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Nairobi: Al-Shabaab bekennt sich zu Terrorangriff auf Hotel

15.01.2019 - Immer wieder greift die somalische Terrorgruppe Al-Shabaab Ziele im Nachbarland Kenia an. Doch die Hauptstadt Nairobi blieb viele Jahre vor Anschlägen den Fundamentalisten sicher - bis jetzt.

  • Menschen fliehen aus der Umgebung des von Terroristen angegriffenen Luxushotels. Foto: Ben Curtis/AP © dpa - Deutsche Presse-Agentur

    Menschen fliehen aus der Umgebung des von Terroristen angegriffenen Luxushotels. Foto: Ben Curtis/AP © dpa - Deutsche Presse-Agentur GmbH

  • Rauch steigt über dem Hotelkomplex in Nairobi auf. Foto: Zhang Yu/XinHua © dpa - Deutsche Presse-Agentur

    Rauch steigt über dem Hotelkomplex in Nairobi auf. Foto: Zhang Yu/XinHua © dpa - Deutsche Presse-Agentur GmbH

  • Kenianische Streitkräfte suchen hinter Büschen und Autos Schutz. Foto: Brian Iganga/AP © dpa - Deutsche Presse-Agentur

    Kenianische Streitkräfte suchen hinter Büschen und Autos Schutz. Foto: Brian Iganga/AP © dpa - Deutsche Presse-Agentur GmbH

  • Der Ausschnitt aus einem Video zeigt eine Explosion in Kenias Hauptstadt. Geschützfeuer und Explosionen wurden in der Nähe eines gehobenen Hotelkomplexes gemeldet. Foto: Josphat Kasire/AP © dpa - Deutsche Presse-Agentur

    Der Ausschnitt aus einem Video zeigt eine Explosion in Kenias Hauptstadt. Geschützfeuer und Explosionen wurden in der Nähe eines gehobenen Hotelkomplexes gemeldet. Foto: Josphat Kasire/AP © dpa - Deutsche Presse-Agentur GmbH

  • Sicherheitskräfte vor einem Fenster mit Einschusslöchern. Foto: Ben Curtis/AP © dpa - Deutsche Presse-Agentur

    Sicherheitskräfte vor einem Fenster mit Einschusslöchern. Foto: Ben Curtis/AP © dpa - Deutsche Presse-Agentur GmbH

  • Eine nicht explodierte Handgranate liegt in dem von Terroristen überfallenen Hotel. Foto: Ben Curtis/AP © dpa - Deutsche Presse-Agentur

    Eine nicht explodierte Handgranate liegt in dem von Terroristen überfallenen Hotel. Foto: Ben Curtis/AP © dpa - Deutsche Presse-Agentur GmbH

  • Bewaffnete Sicherheitskräfte vor dem Hotelkomplex in Nairobi. Foto: Ben Curtis/AP © dpa - Deutsche Presse-Agentur

    Bewaffnete Sicherheitskräfte vor dem Hotelkomplex in Nairobi. Foto: Ben Curtis/AP © dpa - Deutsche Presse-Agentur GmbH

  • Sicherheitskräfte sind nach dem Terroranschlag auf das Luxushotel in Nairobi im Einsatz. Foto: Ben Curtis/AP © dpa - Deutsche Presse-Agentur

    Sicherheitskräfte sind nach dem Terroranschlag auf das Luxushotel in Nairobi im Einsatz. Foto: Ben Curtis/AP © dpa - Deutsche Presse-Agentur GmbH

  • Sicherheitskräfte helfen einem Mann am Schauplatz der Explosion in Kenias Hauptstadt Nairobi. Foto: Khalil Senosi/AP © dpa - Deutsche Presse-Agentur

    Sicherheitskräfte helfen einem Mann am Schauplatz der Explosion in Kenias Hauptstadt Nairobi. Foto: Khalil Senosi/AP © dpa - Deutsche Presse-Agentur GmbH

