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Deutscher Filmpreis: «3 Tage in Quiberon» räumt ab

28.04.2018 - Verneigung vor Romy Schneider: Das Drama «3 Tage in Quiberon» über das Leben der Filmdiva räumt beim Deutschen Filmpreis ab.

  • Ein gutes Team: Regisseur Fatih Akin und die Schauspielerin Diane Kruger. Foto: Jens Kalaene © dpa - Deutsche Presse-Agentur

    Ein gutes Team: Regisseur Fatih Akin und die Schauspielerin Diane Kruger. Foto: Jens Kalaene © dpa - Deutsche Presse-Agentur GmbH

  • Eine mit Blumen geschmückte Lola. Foto: Jens Kalaene © dpa - Deutsche Presse-Agentur

    Eine mit Blumen geschmückte Lola. Foto: Jens Kalaene © dpa - Deutsche Presse-Agentur GmbH

  • Paula Beer kam in Silber. Foto: Jens Kalaene © dpa - Deutsche Presse-Agentur

    Paula Beer kam in Silber. Foto: Jens Kalaene © dpa - Deutsche Presse-Agentur GmbH

  • «3 Tage in Quiberon» - 3 Preisträgerinnen: Birgit Minichmayr (l-r), Emily Atef und Marie Bäumer. Foto: Jens Kalaene © dpa - Deutsche Presse-Agentur

    «3 Tage in Quiberon» - 3 Preisträgerinnen: Birgit Minichmayr (l-r), Emily Atef und Marie Bäumer. Foto: Jens Kalaene © dpa - Deutsche Presse-Agentur GmbH

  • Filmproduzent Karsten Stöter erhält die Goldene Lola für «3 Tage in Quiberon». Foto: Gregor Fischer © dpa - Deutsche Presse-Agentur

    Filmproduzent Karsten Stöter erhält die Goldene Lola für «3 Tage in Quiberon». Foto: Gregor Fischer © dpa - Deutsche Presse-Agentur GmbH

  • Schauspielerin Iris Berben, Präsidentin der Deutschen Filmakademie, setzt auf klassische Eleganz. Foto: Britta Pedersen © dpa - Deutsche Presse-Agentur

    Schauspielerin Iris Berben, Präsidentin der Deutschen Filmakademie, setzt auf klassische Eleganz. Foto: Britta Pedersen © dpa - Deutsche Presse-Agentur GmbH

  • Arm in Arm: Die Schauspieler Samuel Finzi (l) und Wolfram Koch. Foto: Jens Kalaene © dpa - Deutsche Presse-Agentur

    Arm in Arm: Die Schauspieler Samuel Finzi (l) und Wolfram Koch. Foto: Jens Kalaene © dpa - Deutsche Presse-Agentur GmbH

  • Iris Berben und Edin Hasanovic starteten die Gala mit einer fulminanten Showeinlage. Foto: Gregor Fischer © dpa - Deutsche Presse-Agentur

    Iris Berben und Edin Hasanovic starteten die Gala mit einer fulminanten Showeinlage. Foto: Gregor Fischer © dpa - Deutsche Presse-Agentur GmbH

  • Ehrenpreisträger Hark Bohm und Laudator Fatih Akin. Foto: Jens Kalaene © dpa - Deutsche Presse-Agentur

    Ehrenpreisträger Hark Bohm und Laudator Fatih Akin. Foto: Jens Kalaene © dpa - Deutsche Presse-Agentur GmbH

  • Elyas M’Barek und das Team von «Fack ju Göhte 3» erhalten den Preis für den Kino-Hit des Jahres. Foto: Gregor Fischer © dpa - Deutsche Presse-Agentur

    Elyas M’Barek und das Team von «Fack ju Göhte 3» erhalten den Preis für den Kino-Hit des Jahres. Foto: Gregor Fischer © dpa - Deutsche Presse-Agentur GmbH

  • Birgit Minichmayr ist als beste Nebendarstellerin für «3 Tage in Quiberon» ausgzeichnet worden. Foto: Gregor Fischer © dpa - Deutsche Presse-Agentur

    Birgit Minichmayr ist als beste Nebendarstellerin für «3 Tage in Quiberon» ausgzeichnet worden. Foto: Gregor Fischer © dpa - Deutsche Presse-Agentur GmbH

  • Franz Rogowski hält die Lola fest. Foto: Jens Kalaene © dpa - Deutsche Presse-Agentur

    Franz Rogowski hält die Lola fest. Foto: Jens Kalaene © dpa - Deutsche Presse-Agentur GmbH

  • Von Gefühlen überwältigt: Marie Bäumer. Foto: Gregor Fischer © dpa - Deutsche Presse-Agentur

