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Von Machos, Motoren und Museen

14.09.2016 - Wohin fahren, wenn man eine Woche frei hat und allein losziehen will? Für Autofans kommt hier der Tipp: Den Königen der Sportwagen von Lamborghini, Ferrari und Porsche wird in verschiedenen Tempeln gehuldigt, die mehr oder weniger eine Reise wert sind. Ein Selbstversuch.

  • Den Besucher im Porsche-Museum empfängt seit 2014 dieser Torso, den Porsche "P1" nennt. Ist das wirklich der allererste Porsche? Das wird heiß diskutiert, wahrscheinlich ist es ein vom Gründer (um 1899)...

    Den Besucher im Porsche-Museum empfängt seit 2014 dieser Torso, den Porsche "P1" nennt. Ist das wirklich der allererste Porsche? Das wird heiß diskutiert, wahrscheinlich ist es ein vom Gründer (um 1899) entwickeltes Fahrgestell der Firma Lohner mit einem Egger-Motor eines Egger-Lohner-Elektromobils Modell C.2 Phaeton. Die Automarke Porsche (genau: Dr. Ing. h.c. F. Porsche G.m.b.H) existiert erst seit 1931. © Portal-Manufaktur / Stephan Hellmund

  • Ein ganz früher Porsche 356 steht im Museum, noch mit der bei Fans so begehrten "Knickscheibe". Der 356 ist das erste Serienmodell von Porsche, bis 1965 wurden 76.302 Stück gebaut. © Portal-Manufaktur / Stephan...

    Ein ganz früher Porsche 356 steht im Museum, noch mit der bei Fans so begehrten "Knickscheibe". Der 356 ist das erste Serienmodell von Porsche, bis 1965 wurden 76.302 Stück gebaut. © Portal-Manufaktur / Stephan Hellmund

  • Und das ist sie, die erste Serie des berühmten Porsche 911. 1964 wurde der 911 erstmals nach seiner Präsentation 1963 verkauft, mittlerweile ist die siebte Generation am Start. © Portal-Manufaktur / Stephan

    Und das ist sie, die erste Serie des berühmten Porsche 911. 1964 wurde der 911 erstmals nach seiner Präsentation 1963 verkauft, mittlerweile ist die siebte Generation am Start. © Portal-Manufaktur / Stephan Hellmund

  • Porsche ohne Renngeschichte? Keine Chance, und so stehen dann auch die berühmtesten Vertreter der erfolgreichsten Rennwagen in der Ausstellung. © Portal-Manufaktur / Stephan

    Porsche ohne Renngeschichte? Keine Chance, und so stehen dann auch die berühmtesten Vertreter der erfolgreichsten Rennwagen in der Ausstellung. © Portal-Manufaktur / Stephan Hellmund

  • Dies ist ein früher Prototyp des Porsche 924. Vor allem am Heck ist er etwas pummelig. Fotografieren durfte man das nicht, denn die grünen Linien dürfen nicht überschritten werden. Deshalb ... © Portal-Manufaktur /...

    Dies ist ein früher Prototyp des Porsche 924. Vor allem am Heck ist er etwas pummelig. Fotografieren durfte man das nicht, denn die grünen Linien dürfen nicht überschritten werden. Deshalb ... © Portal-Manufaktur / Stephan Hellmund

  • ... sehen Sie von diesem Porsche 928-Kombi-Einzelstück und dem ebenfalls einzigartigen 928-Cabrio nur die Front. In italienischen Museen ist man da deutlich gelassener. © Portal-Manufaktur / Stephan

    ... sehen Sie von diesem Porsche 928-Kombi-Einzelstück und dem ebenfalls einzigartigen 928-Cabrio nur die Front. In italienischen Museen ist man da deutlich gelassener. © Portal-Manufaktur / Stephan Hellmund

  • Motor vorn, Getriebe (zur besseren Gewichtsverteilung) und Antrieb hinten. Das nennt Porsche Transaxle-Bauweise und zeigt die Technik anhand eines auf die Seite gekippten Exponates. © Portal-Manufaktur / Stephan

    Motor vorn, Getriebe (zur besseren Gewichtsverteilung) und Antrieb hinten. Das nennt Porsche Transaxle-Bauweise und zeigt die Technik anhand eines auf die Seite gekippten Exponates. © Portal-Manufaktur / Stephan Hellmund

  • Im animierten Film "Cars" spielt auch ein Porsche 911 eine Hauptrolle. Zu Marketingzwecken baute Porsche diesen 911 in echt, bei dem jedes Karosserieteil verändert wurde. Der Wagen ist fahrtüchtig. ©...

