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Guter Start mit dem neuen Azubi: Was Ausbilder wissen müssen

08.07.2019 - Ein guter Azubi ist für Betriebe eine große Hilfe. Und jeder Ausbilder kann dazu beitragen, dass sich die Lehrlinge von Beginn an wohlfühlen. Zum Beispiel, indem sie sich daran erinnern, wie motivierend Lob sein kann.

  • Ausbilder sollten gegenüber Lehrlingen als Vorbild auftreten. Foto: Daniel Bockwoldt © dpa - Deutsche Presse-Agentur

    Ausbilder sollten gegenüber Lehrlingen als Vorbild auftreten. Foto: Daniel Bockwoldt © dpa - Deutsche Presse-Agentur GmbH

Beginnt ein neues Ausbildungsjahr, müssen sich nicht nur die Azubis auf neue Gesichter einstellen. Auch Ausbilder haben wieder einen oder mehrere Schützlinge an ihrer Seite, denen sie ihren Beruf näherbringen.

Für einen guten Start gilt erstmal: Der neue Azubi sollte immer so aufgenommen werden wie andere berufserfahrene Mitarbeiter auch. Daneben machen einige Grundregeln den Start für Ausbilder und die Nachwuchskräfte einfacher.

- Spielregeln klarmachen: Oft entstehen Konflikte, weil vieles nicht von Anfang an klar besprochen wurde. «Auch wenn es ein altmodisches Wort ist: Hier sollte man Spielregeln aufsetzen», empfiehlt Sabine Bleumortier, die Beratungen und Trainings für Ausbilder und Azubis anbietet. Gleich in den ersten Tagen sollten Ausbilder mit den Lehrlingen scheinbar banale Fragen besprechen wie: Wann ist Mittagspause? Wo sind die Raucherplätze? Darf das private Handy am Arbeitsplatz genutzt werden oder nicht?

- Vorbild sein: Ausbilder können von ihren Lehrlingen nichts verlangen, was sie selbst nicht erfüllen, findet Bleumortier. «Gerade die junge Generation sieht sich hier als gleichberechtigt», sagt sie. Wer als Ausbilder sein privates Handy am Arbeitsplatz benutzt, sollte es folglich dem Azubi nicht einfach verbieten.

- Feedback geben: «Ganz wichtig ist, dass der Ausbilder immer konkrete Verhaltensbeispiele gibt», sagt Bleumortier. Wer zum Beispiel den Eindruck hat, der neue Schützling sei unmotiviert, sollte im Feedback nicht sagen: «Du bist unmotiviert.» Damit kann niemand etwas anfangen. Besser ist es, konkret zu werden: «Du hast keinen Augenkontakt» oder «Du stellst keine Rückfragen». So können Ausbilder vermeiden, dass sie eine Person an sich kritisieren.

- Loben: Schon am ersten Tag kann ein Lob viel ausrichten: Es gibt dem Azubi Bestätigung, sagt Bleumortier. Und das motiviert. Auch im Feedbackgespräch sollten Stärken gleich von Beginn der Ausbildung an regelmäßig hervorgehoben werden.

- Richtig anleiten: Gerade zu Beginn müssen Ausbilder viel vormachen und erklären, damit die Azubis ihre Aufgaben kennenlernen. Ausbilder sollten dabei aber nicht vergessen, dass auch Azubis gute Ideen haben, sagt Bleumortier. Das kann Abwechslung in den Ausbildungsalltag bringen. Genauso wie der Einsatz neuer Medien, wo es sinnvoll ist.

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