    Von Gefühlen überwältigt: Marie Bäumer. Foto: Gregor Fischer © dpa - Deutsche Presse-Agentur GmbH

  • Katja Riemann («Fack ju Göhte 3») völlig losgelöst. Foto: Jens Kalaene © dpa - Deutsche Presse-Agentur

    Katja Riemann («Fack ju Göhte 3») völlig losgelöst. Foto: Jens Kalaene © dpa - Deutsche Presse-Agentur GmbH

  • Herbert Knaup herzt seine Ehefrau Christiane. Foto: Britta Pedersen © dpa - Deutsche Presse-Agentur

    Herbert Knaup herzt seine Ehefrau Christiane. Foto: Britta Pedersen © dpa - Deutsche Presse-Agentur GmbH

  • Eine Lola für Marie Bäumer. Foto: Jens Kalaene © dpa - Deutsche Presse-Agentur

    Eine Lola für Marie Bäumer. Foto: Jens Kalaene © dpa - Deutsche Presse-Agentur GmbH

Das Drama «3 Tage in Quiberon» ist der große Sieger  beim 68. Deutschen Filmpreis. Der Film von Emily Atef erhielt die Goldene Lola als bester Film sowie sechs weitere Trophäen.

Silber ging an das NSU-Drama «Aus dem Nichts» von Fatih Akin, das bereits den Golden Globe gewonnen hatte. Mit Bronze wurde «Western» ausgezeichnet, ein Film von Valeska Grisebach über deutsche Bauarbeiter in Bulgarien.

Der Film der deutsch-iranischen Regisseurin Emily Atef, die auch für die beste Regie ausgezeichnet wurde, handelt vom Leben der legendären Schauspielerin Romy Schneider (1938-1982). Im Jahr vor ihrem Tod hatte Schneider in dem französischen Kurort Quiberon in der Bretagne dem «Stern»-Journalisten Michael Jürgs ihr letztes großes Interview gegeben.

Als beste Schauspielerin wurde Marie Bäumer (48) für ihre Darstellung der Romy Schneider ausgezeichnet. Die Lola für die beste weibliche Nebenrolle erhielt die Österreicherin Birgit Minichmayr (41), die Romys Freundin Hilde spielt. Für die beste männliche Nebenrolle wurde Robert Gwisdek (34) ausgezeichnet, der in dem Film den Reporter verkörpert. Der Film erhielt auch die Preise für die beste Filmmusik sowie für die beste Kamera/Bildgestaltung. Er war mit zehn Nominierungen als der große Favorit ins Rennen gegangen.

Die Lola als bester Schauspieler erhielt Franz Rogowski. Der 32-Jährige wurde für seine Rolle in der Liebesgeschichte «In den Gängen» geehrt. In dem Film von Thomas Stuber spielt er einen jungen Angestellten in einem Großmarkt, der sich in eine Kollegin verliebt. Die Lola für das beste Drehbuch bekamen Regisseur Fatih Akin und sein Co-Autor Hark Bohm für das NSU-Drama «Aus dem Nichts».

Die Lola für den besten Kinderfilm ging an «Amelie rennt». In dem Film von Tobias Wiemann geht es um ein asthmakrankes Mädchen aus Berlin, das in den Alpen neue Kraft und Orientierung für sein Leben erhält. Als bester Dokumentarfilm wurde «Beuys» von Andres Veiel über den Künstler Joseph Beuys (1921-1986) gekürt.

Drei Lolas in Nebenkategorien heimste «Manifesto» von Julian Rosefeldt ein, der Kinofilm zu der Museumsinstallaton «Manifesto», in der der Berliner Künstler sechzig Künstlermanifeste ins Scheinwerferlicht gestellt hatte. «Manifesto» wurde für bestes Szenenbild, bestes Kostümbild und bestes Maskenbild ausgezeichnet. Die Lolas sind die wichtigste Auszeichnung für das deutsche Kino. Durch die Gala führte Schauspieler Edin Hasanovic («Brüder», «Nur Gott kann mich richten»).

Zwei Preisträgern war die Lola schon vor der Gala sicher. Der 78-jährige Regisseur, Schauspieler und Autor Hark Bohm («Nordsee ist Mordsee») wurde als Ehrenpreisträger für herausragende Verdienste um den deutschen Film ausgezeichnet. Er nahm den Preis aus den Händen von Fatih Akin entgegen. «Wahrscheinlich ist das der glücklichste Augenblick meines Lebens», sagte Bohm.

Die undotierte Lola für den «besucherstärksten deutschen Film des Jahres» ging an Autor und Regisseur Bora Dagtekin für die Komödie «Fack ju Göhte 3» mit mehr als 6 Millionen Besuchern.

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