    Im animierten Film "Cars" spielt auch ein Porsche 911 eine Hauptrolle. Zu Marketingzwecken baute Porsche diesen 911 in echt, bei dem jedes Karosserieteil verändert wurde. Der Wagen ist fahrtüchtig. © Portal-Manufaktur / Stephan Hellmund

  • Die nahezu komplette Turbo-Baureihe stellt Porsche aus. Im Vordergrund ist der Prototyp zu sehen, der später in der Familie Porsche gefahren wurde und erst 240 PS (Serie: 260 PS) hatte. © Portal-Manufaktur / Stephan

    Die nahezu komplette Turbo-Baureihe stellt Porsche aus. Im Vordergrund ist der Prototyp zu sehen, der später in der Familie Porsche gefahren wurde und erst 240 PS (Serie: 260 PS) hatte. © Portal-Manufaktur / Stephan Hellmund

  • Durch das Porsche-Museum bewegt sich der Besucher über verschiedene Eben spiralförmig nach oben. Kurz vor dem Ausgang trifft man dann auf die aktuelle Modellpalette, was aber noch vergleichsweise dezent ist. ©...

    Durch das Porsche-Museum bewegt sich der Besucher über verschiedene Eben spiralförmig nach oben. Kurz vor dem Ausgang trifft man dann auf die aktuelle Modellpalette, was aber noch vergleichsweise dezent ist. © Portal-Manufaktur / Stephan Hellmund

  • Das war einmal, das kommt nicht wieder: Das Museum der Familie Ferruccio Lamborghinis sah noch vor ein paar Jahren wie eine vollgestellte Scheune aus - und genau das war es auch. Jetzt ... © Portal-Manufaktur / Stephan

    Das war einmal, das kommt nicht wieder: Das Museum der Familie Ferruccio Lamborghinis sah noch vor ein paar Jahren wie eine vollgestellte Scheune aus - und genau das war es auch. Jetzt ... © Portal-Manufaktur / Stephan Hellmund

  • ... ist das Museum in einem ehemaligen Fabrikkomplex untergebracht und gefällt durch seine inneren Werte. Im Vordergrund eine Stylingstudie zum allerersten Lamborghini ohne jede Funktion - und natürlich ein riesiges Portrait des...

    ... ist das Museum in einem ehemaligen Fabrikkomplex untergebracht und gefällt durch seine inneren Werte. Im Vordergrund eine Stylingstudie zum allerersten Lamborghini ohne jede Funktion - und natürlich ein riesiges Portrait des Firmengründers. © Portal-Manufaktur / Stephan Hellmund

  • Lamborghini betätigte sich als Fabrikant von Klimaanlagen, elektrischen Bauteilen und eben landwirtschaftlichen Geräten. Das fehlt im offiziellen Museum, hier macht es Geschichte erlebbar. © Portal-Manufaktur / Stephan...

    Lamborghini betätigte sich als Fabrikant von Klimaanlagen, elektrischen Bauteilen und eben landwirtschaftlichen Geräten. Das fehlt im offiziellen Museum, hier macht es Geschichte erlebbar. © Portal-Manufaktur / Stephan Hellmund

  • Auch ganz persönliche Stücke aus der Familiengeschichte werden gezeigt. Das Kinderauto fertigten Arbeiter für Lamborghinis Sohn Tonino, der übrigens später den Mini im Hintergrund fuhr. © Portal-Manufaktur /...

    Auch ganz persönliche Stücke aus der Familiengeschichte werden gezeigt. Das Kinderauto fertigten Arbeiter für Lamborghinis Sohn Tonino, der übrigens später den Mini im Hintergrund fuhr. © Portal-Manufaktur / Stephan Hellmund

  • Ein Schnittmodell des mächtigen Geländewagens LM 002 zeigt die Technik des V12-Monsters hautnah. Das Serienmodell war dann mit nur 301 produzierten Exemplaren ein kolossaler Flop. © Portal-Manufaktur / Stephan

    Ein Schnittmodell des mächtigen Geländewagens LM 002 zeigt die Technik des V12-Monsters hautnah. Das Serienmodell war dann mit nur 301 produzierten Exemplaren ein kolossaler Flop. © Portal-Manufaktur / Stephan Hellmund

  • Auch Kunstwerke wie dieser in seinen Konturen nachgestellte Lamborghini Veneno finden sich hier. Das Original (vier Coupés, neun Spider) erschien 2013 zum 50. Jubiläum der Marke. © Portal-Manufaktur / Stephan

    Auch Kunstwerke wie dieser in seinen Konturen nachgestellte Lamborghini Veneno finden sich hier. Das Original (vier Coupés, neun Spider) erschien 2013 zum 50. Jubiläum der Marke. © Portal-Manufaktur / Stephan Hellmund

  • Natürlich: Auch Lamborghini hängt sich etwas an die Wand, in diesem Fall einen weißen Espada. Wer ihn aus normaler Perspektive sehen möchte, hat unmittelbar davor die Gelegenheit. © Portal-Manufaktur / Stephan...

    Natürlich: Auch Lamborghini hängt sich etwas an die Wand, in diesem Fall einen weißen Espada. Wer ihn aus normaler Perspektive sehen möchte, hat unmittelbar davor die Gelegenheit. © Portal-Manufaktur / Stephan Hellmund

  • Das orangene Modell ist ein Prototyp des Espada. Die Echtheit des mit zwei riesigen Flügeltüren und einer abweichenden Seitenlinie ausgerüsteten Wagens ist allerdings unklar. Macht nichts, sieht toll aus. ©...

