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Über 350 Feste feiern – von Alfa bis VW

10.12.2018 - Auch die Avantgarde und Moderne werden irgendwann alt. Bester Beweis sind über 350 automobile Jubiläen, die im Jahr 2019 Gelegenheit geben, das Neue von gestern zu feiern. Von legendären Alfa Romeo bis zu kultigen Volkswagen ist alles dabei. Aber auch Lebensretter wie der Sicherheitsgurt wollen gefeiert werden.

  • Der BMW "Dixi" feiert seinen 90. Geburtstag ©

    Der BMW "Dixi" feiert seinen 90. Geburtstag © BMW

  • Vor 50 Jahren debütierte das Audi 100 Coupé ©

    Vor 50 Jahren debütierte das Audi 100 Coupé © Audi

  • Auch bei Fiat gibt es etwas zu feiern ©

    Auch bei Fiat gibt es etwas zu feiern © Fiat

  • Bei Opel begeht man den 120. ©

    Bei Opel begeht man den 120. © Opel

  • Der Mazda MX-5 wird 30 ©

    Der Mazda MX-5 wird 30 © Mazda

  • Der moderne Sicherheitsgurt wird 60 ©

    Der moderne Sicherheitsgurt wird 60 © Volvo

  • Mercedes feiert 40 Jahre G-Klasse ©

    Mercedes feiert 40 Jahre G-Klasse © Daimler

  • Der Mini hat 60 Jahre auf dem Buckel ©

    Der Mini hat 60 Jahre auf dem Buckel © BMW

  • Der VW-Porsche wird ebenfalls 50 ©

    Der VW-Porsche wird ebenfalls 50 © Porsche

SP-X/Köln. Drohende Fahrverbote und Unsicherheiten um die zukunftsweisenden Antriebe: Die Neuvermessung der Autowelt ist in vollem Gange und weckt Sehnsucht nach der vermeintlich „guten alten Zeit“ und den magischen Momenten, die wir mit den Kultautos von einst verbinden. Für fast alle Fahrzeughersteller ist genau dies eine willkommene Gelegenheit, die runden Jahrestage ihrer Modellhistorie mit einem besonders großen Jubiläumsfeuerwerk zu feiern – und so Markenpflege zu betreiben, die den Neuwagenabsatz beflügelt. Über 350 Meilensteine der Automobilgeschichte gibt es 2019 zu würdigen, allen voran die Gründungstage, die von den Marken Abarth (70 Jahre), Bentley und Citroen (100 Jahre), Bugatti, Suzuki, Morgan und Audi in Zwickau (110 Jahre) sowie Fiat (120 Jahre) begangen werden. Nicht zu vergessen der Beginn des Autobaus bei BMW (vor 90 Jahren), Opel (vor 120 Jahren) und Peugeot (vor 130 Jahren). Aber auch die Schönsten und die Schnellsten von einst werden auf den Catwalks von Autoshows und Clubtreffen noch einmal inszeniert, darunter vor allem der Super-Jahrgang 1969 mit Audi 100 Coupé S, Ferrari Dino 246 GT, Ford Capri, Iso-Rivolta Lele, Nissan 240 Z (meistverkaufter Sportwagen der Welt), Peugeot 504 Coupé, Triumph TR6, VW-Porsche 914 und Volvo 1800 E. Die größten Kleinen sind 2019 der geniale englische Mini (60 Jahre) und der Mazda MX-5 (30 Jahre) als Revival des Roadsters. Der Urknall für die globale Motorisierungswelle zündete jedoch schon im vorletzten Jahrhundert, genau gesagt auf der Pariser Weltausstellung 1889. In der zukunftsgläubigen Seinemetropole fanden Benz und Daimler vor 130 Jahren endlich genügend Käufer für ihre Patent-Motorwagen, vor allem aber für Lizenzen. Panhard & Levassor und Peugeot setzten damals sofort auf Daimler-Motorentechnik und legten so den Grundstein für Frankreichs Aufstieg zum vorübergehend global führenden Automobilhersteller. Das erste Autorennen wurde deshalb vor 125 Jahren in Frankreich ausgetragen und fünf Jahre später kam es bei Paris zur ersten wirklich spektakulären Rekordfahrt: Der elektrisch (!) angetriebene Monoposto La Jamais Contente knackte die 100-km/h-Marke. Die Schallmauer von 200 km/h fiel dann 1909, nun war es allerdings ein deutscher Blitzen-Benz, der in Brooklands