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Wissing kritisiert pauschale Verbote von Herbiziden

10.04.2019 - Zum Auftakt der Agrarministerkonferenz in Landau hat sich der rheinland-pfälzische Minister Volker Wissing gegen pauschale Verbote von Pflanzenschutzmitteln ausgesprochen.

  • Ein Landwirt fährt mit einem Traktor über ein Gerstenfeld und versprüht Pflanzenschutzmittel. Foto: Julian Stratenschulte © dpa - Deutsche Presse-Agentur

    Ein Landwirt fährt mit einem Traktor über ein Gerstenfeld und versprüht Pflanzenschutzmittel. Foto: Julian Stratenschulte © dpa - Deutsche Presse-Agentur GmbH

«Es macht keinen Sinn, alles über einen Kamm zu scheren», sagte der FDP-Politiker der Deutschen Presse-Agentur in Mainz. Nötig sei ein differenziertes Vorgehen, etwa im Umgang mit Neonicotinoiden.

Das zuletzt beschlossene generelle EU-Freilandverbot für drei dieser bienenschädlichen Pflanzenschutzmittel sieht Wissing kritisch. Das bringe etwa den Zuckerrübenanbau auch in Rheinland-Pfalz unnötig in Not. Es sei besser, mit Neonicotinoiden Saatgut zu behandeln und dann nicht die gesamte Ackerfläche mit anderen Pflanzenschutzmitteln besprühen zu müssen. Die Agrarminister treffen sich von diesem Mittwoch an.

Mängel sieht Wissing zudem bei dem vom Bund angedachten Tierwohlkennzeichen. Vorgesehen sei eine Kennzeichnung, die genau umgekehrt funktioniere, wie die schon etablierte und erfolgreiche Kennzeichnung bei Eiern. Es sei wenig sinnvoll, dass bei Fleisch eine niedrige Bewertungszahl schlecht sei und bei Eiern eine höhere. «Das kann man keinem Menschen erklären», monierte er. «Das macht den Eindruck, als wollte man eher verschleiern als Transparenz zu schaffen.» Zudem werde es mit dem vorgesehenen Prinzip der Freiwilligkeit nicht funktionieren.

«Die Bundesregierung neigt dazu, in Agrarfragen keine Entscheidungen zu treffen», sagte Wissing. Es gebe keinen Weg, der es Großbetrieben mit Massentierhaltung und kleinen landwirtschaftlichen Betrieben gleichzeitig recht mache. Die Landwirte seien durchaus bereit, hochwertiges Fleisch zu produzieren. Entsprechend könnten sie auch mit solchen Kennzeichnungen leben, da sie so auch ihre aufwendigere Haltung der Tiere dokumentieren könnten. Sie müssten dann aber auch auskömmliche Preise für die Ware bekommen, sagte Wissing.

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