    Das orangene Modell ist ein Prototyp des Espada. Die Echtheit des mit zwei riesigen Flügeltüren und einer abweichenden Seitenlinie ausgerüsteten Wagens ist allerdings unklar. Macht nichts, sieht toll aus. © Portal-Manufaktur / Stephan Hellmund

  • Dieser ist auf jeden Fall echt: Der Jalpa ist normaler Weise ein Targa. Zu Versuchszwecken baute Lamborghini diesen Spider, der sich zudem an Front und Heck vom Serienmodell unterscheidet. © Portal-Manufaktur / Stephan

    Dieser ist auf jeden Fall echt: Der Jalpa ist normaler Weise ein Targa. Zu Versuchszwecken baute Lamborghini diesen Spider, der sich zudem an Front und Heck vom Serienmodell unterscheidet. © Portal-Manufaktur / Stephan Hellmund

  • Eines der beeindruckendsten Serienmodelle von Lamborghini ist sicher der legendäre Countach. Dieser soll Ferruccio gehört haben ... © Portal-Manufaktur / Stephan

    Eines der beeindruckendsten Serienmodelle von Lamborghini ist sicher der legendäre Countach. Dieser soll Ferruccio gehört haben ... © Portal-Manufaktur / Stephan Hellmund

  • Wie alles begann. Angeblich soll sich Ferruccio so über Getriebe und Kupplung seines Ferrari 250 GTE geärgert haben, dass er mit dem Bau eigener Sportwagen begann. Schöne Geschichte. © Portal-Manufaktur / Stephan...

    Wie alles begann. Angeblich soll sich Ferruccio so über Getriebe und Kupplung seines Ferrari 250 GTE geärgert haben, dass er mit dem Bau eigener Sportwagen begann. Schöne Geschichte. © Portal-Manufaktur / Stephan Hellmund

  • Wenn Platz keine Rolle spielt, dann kann man auch ein komplettes Rennboot (mit zwei Lamborghini-V12) ausstellen. © Portal-Manufaktur / Stephan

    Wenn Platz keine Rolle spielt, dann kann man auch ein komplettes Rennboot (mit zwei Lamborghini-V12) ausstellen. © Portal-Manufaktur / Stephan Hellmund

  • Im offiziellen Lamborghini-Museum geht es eng zu, Verweise auf die glorreiche Vergangenheit oder gar den Gründer der Firma finden sich kaum. Da muss der Bootsmotor reichen. © Portal-Manufaktur / Stephan

    Im offiziellen Lamborghini-Museum geht es eng zu, Verweise auf die glorreiche Vergangenheit oder gar den Gründer der Firma finden sich kaum. Da muss der Bootsmotor reichen. © Portal-Manufaktur / Stephan Hellmund

  • Und das ist der Jubiliar: Der Miura revolutionierte vor 50 Jahren den Sportwagenbau, in der Ausstellung beim Werk steht dieser wunderbare Miura SV. © Portal-Manufaktur / Stephan

    Und das ist der Jubiliar: Der Miura revolutionierte vor 50 Jahren den Sportwagenbau, in der Ausstellung beim Werk steht dieser wunderbare Miura SV. © Portal-Manufaktur / Stephan Hellmund

  • Das war das erste, was die Fachwelt vom Miura zu Gesicht bekam. Das Chassis mit der damals neuen Mittelmotor-Technik sorgte dafür, dass reihenweise Bestellungen eingingen. Obwohl die Karosserie fehlte. © Portal-Manufaktur /...

    Das war das erste, was die Fachwelt vom Miura zu Gesicht bekam. Das Chassis mit der damals neuen Mittelmotor-Technik sorgte dafür, dass reihenweise Bestellungen eingingen. Obwohl die Karosserie fehlte. © Portal-Manufaktur / Stephan Hellmund

  • Den gibt's nur einmal: Eine offene Targa-Variante wurde nur als Prototyp gefertigt. Nur Experten sehen, dass nicht nur das Dach fehlt, sondern am Heck auch weitere Veränderungen vorgenommen wurden. © Portal-Manufaktur /...

    Den gibt's nur einmal: Eine offene Targa-Variante wurde nur als Prototyp gefertigt. Nur Experten sehen, dass nicht nur das Dach fehlt, sondern am Heck auch weitere Veränderungen vorgenommen wurden. © Portal-Manufaktur / Stephan Hellmund

  • Zum 40. Geburtstag des Miuras 2006 schuf Lamborghini diese Designstudie einer modernisierten Version. Der Motor ist allerdings nicht wie beim Original quer, sondern längs eingebaut. © Portal-Manufaktur / Stephan

    Zum 40. Geburtstag des Miuras 2006 schuf Lamborghini diese Designstudie einer modernisierten Version. Der Motor ist allerdings nicht wie beim Original quer, sondern längs eingebaut. © Portal-Manufaktur / Stephan Hellmund

  • Treffenderweise heißt diese Studie Egoista. Der Einsitzer ist eine reine Fingerübung der Designer und hatte nie Chancen auf eine Serienfertigung. © Portal-Manufaktur / Stephan

    Treffenderweise heißt diese Studie Egoista. Der Einsitzer ist eine reine Fingerübung der Designer und hatte nie Chancen auf eine Serienfertigung. © Portal-Manufaktur / Stephan Hellmund

  • Das gilt nur zum Teil für die Kleinserie Sesto Elemento. Der Name weist auf das sechste Element - Kohlenstoff - hin, denn das nur 999 Kilo schwere Auto besteht aus kohlenstofffaserverstärktem Kunststoff. © Portal-Manufaktur...

