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Zulieferer ZF streckt erneut Fühler nach Wabco aus

28.02.2019 - Brüssel/Friedrichshafen (dpa) - Der Automobilzulieferer ZF streckt seine Fühler erneut vorsichtig nach dem Bremsenhersteller Wabco aus. Es habe ergebnisoffene Gespräche mit dem amerikanisch-belgischen Unternehmen gegeben, sagte ein ZF-Sprecher am Donnerstag, betonte aber zugleich, dass es keinerlei Beschlüsse gegeben habe. Zuvor hatte das «Handelsblatt» darüber berichtet. Wabco selbst hat vorbereitende Gespräche bestätigt, aber auch betont, dass es keine Gewissheit gebe, ob eine Einigung erzielt werde. Sollte ZF Wabco übernehmen, würde das Unternehmen aus Friedrichshafen künftig knapp 40 Milliarden Euro im Jahr umsetzen und damit den beiden größeren Konkurrenten Bosch und Continental deutlich näher kommen, hieß es im «Handelsblatt»-Bericht.

  • Zwei Schilder mit dem Firmenlogo des Automobilzulieferers ZF. Foto: Patrick Seeger/Archiv © dpa - Deutsche Presse-Agentur

    Zwei Schilder mit dem Firmenlogo des Automobilzulieferers ZF. Foto: Patrick Seeger/Archiv © dpa - Deutsche Presse-Agentur GmbH

Der Autozulieferer vom Bodensee schaut seit Jahren mit großem Interesse auf den Bremsen-Bereich. 2016 scheiterte der Versuch, die schwedische Haldex zu übernehmen. Auch an Wabco hatte ZF schon einmal Interesse gezeigt. Dem Vernehmen nach bremste der Aufsichtsrat aber nach der Übernahme des US-Konkurrenten TRW 2015 die forsche Expansionsstrategie des damaligen Vorstandschefs Stefan Sommer, der schließlich gehen musste. Seit gut einem Jahr ist nun Wolf-Henning Scheider der Chef bei ZF.

Der Sprecher betonte weiter, dass ZF regelmäßig strategische Handlungsoptionen wie Partnerschaften oder mögliche sinnvolle Akquisitionen prüfe. «Diese strategischen Überlegungen führen immer wieder auch dazu, dass ZF mit anderen Unternehmen spricht.»

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