auf Rekordkurs ging. Die Gallier konterten damals mit der technischen Pionierleistung des patentierten „Katalysator-Auspuffs“. Dabei ging es jedoch weniger um die Reinigung der Abgase als um deren Desodorierung. Vor 110 Jahren befand sich Henry Fords Model T bereits auf Erfolgskurs als Auto für alle und so kamen 1929, am Vorabend der Weltwirtschaftskrise, bereits 85 Prozent der globalen Pkw-Produktion aus den USA. Die Amerikaner versuchten nun auch in Europa ihren Einfluss auszudehnen. In Köln bewilligte Oberbürgermeister Konrad Adenauer 1929 den Bau des Ford-Werks und in Rüsselsheim übertrugen Wilhelm von Opel und Friedrich Opel ihre Opel-Unternehmensanteile mehrheitlich an den amerikanischen Automobilkonzern General Motors. Einem Tanz auf dem Vulkan vergleichbar war die Flut von Luxusmodellen, mit der damals Horch (V12), Bentley (Blower), Bugatti (Typ 46) und ein Dutzend weiterer Marken für Furore sorgten. Raum für neues Denken gaben dann wieder die ersten Automessen der Nachkriegszeit. So debütierten 1949, im Gründungsjahr der Bundesrepublik Deutschland, die ersten Limousinen in Pontonform wie der Borgward Hansa, das Bullaugen-Design bei Buick und der „Dollargrin“-Kühlergrill, der erst die US-Straßenkreuzer und anschließend europäische Bestseller wie den Opel Rekord erfasste. Auch die praktischen Schnellaster der neu gründeten Ingolstädter Auto Union starteten vor 70 Jahren. Zehn Jahre später wechselte die Bevölkerung endgültig vom Motorrad ins wettergeschützte und familienfreundliche Auto – und der Boom der Kleinwagen brach sich Bahn. Ob BMW 700, NSU Prinz, DKW Junior, Daf 600 mit Variomatic, Trabant 500, Harry Potters fliegender Ford Anglia oder der Mini – sie alle schrieben ebenso Geschichte wie der neue Trend der Trapezlinie mit Heckflossen. Am besten verkörpert in Pininfarinas Morris Oxford, Fiat 1800 und den Mercedes 220 S bis 300 SE (W111-W112). Die wichtigste Neuheit des Jahres 1959 war jedoch der bei Volvo PV 544 und Amazon serienmäßige Dreipunkt-Sicherheitsgurt. Expertenschätzungen zufolge soll die Erfindung des Volvo-Mitarbeiters Nils Bohlin mittlerweile zum Lebensretter für mehr als eine Million Unfallbeteiligte geworden sein. Ebenfalls bedeutend war 1959 die Einführung die Kombination aus Sicherheitsfahrgastzelle und berechneten Knautschzonen bei der Mercedes-S-Klasse (W111-W112). Erst 1969 wurden übrigens Erste-Hilfe-Kurse verpflichtend vorgeschrieben, um einen Führerschein zu erhalten. Damals wies die Unfallstatistik die unfassbar hohe Zahl von über 19.000 Verkehrstoten im Jahr in Deutschland aus. Mit der Gründung der Björn-Steiger-Stiftung begann die Verbesserung der technischen Kommunikation im Rettungswesen, der erste Schritt zu einheitlichen und rund um die Uhr besetzten Notrufnummern. Zehn Jahre später führte dann die nationale US-Verkehrsbehörde NHTSA das „New Car Assessment Programme“ (NCAP) mit Crashtests ein. Passend dazu gab es die 1979 eingeführte Mercedes S-Klasse (W 126) kurz darauf mit optionalem Full-Size-Airbag. Auch eine andere Innovation des Jahres 1979 wurde unter dem Thema Sicherheit beworben: Der Allradantrieb. Gewiss, 4x4-Fahrzeuge gab es schon früher, aber ein regelrechter Hype setzte in Europa erst jetzt ein. Es begann mit der neu eingeführten und anfangs rustikalen Mercedes G-Klasse, ging weiter mit dem winzigen Suzuki Jimny, dem ersten Allrad-Pkw Subaru Leone und kulminierte im Hype um den viertürigen, luxuriösen Range Rover, der vom Schweizer Supercar-Spezialisten Monteverdi