    Das gilt nur zum Teil für die Kleinserie Sesto Elemento. Der Name weist auf das sechste Element - Kohlenstoff - hin, denn das nur 999 Kilo schwere Auto besteht aus kohlenstofffaserverstärktem Kunststoff. © Portal-Manufaktur / Stephan Hellmund

  • Es dürfte eine der kleinsten Kleinserien überhaupt sein: Vom Veneno existieren als Coupé vier Stück. Diesen behielt Lamborghini, die drei anderen wurden zum Preis von 3 Millionen (plus Steuer) verkauft. ©...

    Es dürfte eine der kleinsten Kleinserien überhaupt sein: Vom Veneno existieren als Coupé vier Stück. Diesen behielt Lamborghini, die drei anderen wurden zum Preis von 3 Millionen (plus Steuer) verkauft. © Portal-Manufaktur / Stephan Hellmund

  • Auch bei Lamborghini hängt was an der Wand: Das aktuelle Spider-Modell des Aventador. Was das in einem Museum zu suchen hat, bleibt dem Betrachter verschlossen. © Portal-Manufaktur / Stephan

    Auch bei Lamborghini hängt was an der Wand: Das aktuelle Spider-Modell des Aventador. Was das in einem Museum zu suchen hat, bleibt dem Betrachter verschlossen. © Portal-Manufaktur / Stephan Hellmund

  • Das alte Gelände-Monster LM 002 (rechts) bekommt bald einen Nachfolger, den Urus (links). Die Studie wurde schon 2012 gezeigt, im Museum versucht sie die Brücke zur Vergangenheit zu schlagen. © Portal-Manufaktur / Stephan...

    Das alte Gelände-Monster LM 002 (rechts) bekommt bald einen Nachfolger, den Urus (links). Die Studie wurde schon 2012 gezeigt, im Museum versucht sie die Brücke zur Vergangenheit zu schlagen. © Portal-Manufaktur / Stephan Hellmund

  • Das letzte Foto aus dem Lamborghini-Museum zeigt das erste, was der Besucher sieht: Einen Sportwagen der Italiener und ein riesiges Markenlogo ... © Portal-Manufaktur / Stephan

    Das letzte Foto aus dem Lamborghini-Museum zeigt das erste, was der Besucher sieht: Einen Sportwagen der Italiener und ein riesiges Markenlogo ... © Portal-Manufaktur / Stephan Hellmund

  • ... wer hat da von wem abgeschaut? Das erste, was der Besucher im Ferrari-Museum in Maranello sieht, sind ebenfalls ein Sportwagen sowie ein riesiges Markenlogo. © Portal-Manufaktur / Stephan

    ... wer hat da von wem abgeschaut? Das erste, was der Besucher im Ferrari-Museum in Maranello sieht, sind ebenfalls ein Sportwagen sowie ein riesiges Markenlogo. © Portal-Manufaktur / Stephan Hellmund

  • Schon vor dem Eingang des Ferrari-Museums steht ein Kunstwerk, welches einen Formel 1-Boliden in einem Käfig aus Metallstangen zeigt. Kunst eben. © Portal-Manufaktur / Stephan

    Schon vor dem Eingang des Ferrari-Museums steht ein Kunstwerk, welches einen Formel 1-Boliden in einem Käfig aus Metallstangen zeigt. Kunst eben. © Portal-Manufaktur / Stephan Hellmund

  • Rennsportlich geht's weiter: Im Eingang kann der Besucher verschiedene Windkanal-Modelle der Formel 1-Karosserien sehen. © Portal-Manufaktur / Stephan

    Rennsportlich geht's weiter: Im Eingang kann der Besucher verschiedene Windkanal-Modelle der Formel 1-Karosserien sehen. © Portal-Manufaktur / Stephan Hellmund

  • Natürlich hängt auch bei Ferrari, dem aktuellen Trend in Automuseen folgend, ein Auto an der Wand: Diesmal ein 750 Monza von 1954. © Portal-Manufaktur / Stephan

    Natürlich hängt auch bei Ferrari, dem aktuellen Trend in Automuseen folgend, ein Auto an der Wand: Diesmal ein 750 Monza von 1954. © Portal-Manufaktur / Stephan Hellmund

  • Und schon geht es in die Vollen: Die besten aus drei Jahrzehnten Supersportwagen (neuerdings "Hypercars" genannt) finden sich hier, im Vordergrund der limitierte Enzo. © Portal-Manufaktur / Stephan

