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Handballer nach Mini-WM-Pause wieder am Start

31.01.2019 - Die deutschen Handballer treffen am Freitag auf eine Bundesliga-Auswahl - obwohl die WM gerade mal wenige Tage vorbei ist. Sportlichen Wert messen die Verantwortlichen dem All-Star-Game zwar ohnehin nicht bei. Emotional könnte es dennoch werden.

  • Patrick Wiencek ist beim All-Star-Game in Stuttgart am Start. Foto: Marius Becker © dpa - Deutsche Presse-Agentur

    Patrick Wiencek ist beim All-Star-Game in Stuttgart am Start. Foto: Marius Becker © dpa - Deutsche Presse-Agentur GmbH

Bundestrainer Christian Prokop genoss immerhin noch ein paar freie Stunden mit seiner Familie. Fünf Tage nach der emotionalen Heim-WM ist die Ruhe für ihn und die deutschen Handballer aber schon wieder vorbei.

Für Patrick Wiencek und Co. steht nach einem Mini-Aufenthalt in der Heimat am Freitagabend (19.00 Uhr/Sky Sport News HD) die nächste Partie in voller Halle an. In der mit 6200 Zuschauern ausverkauften Porsche Arena in Stuttgart trifft der WM-Vierte im All-Star-Game auf eine Bundesliga-Auswahl. «Nach den letzten WM-Eindrücken wird sicher eine riesige Begeisterung in der Halle herrschen», glaubt DHB-Sportvorstand Axel Kromer.

Viel Zeit zum Hadern bleibt der deutschen Mannschaft ohnehin nicht. Nach dem verlorenen Spiel um die Bronzemedaille am vergangenen Sonntag gegen Frankreich trainierten die ersten Nationalspieler am Mittwoch schon wieder in ihren Clubs. Wiencek und Torhüter Andreas Wolff absolvierten mit dem THW Kiel am Mittwoch sogar ein Testspiel beim Oberligisten MTV Herzhorn. Hendrik Pekeler und Steffen Weinhold schauten sich die Partie aufgrund von Zerrungen von der Bank aus an.

Sie werden beim All-Star-Game wie der ebenfalls angeschlagene Steffen Fäth fehlen. Torwart Wolff sagte zudem aus privaten Gründen ab, für ihn rückt Christopher Rudeck vom Bergischen HC in den Kader. Auch Kapitän Uwe Gensheimer ist nicht dabei, weil er schon wieder mit Paris-Saint Germain trainiert. Bis auf Rudeck nominiert Prokop aber niemanden nach.

«Der sportliche Gehalt eines solchen Spiels sollte wie in anderen Sportarten auch nicht überbewertet werden», sagt DHB-Vizepräsident Bob Hanning. «Ich glaube, dass es den Spielern weniger um das Spiel geht, als um das Miteinander unter Freunden.» Tatsächlich wird es zum Wiedersehen mit etlichen WM-Teilnehmern kommen. Dänemarks Weltmeister-Trainer Nikolaj Jacobsen, der parallel auch für die Rhein-Neckar Löwen verantwortlich ist, wird die Liga-Auswahl betreuen. Zudem werden in Schwedens Nationaltorhüter Mikael Appelgren (Rhein-Neckar Löwen), Kroatiens Kreisläufer Zeljko Musa (SC Magdeburg) oder Österreichs Nikola Bilyk (THW Kiel) weitere WM-Spieler mitwirken.

«Bei den Gegnern werden sehr viele Teilnehmer dabei sein, die die WM gespielt haben», sagt Kromer. «Da werden viele Gespräche stattfinden, wo man sich über einige Sachen freut und lacht.» Für die Zuschauer sei die Partie eine gelungene Abwechslung, findet Hanning. Wie schon in den vergangenen Jahren werden die Spieler den Fans auch bei der All-Star-Game-Premiere in Stuttgart wieder etliche Dreher, Showeinlagen oder sonstige Späßchen bieten. Trotz aller Lockerheit dürfte die Nationalmannschaft mit der Liga-Auswahl aber auch noch eine kleine sportliche Rechnung offen haben: Das All-Star-Game vor einem Jahr in Leipzig hatte sie klar mit 29:43 verloren.

«Die meisten Nationalspieler werden vor Ort sein, auch wenn sie nicht spielen können», sagt DHB-Teammanager Oliver Roggisch. «Das lässt man sich nicht entgehen nach so einer WM. Wenn wir sehen, was wir in Deutschland bewirkt haben, da kann man schon stolz drauf sein.» Nicht nur er rechnet daher mit einem stimmungsvollen Empfang in Stuttgart. Es wird für die deutschen Nationalspieler die vorerst letzte Erinnerung an ein teils begeisterndes Turnier sein. Denn schon in der nächsten Woche geht es im Liga-Alltag weiter.

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