realisiert wurde. Vor 30 Jahren – die H-Kennzeichen-Klassiker-Community wird sich freuen – besannen sich die Automobildesigner auf das, was sie am besten können: Eine knallbunte Palette vielfältiger Fahrzeugkonzepte zu präsentieren. Nie besaß die Autowelt mehr Strahlkraft – auch wegen technischer Delikatessen. So ging mit dem Mazda Eunos Cosmo der erste Dreischeiben-Wankelmotor in Serie – während der Mazda MX-5 den Roadster wiederbelebte – und Audi machte mit den schnellen TDI Dieselmotoren begehrenswert. Ja, so waren damals die Zeiten. Mit Lexus und Infiniti wollten Japaner die besten Autos der Welt bauen, worauf Mercedes mit dem SL (R129) und BMW mit dem V12-Coupé 850i zeigten, wie Superlative aussehen. Porsche lancierte den 911 Carrera 2 (Typ 964), Lotus den schnellsten Opel Omega aller Zeiten und Suzuki mit dem Cappuccino den kleinsten Roadster. Auch der putzige Nissan Pao und das Powercar Dodge Viper zeigten, dass im Jahr des überraschenden Mauerfalls zwischen den beiden deutschen Staaten Sensationen Normalität waren. Allerdings gab es auch Anlass zur Wehmut, denn der Import der Kultvehikel Ente (Citroen 2 CV) und Renault 4 wurde eingestellt. Was deren Fanszene nur festigte, wie die vielen noch heute vorhandenen Gallier zeigen. Technische Daten: Chronologie der wichtigsten Jubiläen: 1994 (25 Jahre): An den Start gehen Alfa Romeo 145, Audi A4, Audi A8, BMW 7er (E38), Chrysler Cirrus, Chrysler Neon, Dodge Avenger, Ferrari F355, Ford Windstar, Hyundai Accent, Jaguar XJ (X300), Lancia Kappa, Mazda MPV, Maserati Quattroporte IV, Oldsmobile Aurora, Opel Omega B, Opel Tigra, Subaru Outback, Toyota Curren und Toyota RAV4.   1989 (30 Jahre): Lexus und Infiniti präsentieren im Januar in Detroit ihre ersten Modelle Lexus LS 400 und Infiniti Q45. Außerdem neu sind Infiniti M und Lexus ES. Hinzu kommen BMW 850i, Ford Fiesta (dritte Genration), Ford Capri (Australien, auch nach Deutschland exportiert), Mercedes-Benz SL (R129), Opel Calibra, (Opel) Lotus Omega, Opel Vectra 2000 4x4, Porsche 911 Carrera 2 (Typ 964), Volkswagen Passat Variant Syncro, Audi V8 Lang, Citroen XM, Kia Capital, Dodge Viper, Lotus Elan, Rover 214/216, Skoda Favorit (Marktstart in Deutschland), Suzuki Cappuccino, Daewoo le Mans, Ferrari 348 tb, Lancia Dedra, Maserati Shamal, Peugeot 405 MI 16 4x4, Peugeot 605, Mazda Eunos Cosmo, Honda NSX, Mazda 323, Mazda MX-5, Mazda RX-7 Cabrio, Mazda AZ 550 Sport Type-A, Nissan Be-1, Nissan Pao, Nissan 240 SX, Nissan 300 ZX, Toyota MR-2 (zweite Generation), Toyota Celica 2.0 GTi, Toyota Land Cruiser HDJ 80, Ginetta G32, Geo (Markengründung), Geo Metro Convertible (Suzuki Swift Cabrio), Avanti Limousine, Chevcrolet Lumina, Chrysler Town & Country, Chrysler Saratoga Marktstart, Chrysler Imperial, Dodge Stealth R/T bzw. Mitsubishi 3000 GT, Eagle Summit, Oldsmobile Silhouette, Oldsmobile Bravada, Plymouth Acclaim, Plamouth Laser, Pontiac Trans Sport, Ford Explorer, Land Rover Discovery, Hyundai S-Coupé (Marktstart in Europa). Markstart des Renault 19 in Deutschland. Der Deutschland-Import von Citroen 2 CV und Renault 4 wird eingestellt. Audi startet ins TDI-Zeitalter mit Turbodiesel mit Direkteinspritzung. Als erster deutscher Automobilproduzent bietet Opel nur noch Modelle mit geregeltem Drei-Wege-Katalysator an. In Turin stimmen zwei Drittel der Bevölkerung für eine autofreie Innenstadt. In Deutschland laufen Tests mit Wasserstoffantrieben, dabei stellt der TÜV Rheinland fest, dass Wasserstoff eine geeignete, aber noch kostspielige