    Und schon geht es in die Vollen: Die besten aus drei Jahrzehnten Supersportwagen (neuerdings "Hypercars" genannt) finden sich hier, im Vordergrund der limitierte Enzo. © Portal-Manufaktur / Stephan Hellmund

  • Das aktuellste Modell ist der Ferrari LaFerrari, der mit Hybridtechnik fast 1.000 PS auf die Straße bringt. Ist natürlich ausverkauft, kostet ja nur rund eine Million Euro. © Portal-Manufaktur / Stephan

    Das aktuellste Modell ist der Ferrari LaFerrari, der mit Hybridtechnik fast 1.000 PS auf die Straße bringt. Ist natürlich ausverkauft, kostet ja nur rund eine Million Euro. © Portal-Manufaktur / Stephan Hellmund

  • Das darf natürlich nicht fehlen: Das Arbeitszimmer Enzo Ferraris (garantiert echt natürlich), das für einen solch legendären Menschen sehr spartanisch ausfällt. © Portal-Manufaktur / Stephan

    Das darf natürlich nicht fehlen: Das Arbeitszimmer Enzo Ferraris (garantiert echt natürlich), das für einen solch legendären Menschen sehr spartanisch ausfällt. © Portal-Manufaktur / Stephan Hellmund

  • Wirklich spektakulär ist die Präsentation der siegreichen Formel 1-Boliden Ferraris. Wer auf die Rennkarriere Ferraris abhebt, wird kaum einen besseren Ort finden. Dazu gehören ... © Portal-Manufaktur / Stephan Hellmund...

    Wirklich spektakulär ist die Präsentation der siegreichen Formel 1-Boliden Ferraris. Wer auf die Rennkarriere Ferraris abhebt, wird kaum einen besseren Ort finden. Dazu gehören ... © Portal-Manufaktur / Stephan Hellmund / Stephan Hellmund

  • ... natürlich auch die "Wall of Fame" mit den ganzen Pokalen, die die roten Renner und deren Piloten einsammeln konnten. Auch ... © Portal-Manufaktur / Stephan

    ... natürlich auch die "Wall of Fame" mit den ganzen Pokalen, die die roten Renner und deren Piloten einsammeln konnten. Auch ... © Portal-Manufaktur / Stephan Hellmund

  • ... der bislang erfolgreichste Ferrari-Pilot, Michael Schumacher, wird in der riesigen Vitrine für die jeweiligen Fahrer geehrt.  © Portal-Manufaktur / Stephan

    ... der bislang erfolgreichste Ferrari-Pilot, Michael Schumacher, wird in der riesigen Vitrine für die jeweiligen Fahrer geehrt. © Portal-Manufaktur / Stephan Hellmund

  • Nicht ganz so erfolgreich wie in der Formel 1 waren Ferraris Einsätze im Grand Prix-Sport. Kein Grund, das nicht trotzdem zu feiern, hier mit einem wunderschönen 512 S von 1970. © Portal-Manufaktur / Stephan

    Nicht ganz so erfolgreich wie in der Formel 1 waren Ferraris Einsätze im Grand Prix-Sport. Kein Grund, das nicht trotzdem zu feiern, hier mit einem wunderschönen 512 S von 1970. © Portal-Manufaktur / Stephan Hellmund

  • Das Museo Casa Ferrari umfasst auch die Reste des Hauses, in dem Enzo Ferrari auf die Welt kam. Es wurde mit einem sehr modernen Bau ergänzt, welches früher beispielsweise ... © Portal-Manufaktur / Stephan

    Das Museo Casa Ferrari umfasst auch die Reste des Hauses, in dem Enzo Ferrari auf die Welt kam. Es wurde mit einem sehr modernen Bau ergänzt, welches früher beispielsweise ... © Portal-Manufaktur / Stephan Hellmund

  • ... den extrem seltenen Ferrari 166 MM Touring beherbergte. Doch nicht nur das: Rechts im Hintergrund ist auch ein Maserati zu sehen, man war hier nicht markenblind. © Portal-Manufaktur / Stephan

    ... den extrem seltenen Ferrari 166 MM Touring beherbergte. Doch nicht nur das: Rechts im Hintergrund ist auch ein Maserati zu sehen, man war hier nicht markenblind. © Portal-Manufaktur / Stephan Hellmund

  • Aus und vorbei, jedenfalls bei dieser Sonderausstellung. Auch hier gibt es exzellente Fahrzeuge zu sehen, wie diesen Ferrari Daytona Spider. Er steht für den offenen Ferrari, der im Film "The Thomas Crown Affair" von 1968 zu...

    Aus und vorbei, jedenfalls bei dieser Sonderausstellung. Auch hier gibt es exzellente Fahrzeuge zu sehen, wie diesen Ferrari Daytona Spider. Er steht für den offenen Ferrari, der im Film "The Thomas Crown Affair" von 1968 zu sehen ist - allerdings fuhr Schauspieler Steve McQueen dort einen 275 GTS4. © Portal-Manufaktur / Stephan Hellmund

  • Vom Typ her richtig ist dieser Testarossa, der in der US-Kultserie "Miami Vice" verwendet wurde. Allerdings war das Filmauto weiß. © Portal-Manufaktur / Stephan

    Vom Typ her richtig ist dieser Testarossa, der in der US-Kultserie "Miami Vice" verwendet wurde. Allerdings war das Filmauto weiß. © Portal-Manufaktur / Stephan Hellmund

  • Ein Knaller allerdings ist dieser "Thomassima 3" vom amerikanischen Designer Tom Meade. Es ist ein Custom Car auf Basis eines Ferrari 250 GT und spielte unter anderem in "Herbie"-Filmen mit. © Portal-Manufaktur /...

