianten (ab rund 400 Euro) gut bedient.  

Hoch hinaus I

Wem die Andock-Zeltlösungen zu bodennah sind, kann auch in die Höhe gehen. Pick-up-Besitzer haben zum Beispiel die Möglichkeit, die Ladefläche mittels Zelts in einen kleinen Camper zu verwandeln. Die Zelte gibt es in verschiedenen Varianten: als klassisches Zelt oder als festen Kabinenaufsatz. Letzter ist eher für Menschen gedacht, die öfter Abenteuer-Urlaub planen. Reicht der Platz auf der Ladefläche nicht: kein Problem. Dafür gibt es wie für den Mitsubishi Pick-up L200 eine Kombination aus Ladefläche- und Dachzelt. Die Schlafkabine ist auf dem Dach, der Wohnbereich reicht über die Ladefläche des L200. Die Mitsubishi-Lösung lässt sich einfach aufblasen, eignet sich somit auch für Gelegenheits-Camper. Pick-up-Zelte sind schon deutlich teurer als die Auto-Varianten. Rund 3.000 Euro muss man schon anlegen.   

Hoch hinaus II

Wer als Kind gerne Baumhäuser gebaut und dort gespielt hat, eignet sich vermutlich fürs Campen auf dem Fahrzeugdach. Dachzelte gibt es für fast jedes Fahrzeug, ausgenommen Cabrios. Hauptsache ein Dachträger kann zur Montage am Fahrzeugdach befestigt werden. Die Zelte werden in verschiedenen Größen angeboten, zum Teil ragen sie über das Fahrzeugdach hinaus. Wichtig ist, die zulässige Dachlast des Fahrzeugs zu beachten. Außerdem dürfen das Gewicht von Dachzelt, Dachträger, Insassen und Gepäck nicht das maximale Fahrzeuggewicht überschreiten. Dachzelte unterscheiden sich in der Größe. In XXL reichen sie über das Fahrzeugdach hinaus und erinnern an eine Aussichtsplattform.  
Praktisch sind Schalenmodelle. Hier befindet die Zeltkonstruktion in einer festen Schale ähnlich wie eine Skibox. Auf dem unteren Teil wird geschlafen, das obere Teil wird beim geöffneten Zelt Teil des Daches. Ist das Zelt einmal aufs Fahrzeugdach gewuchtet und befestigt, gestaltet sich der Aufbau des Dachzeltes leicht. Entweder wird der obere Schale mittels Muskelkraft hochgekurbelt oder über Gasdruckdämpfer hochgedrückt. Ein wichtiges Utensil für diese Art des Campens ist eine Leiter, mit der man den Höhenunterschied bewältigen.
Wer nicht weiß, ob die Anschaffung (ab rund 1.500 Euro, gerne aber mehr) etwas fürs zukünftige Urlaubsleben taugt, kann ein Dachzelt auch mieten, manchmal sogar gleich mit einem passenden Unterbau dazu. So offerieren etwa Land Rover-Händler den neuen Defender samt Dachzelt zum Mieten.   

Hoch hinaus III

Wer ein Campingfahrzeug, sei es einen kleinen Van, einen Bus oder einen großen Van sein Eigen nennt, kann mithilfe eines zusätzlichen Dachzeltes Raum gewinnen. Die Aufstelldächer dienen meist als zusätzlicher Schlafplatz und können auch nachträglich installiert werden. Bei Nichtbedarf oder während der Fahrt bleibt das Dach unten. Der zusätzliche Raum geht jedoch ins Geld. Je nach Größe des Fahrzeugs muss man ab rund 2.000 Euro anlegen.  


Zelt auf Anhänger

Immer am Mann beziehungsweise am Fahrzeug sind die Zelt-Systeme, die in einem Anhänger transportiert werden. Das Zelt ist auf einem Anhänger verstaut, der Anhänger ist Bestandteil der Zeltkonstruktion und dient zum Beispiel als Schlafstätte. Die Montage erfolgt je nach Anbieter manuell oder geschieht (fast) automatisch mittels Luftdrucks. Diese Zelt-Variante eignet sich aber aufgrund des hohen Anschaffungspreise (ab rund 10.000 Euro) für Menschen, die regelmäßig campen wollen. Außerdem benötigt man ein Fahrzeug mit Anhängerkupplung. 

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