Alternative zu konventionellen Antrieben ist    1979 (40 Jahre): Serienanlauf von Alfa Romeo 6, Lancia Delta, Audi 200, Mercedes-Benz G-Klasse, Bitter SC, Saab 900, Volvo 345, Datsun 200/240 Laurel, Datsun 200 SX, Ford Taunus 80, Mercedes-Benz S-Klasse (W126), Opel Kadett (D) mit Frontantrieb, Volkswagen Jetta, AC ME 3000, Chrysler Sunbeam 1600 TI, AMC Eagle 4x4, Chevrolet Citation, Chrysler Cordoba Crown, Cadillac Seville im Knife-Edge-Design, Dodge Ram 50, Aston Martin Bulldog, Jaguar XJ6 Series III, Rover 2600, Triumph TR7 Convertible, Vauxhall Astra, Citroen GSA, Peugeot 305 Break, Peugeot 505, Renault Fuego, Talbot Simca 1510, Honda Prelude, Toyota Tercel mit Frontantrieb, Toyota Corolla, Subaru Leone 1600/1800 4WD (mit dieser Leone-Generation erfolgte 1980 der Deutschlandstart), Suzuki LJ80 (erstes Modell zum Start von Suzuki in Deutschland auf der IAA Frankfurt), Toyota Corolla (E70). Monteverdi Sierra Station, Krise bei Chrysler USA, der Konzern macht einen Milliarde US-Dollar Verlust und erhält eine staatliche Subvention, um den Konkurs abzuwenden. Volkswagen erprobt den Methanol-Antrieb in 100 Modellen. Die US-Verkehrsbehörde „National Highway Traffic Safety Administration“ (NHTSA) beginnt das „New Car Assessment Programme“ (NCAP) mit Crashtests 1969 (50 Jahre): Neu eingeführt werden Peugeot 504 Coupé, Ford Capri, Audi 100 Coupé, Datsun 240 Z (Z wird meistverkaufter Sportwagen der Welt), Volkswagen 181, VW-Porsche 914, Melkus RS 1000, Mercedes-Benz 300 SEL 3.5, Citroen M35, Peugeot 304, Renault R6, Renault R12, Fiat 128, Fiat 130, Iso Lele, Lancia Fulvia, Lancia Flavia Coupé 2000, Alfa Romeo Junior Zagato, Autobianchi A11, Autobianchi A112, Ferrari Dino 246 GT, Austin 1300 GT, Austin Maxi, Bristol 411, Daimler Sovereign (Schwestermodell des Jaguar XJ6), Mini Clubman, Triumph TR6, Ford Escort Mexico, Ford 26 M, Seat 1430, Skoda 110 L, VW 411 E, Volvo 1800 E, Honda 1300, Mitsubishi Galant, Nissan S30, Subaru R-2, NSU und Audi fusionieren. Geplatzt ist deshalb die Premiere des NSU K70, der ein Jahr später als VW K70 vorgestellt wird. Westfalia liefert bereits den 50.000 Campingwagen aus. Alec Issigonis, der Konstrukteur des Mini, wird von Königin Elisabeth II. zum Ritter geschlagen. Fiat übernimmt die finanzielle Kontrolle bei Lancia und Ferrari. Citroen liefert den millionsten DS aus passend zum Jubiläum 50 Jahre Citroen. Erste Tankautomaten in Deutschland von AEG-Telefunken, die mit Zehnmarkscheinen und Münzen benutzt werden können. Großversuch in Deutschland mit reflektierenden Kennzeichen. Fahrunterricht und Fahrprüfungen werden in Deutschland um Autobahnfahrten erweitert. Die Teilnahme an einem Erste-Hilfe-Kurs wird Pflicht für Fahrschüler. Am 1. April 1969 wurde zum ersten Mal in der EWG eine Verordnung über Lenk- und Ruhezeiten erlassen 1959 (60 Jahre): In Großbritannien werden die ersten Mini gezeigt, als Austin Seven und Morris Mini Minor. In England wird ein 13 Kilometer langes Teilstück der ersten Autobahn (ohne Tempolimit) bei Preston eröffnet. Am 24. November öffentliche Präsentation des Kreiskolbenmotors durch NSU. Der im Vorjahr patentierte Dreipunkt-Sicherheitsgurt des Volvo-Mitarbeiters Nils Bohlin zählt bei den Modellen Volvo PV 544 und Volvo Amazon zur Serienausstattung. In den USA erzielen europäische Pkw einen Absatzrekord, denn mit über 600.000 Importen liegt der Importanteil am Markt bei zehn Prozent; populärstes Modell ist der VW Käfer. Serienstart für US-Compacts Chevrolet Corvair, Chrysler