    Ein Knaller allerdings ist dieser "Thomassima 3" vom amerikanischen Designer Tom Meade. Es ist ein Custom Car auf Basis eines Ferrari 250 GT und spielte unter anderem in "Herbie"-Filmen mit. © Portal-Manufaktur / Stephan Hellmund

  • Den guten Eindruck verscheucht allerdings sofort wieder dieser Ferrari 430. Ein bedruckter Aufkleber genügt, schon ist das "Cars"-Filmauto fertig. Zur Erinnerung: Porsche baute ein komplettes Auto nach. ©...

    Den guten Eindruck verscheucht allerdings sofort wieder dieser Ferrari 430. Ein bedruckter Aufkleber genügt, schon ist das "Cars"-Filmauto fertig. Zur Erinnerung: Porsche baute ein komplettes Auto nach. © Portal-Manufaktur / Stephan Hellmund

  • Natürlich hängt auch im Casa Enzo Ferrari etwas an der Wand, in diesem Fall die originale Holzform für die Karosserie des Rennsporttypen 365P von 1966. © Portal-Manufaktur / Stephan

    Natürlich hängt auch im Casa Enzo Ferrari etwas an der Wand, in diesem Fall die originale Holzform für die Karosserie des Rennsporttypen 365P von 1966. © Portal-Manufaktur / Stephan Hellmund

  • In den Resten des Geburtshauses ist eine zweite Ausstellung untergebracht, bei der es vor allem um die verschiedenen Motoren gibt. Aber auch dieses Rennboot findet sich hier, natürlich ebenfalls mit Ferrari-Antrieb. ©...

    In den Resten des Geburtshauses ist eine zweite Ausstellung untergebracht, bei der es vor allem um die verschiedenen Motoren gibt. Aber auch dieses Rennboot findet sich hier, natürlich ebenfalls mit Ferrari-Antrieb. © Portal-Manufaktur / Stephan Hellmund

Raus, einfach mal raus. Wer eine Woche Zeit hat, Autofan ist und ein bisschen durch die Emilia Romana in Norditalien fahren möchte, dem fällt die Wahl der kulturellen Highlights leicht: Nicht weniger als vier Automuseen huldigen dort den Autos, dem Leben und der Geschichte zweier italienischer Machos, die sich gegenseitig angeblich nicht ausstehen konnten: Ferruccio Lamborghini (* 28. April 1916 in Renazzo; † 20. Februar 1993 in Perugia) und Enzo Ferrari (* 18. Februar (amtlich: 20. Februar) 1898 in Modena; † 14. August 1988 ebenda). 

Legendäre Feindschaft - Wahrheitsgehalt? Unklar

Auch wenn die Geschichte ihrer Feindschaft mittlerweile angezweifelt wird, ist sie zu schön, um sie nicht noch einmal zu erzählen: Gleich das erste Zusammentreffen der beiden muss ein denkwürdiges gewesen sein. Ferruccio Lamborghini, durch die Produktion von Klimaanlagen, Traktoren und elektrischen Bauteilen zu Ruhm und Reichtum gekommen, wollte sich über seine neueste Autoerwerbung mokieren.

Der Liebhaber schneller Autos beschwerte sich beim Hersteller direkt über die Qualität der Kupplung – doch da sein Wagen ein Ferrari 250 war, traf er auf niemand Geringeren als Enzo Ferrari selbst. Und schon standen sich zwei heißblütige Vollmachos bester italienischer Prägung gegenüber. Enzo Ferrari zögerte nicht lange und sah das Problem nicht bei seinem Auto, sondern bei dessen Fahrer: Als Traktorenbauer sei Lamborghini mit der feingliedrigen Technik des selbstverständlich fehlerfreien Autos wohl überfordert, meinte er spöttisch.

 Geburtshelfer Ferrari

Der Rest ist bekannt: Ferruccio Lamborghini zog ab und entschloss sich, seine eigenen Autos zu bauen. Und es Ferrari mal so richtig zu zeigen. Am Jahreswechsel 1962 / 1963 war es soweit. Mit der Konstruktion eigener Lamborghinis begann Ferrari eine ernste Konkurrenz zu erwachsen. Der steinreiche Lamborghini stellte dann 1964 mit seinem ersten Modell 350 GT sofort einen hochwertigen Sportwagen vor – dessen wichtigste Eigenschaft es gewesen ist, dass er schneller als vergleichbare Ferraris war.