  • Menschen fliehen aus der Nähe des Luxushotels in Nairobi, das von Islamisten angegriffen worden ist. Foto: Ben Curtis/AP © dpa - Deutsche Presse-Agentur

    Menschen fliehen aus der Nähe des Luxushotels in Nairobi, das von Islamisten angegriffen worden ist. Foto: Ben Curtis/AP © dpa - Deutsche Presse-Agentur GmbH

Bei einem Terroranschlag auf ein Luxushotel in Kenias Hauptstadt Nairobi sind Medienberichten zufolge mehrere Menschen verletzt und getötet worden. Die Behörden machten am Dienstag zunächst keine Angaben zur Zahl der Verletzten und zu möglichen Todesopfern.

Innenminister Fred Matiang'i sagte am späten Abend, die Lage sei inzwischen «unter Kontrolle» und alle betroffenen Gebäude seien gesichert worden. Die Terrorgruppe Al-Shabaab beanspruchte die Tat über den Radiosender Al-Andalus für sich. Sie kämpft seit Jahren in Somalia um die Vorherrschaft und verübt immer wieder Anschläge im Nachbarland Kenia.

Polizeichef Joseph Boinnet hatte zuvor von Verletzten gesprochen, aber ebenfalls keine Zahlen genannt. Lokale Medien machten unterschiedliche Angaben zur Zahl der Opfer. Die Zeitung «Daily Nation» sprach von mindestens sechs Toten und 30 Verletzten, «The Star» nannte einen Toten und 31 Verletzte. Eine Al-Shabaab nahe stehende Nachrichtenseite berichtete, die Angreifer hätten 47 Menschen getötet. All diese Angaben waren nicht zu verifizieren.

Der Anschlag hatte am Nachmittag mit einer Explosion vor dem Hotel begonnen, bei der nach Boinnets Angaben drei Autos beschädigt wurden. Daraufhin habe sich ein Selbstmordattentäter im Foyer des Hotels DusitD2 in die Luft gesprengt. Um wie viele Angreifer es sich handelte, war zunächst unklar. Einige verschanzten sich Boinnet zufolge stundenlang in dem Hotelkomplex, in dem sich auch Büros, Restaurants und Läden befinden.

Unter anderem hat der deutsche Softwarehersteller SAP dort ein Büro. Alle SAP-Mitarbeiter hätten das Gebäude verlassen können und seien in Sicherheit, teilte eine Unternehmenssprecherin mit. Ob die Angreifer letztendlich getötet oder festgenommen waren, sagten die Behörden zunächst nicht.

Bundesaußenminister Heiko Maas (SPD) erklärte, er sei «bestürzt über den menschenverachtenden Terroranschlag in Nairobi», man verurteile diesen «aufs Schärfste». UN-Generalsekretär António Guterres drückte seine Solidarität mit den Menschen, der Regierung und dem Präsidenten von Kenia aus und verurteilte den «schrecklichen Terrorakt».

Das DusitD2 befindet sich unweit des Westgate-Einkaufszentrums, wo im Jahr 2013 bei einem Terroranschlag mindestens 67 Menschen starben. In Kenia kommt es immer wieder zu Terroranschlägen, vor allem seit die kenianischen Streitkräfte die Regierung im Nachbarland Somalia im Kampf gegen Al-Shabaab unterstützen. Dies tun sie seit 2011 im Rahmen einer Mission der Afrikanischen Union (AU).

Der Anschlag am Dienstag fiel auf den dritten Jahrestag eines verheerenden Angriffs von Al-Shabaab gegen kenianische Streitkräfte in Somalia. Damals starben dutzende Soldaten. Die sunnitischen Fundamentalisten haben Verbindungen zum Terrornetzwerk Al-Kaida und wollen in Somalia einen sogenannten Gottesstaat errichten. Sie kontrollieren weite Teile von Süd- und Zentral-Somalia. Bei Anschlägen und Angriffen auf Zivilisten und Sicherheitskräfte sind bereits Tausende Menschen ums Leben gekommen.

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