Valiant und Ford Falcon. Außerdem Bentley S2, Jaguar MK II, Jaguar MK IX, Daimler Dart SP 250 mit V8, Daimler Majestic Major, Ford Anglia, Morris Oxford (Farina), Riley 4, Rover 3 Litre P5, Sunbeam Alpine, Triumph Herald, Wolseley 6/99,  Vanden Plas Princess, BMW 700, Mercedes-Benz 220 S/SE bis 300 SE (W111-W112), NSU/Fiat Weinsberg 500, Opel Kapitän P2, DB Le Mans, Citroen Bijou, Facel Facellia, Panhard PL 17 Tigre, Lloyd bzw. Borgward Arabella, Borgward Hansa 1100, Borgward P 100 2,3 Liter, DKW Junior, Trabant 500, Fiat 1800/2100, Maserati 5000 GT, Abarth Bialbero, Abarth 850 Gran Turismo, Alfa Romeo Giulietta Sprint Speciale, Datsun Sports, Nissan/Datsun Bluebird, Nissan Gloria, Pontiac Parisienne, Saab 95, Skoda Octavia, Skoda Felicia 1949 (70 Jahre): Die britische Sportwagenmarke TVR beginnt mit dem Autobau. Die japanische Marke Isuzu wird gegründet. Der Sportwagenspezialist Abarth beginnt mit dem Autobau. Ferruccio Lamborghini gründet sein Traktorenwerk, die Keimzelle der späteren Sportwagenmanufaktur. In Ingolstadt wird die neue Auto Union GmbH gegründet. Auf der Hannover Messe debütiert der Auto Union DKW F 89 L Lieferwagen („Schnellaster“). Neu sind Ford Model 1949, Allard P1, Austin A90 Atlantic, Borgward Hansa 1500 (erster deutscher Pkw im Pontondesign), Cadillac Coupé de Ville, Dodge Coronet, Ford Anglia, IFA F9, Oldsmobile 88, Saab 92 (Serienanlauf), Toyota SD, Triumph Mayflower, Triumph Renown. In den Messehallen unter dem Berliner Funkturm findet die erste reine Automesse statt. In Japan wird die Verordnung der Siegermächte aufgehoben, nach der maximal 1.500 Fahrzeuge pro Monat produziert werden dürfen. Neuer US-Designtrend sind Bullaugen in den vorderen Kotflügeln wie bei Buick 1939 (80 Jahre): Der Markenname Borgward ziert die bisherigen Hansa-Modelle, erster Typ ist der Borgward 2300. Das Fiat-Werk Mirafiori geht an den Start. Oldsmobile bewirbt die erste Vollautomatik „Hydra-Matic Drive“. Rekordfahrten von Rudolf Caracciola auf Mercedes-Benz. Am 8. Februar erreicht er mit fliegendem Start den Maximalwert von 399,560 km/h. Staatliches Programm in Deutschland zur Beschränkung der Typenvielfalt wird vorgestellt, statt aktuell 52 sollen ab 1940 nur noch 30 Pkw-Modellreihen gefertigt werden. Neu sind BMW 335, Checker Model A, Chrysler New Yorker, DKW F8, Ford Anglia, Ford Taunus, Riley 12, Singer Roadster, Studebaker Champion und Wolseley Ten. Ab dem 20. September – also nach Ausbruch des Zweiten Weltkriegs – dürfen Kraftfahrzeuge nur noch privat genutzt werden, wenn dies im öffentlichen Interesse liegt 1929 (90 Jahre): BMW beginnt mit dem Autobau, dieses Jubiläum wird beim Concorso d’Eleganza 2019 in Italien gefeiert. Am 17. März verkaufen Wilhelm von Opel und Friedrich Opel 80 Prozent der Opel-Unternehmensanteile an den amerikanischen Automobilkonzern General Motors, der das Unternehmen bis 1931 vollständig übernimmt. Die Goliath-Werke Borgward & Co erwerben die Aktien der überschuldeten Hansa-Lloyd-werke in Bremen. 