Das blieb fortan so, Lamborghinis gelten seitdem immer als die etwas stärkere, noch extremere Variante des Supersportwagens. Das hält die Anhängerschaft vergleichsweise klein, Lamborghini fertigt wesentlich weniger Fahrzeuge als Ferrari. Wahrscheinlich jedoch ist, dass beide von der Gegnerschaft profitierten, auch wenn sie es nicht wahrhaben wollten. Gerade der Wettlauf der beiden Firmenpatriarchen um den besten Supersportwagen dürfte die Innovationsgeschwindigkeit enorm angefacht haben.

Aber erstmal auf zu Porsche!

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Porsche liegt auf dem Weg

Also los. Da mich mein Weg beruflich von Hamburg nach Stuttgart führte, lag ein Zwischenstopp nahe: Die Firma Porsche musste besucht werden, die immer noch als Sportwagenbauer gilt, obwohl sie heute den Hauptteil ihrer Gewinne mit Viertürern macht, die meisten davon sogar SUV. Das zweite Vorurteil über Porsche ist, dass es eine sehr deutsche Firma sei. Tatsächlich hat Porsche jedoch starke tschechische und vor allem österreichische Wurzeln, was in diesem Museum deutlich wird.

Und so stehe ich im regnerischen Sommer 2016 morgens um 9.00h In Weissach bei Stuttgart, der größten Produktionsstätte Porsches. Das 2009 neueröffnete Museum sollte mir einen Blick in die glorreiche Vergangenheit als Sportwagenbauer ermöglichen und den verklärten Blick auf eine Zeit vor Cayenne und Macan oder gar dem ersten Panamera ermöglichen.

Die aktuelle Modellpalette sollte man in Museen einfach ertragen

Um ein Fazit der Reise gleich vorwegzunehmen: Man sollte Marketing-Abteilungen verbieten. Zumindest sollte man ihnen ausreden, dass Museen dafür da sind, neben nutzlosen alten Autos, an denen man als Hersteller kaum noch Geld verdienen kann, die aktuelle Modellpalette zu zeigen. Wer ein Museum betritt, will mehr über die Herkunft der Marke, der Modelle und im besten Fall auch über die Macher hinter den Autos erfahren.

Der Trend geht jedoch in die andere Richtung, und das zieht sich seit einiger Zeit durch Museen, Ausstellungen und Messen. Beispiel Techno-Classica 2016 in Essen, die weltgrößte Oldtimer-Messe. Mercedes nutzt den Rahmen, zeigt und bemüht zur Präsentation des aktuellen S-Klasse Cabrios das angebliche historische Vorbild aus dem 60er Jahren, den W111 (1961 bis 1971). Citroen zeigt die Studie des E-Meharis und stellt das klassische Vorbild von 1968 daneben. Porsche nennt den neuen Boxster nun mit dem Beinamen 718 in Anlehnung an den berühmten, gleichnamigen Rennwagen aus 1957. Soll heißen: Hey, alles nicht so schlimm, auch der jetzige Verzicht auf den Sechszylinder und Ersatz durch einen vergleichsweise schnöden Vierzylinder wie im neuen Boxster hat schon damals geklappt.

Der Schuss geht nach hinten los

Was daran bis zur Fremdschämerei nervt: Die Klassiker gewinnen den Vergleich in jedem Fall. Das aktuelle Auto verliert, da es weder Charme noch Geschichte hat. Ob das der vom Marketing erwünschte Effekt ist?

Bei Porsche steht also die aktuelle Modellpalette im Museum, aber in diesem Fall stört es fast nicht. Der Grund dafür ist, dass es vergleichsweise dezent geschieht und die anderen Exponate sehr aufwendig und schön präsentiert sind. Ob Rennsport oder Straßen-Sportwagen, alles ist logisch miteinander verbunden und aufwendig gezeigt. In diesem Sommer lief eine Sonderausstellung zum Thema Transaxle-Sportwagen, also die Modelle mit Motor vorn und Getriebe an der angetriebenen Hinterachse. Die Verwendung des Begriffes Transaxle für diese Bauform ist rein technisch gesehen zwar nicht ganz richtig, aber trotzdem sind beispielsweise der Kombi oder das Cabrio auf 928-Basis ebenso interessant wie der erste und leicht pummelig wirkende 924-Prototyp (siehe Bildergalerie).

Begeisterung bei Ferrari, Flaute bei Lamborghini?

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Sonderausstellung beim Casa Enzo Ferrari

Auch weitere Studien oder Filmautos wie den nachgebauten Porsche 911 für den animierten Pixar-Film „Cars“ aus dem Jahr 2006 zeigt das Museum. Die rund 600 Kilometer Fahrt ins norditalienische Modena bringt am nächsten Tag weitere Filmautos. Es gibt zwei Ferrari-Museen bei Modena. Das offizielle und das Casa Museo Enzo Ferrari, welches um die Reste des Geburtshauses Enzo Ferraris herum gebaut wurde (Eröffnung 2012). Bei meinem Besuch vor drei Jahren war das futuristische Gebäude eine faszinierende Erfahrung, die fast schon als Blaupause für ein Museum gelten könnte.