85 Prozent der Pkw-Weltproduktion stammen von US-amerikanischen Unternehmen. Neu sind Adler Favorit, Alfa Romeo 6C, Bentley Blower No1, Delage D8, MG M-Type, Peugeot 201 (erster Peugeot mit dreistelligem Zifferncode), Renault Monastella, Renault Nervastella, Renault Reinastella, Renault Vivastella. Als erster deutscher V12-Serienwagen geht der Maybach 12 an den Start. Dagegen verfügt der französische Voisin C18 über einen Zwölfzylinder-Schiebermotor. Die Stettiner Stoewer-Werke zeigen den G15 Gigant mit Achtzylindermotor. In den USA startet die Nobelmarke Cord mit dem L29. Der Pierce Arrow B verfügt über einen 6,0-Liter-Achtzylinder, dagegen begnügt sich der neue Bugatti Typ 46 mit einem 3,0-Liter-Achtzylinder. Skoda führt den noblen Achtzylinder Typ 860 ein. Luxusmodelle werden vorgestellt ungeachtet der Weltwirtschaftskrise. Der Automobilpionier Carl Benz stirbt am 4. April in Ladenburg. Am 28. Oktober unterzeichnet der Kölner Oberbürgermeister Konrad Adenauer den Vertrag über den Bau eines Ford-Werkes am Rhein 1919 (100 Jahre): Der Automobilhersteller Citroen wird von André Citroen gegründet und startet mit der Produktion des Typ A. Die Marke Bentley wird etabliert. Der englische Hersteller Armstrong-Siddeley stellt sein erstes Modell vor. Wichtige Modelleinführungen in diesem Jahr sind Austin Twenty, Fiat 501 und 505, Isotta Fraschini Tipo 8, Lancia Kappa, Peugeot Type 159 und Type 163. Zagato geht an den Start. Servounterstützte Vierradbremsen beim Hispano-Suiza H6. In Detroit wird die erste elektrische Verkehrsampel mit dreifarbigen Lichtzeichen installiert   1909 (110 Jahre): Bugatti wird gegründet. In Japan wird das Unternehmen Suzuki gegründet. Morgan geht in Großbritannien an den Start. Gründung der Audi Automobilwerke in Zwickau. Wichtige Modellneuheiten sind der in England populäre Austin 7 hp, der technisch avantgardistische Lancia Beta, Opel 4/8 PS, Peugeot Typ 118 und Cadillac Model Thirty. De Dion-Bouton baut einen serienmäßigen V8-Motor. In Deutschland wird die Kfz-Haftpflichtversicherung eingeführt. Michel Frenkel (Frankreich) präsentiert den „Katalysator-Auspufftopf“. Dafür erhält er ein Patent für „Verfahren zur Desodorierung der Auspuffgase“. Ein Blitzen-Benz erreicht auf der Brooklands-Rennbahn eine Durchschnittsgeschwindigkeit von 202,7 km/h und übertrifft damit als erstes Fahrzeug die 200-km/h-Marke    1899 (120 Jahre): Opel beginnt mit dem Automobilbau. In Italien wird Fiat (Fabricca Italiana Automobili Torino) gegründet. Am 14. November gründet August Horch in Köln die Horch-Werke. Am New Yorker Broadway wird von Percy Owen das erste Automobil-Verkaufsgeschäft mit Schauraum und Werkstatt eröffnet, dies zum Vertrieb von Winton Modellen. In Köln-Ehrenfeld präsentiert August Horch seinen ersten Wagen. In Wien werden die österreichischen Daimler-Werke gegründet. Der Monposto La Jamais Contente erreicht bei einer Rekordfahrt nahe Paris die Geschwindigkeit von 105,882 km/h 1894 (125 Jahre): Jöns und Anders Cederholm stellen ersten schwedischen Motorwagen vor, dies mit Zweizylindermotor. Enrico Bernardi konstruiert italienisches Fahrzeug mit Verbrennungsmotor. Benz bietet bereits ein breites Modellprogramm seiner Motorwagen. Erstes Autorennen wird von der Zeitung Le Petit Journal ausgeschrieben für die Route Paris-Rouen 1889 (130 Jahre): Auf der Weltausstellung in Paris wird die Initialzündung gesetzt für den globalen Erfolg des Automobils. Die Weltausstellung ist die erste internationale Fahrzeugausstellung und hier gelingt Daimler und Benz die erfolgreiche Vermarktung ihrer Patente und Produkte. Auch für die französischen Marken Panhard & Levassor und Peugeot startet mit Lizenzen der Aufstieg zum Hersteller von Fahrzeugen Ottomotoren. Peugeot wird aber zunächst Automobilhersteller mit einem Dampfwagen von Leon Serpollet. Durchbruch für den Luftreifen von Dunlop, als der englische Radrennfahrer W. Hume mit einem Fahrrad bei einer Wettfahrt gewinnt

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