Auf stilvollen Podesten präsentierten sich Fahrzeuge auch anderer Marken, die das Leben Enzo Ferraris prägten. So fanden sich Fahrzeuge nicht nur von Ferrari, sondern beispielsweise die frühen Alfa Romeos, mit denen sich die Scuderia Ferrari vor dem Bau eigener Rennwagen als Rennstall hervortat. Solche Autos bekam man äußerst selten zu Gesicht – und jetzt gar nicht mehr.

Leider fehlen die alten Stars

An der Außenwand des Museo Casa Ferrari gibt es immer noch eine Sammlung zeitgeschichtlicher Dokumente zu sehen, die aus dem Leben des Firmengründers erzählen. Die besonderen Autos jedoch wurden für eine Sonderausstellung beiseite geräumt, die Ferraris Filmautos zeigt. Da findet sich der Testarossa aus der US-Fernsehserie Miami Vice ebenso wie der 308er des Privatdetektives Magnum.

Es ist nicht mal so sehr der qualitative Abfall gegenüber den vorherigen Exponaten, der stört. Das Ganze ist leider ziemlich schluderig gemacht und fällt auch dem auf, der die alte Ausstellung nicht kannte. Klar, es muss nicht das tatsächliche Filmauto aus Miami Vice sein, aber der Film-Ferrari war weiß, das Exponat ist rot. Der Ferrari Dino 246 aus der englischen Fernsehserie „Die 2“ (Originaltitel: The Persuaders!) trägt zwar das richtige Rot, aber im TV fuhr der GT, in der Ausstellung steht der offene GTS. Irgendwie wirkt das Ganze, als ob jemand bei einem großen Ferrari-Gebrauchtwagenhändler auf Ausleihe gewesen sei und man schnell die Schilder dazu passend gemacht hätte.

Irgendwie lieblos und schnell gemacht

Besonders gut dokumentiert die schnelle Machart der Ausstellung der Ferrari 360, ebenfalls aus dem Film „Cars“. Porsche machte sich die Mühe, das computertechnisch entstandene Filmauto aus einem echten 911 nachzubauen und veränderte dafür jedes Karosserieteil. Das Auto ist sogar fahrbereit. Und bei Ferrari? Da genügt es, die Frontscheibe mit einem Aufkleber zu versehen, der zwei Augen zeigt.

Trotzdem gilt natürlich auch hier: Es sind Ferraris und somit einen Besuch wert. Nur bleibt das Gefühl, dass man dies hätte besser machen können. Ein spezieller Fall ist dagegen das offizielle Ferrari-Museum. Es ist sehr professionell gemacht. Auch dieses hat sich im Laufe der Jahre gewandelt, verschwunden sind Exponate wie der Dienst-Ferrari 308 des von den italienischen Formel 1-Fans bis heute geliebten Gilles Villeneuve (1950 bis 1982). Seine spektakuläre Fahrweise ist bis heute berühmt, sein früher Tod in einem Ferrari-Formel 1 1982 in Belgien verstärkte den Mythos nur.

Hypersportler und entspannte Ruhe im Tempel

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Die Hypersportler ziehen in den Bann

Auch Windkanalmodelle mit denen sich die Technik hinter den Straßensportlern erklären ließe, fehlen heute. Hinter dem Eingang stehen dafür ganz besondere Ferraris. Etwa alle zehn Jahre bringt Ferrari eine limitierte Auflage von Supersportwagen (heute gerne Hypersportwagen genannt) heraus, der bekannteste ist wahrscheinlich der F40. Der Besucher kann hier die ganze Palette dieser Sammlerstücke sehen, angefangen vom 288 GTO (1984) bis hin zum aktuellen Ferrari LaFerrari (2013),  von dem nur 499 Stück produziert wurden und das bei einem Preis von rund einer Million Euro.

Das geht schon mal gut los, denkt man sich. Allerdings geht es für Fans der Serienferraris nicht gut weiter, denn der Rest des Museum konzentriert sich voll und ganz auf die glorreiche Renngeschichte des Hauses. Unterteilt in Formel 1 und GP-Rennsport finden sich dort Raritäten aus beiden Rennserien. Diese sind zudem spektakulär aufbereitet (siehe Bildergalerie). Wer sich für die Renngeschichte Ferraris begeistern kann, erlebt hier sein rotes Wunder – für die anderen lohnen  sich die 15 Euro Eintritt eher nicht.

Lamborghini renovierte allen Charme weg

Und wie schlägt sich der ewige Herausforderer, Lamborghini? Ganz unterschiedlich. Das offizielle Museum direkt am Werk ist ziemlich klein, und auch dieses wurde in den vergangenen Jahren renoviert. Lamborghini feiert dieses Jahr den 50. Geburtstag des wegweisenden Supersportwagens Miura. Folgerichtig sind nicht nur Miuras ausgestellt, sondern auch ein Chassis, der einzige jemals gebaute Spider und … nichts. Keine Erklärung, keine weitere Huldigung (so etwas müsste schon sein in Italien) oder gar die geschichtliche Einordung des Miuras als Trendsetter für die Mittelmotorbauweise.

Das Lamborghini-Museum zeigt auf sehr beengtem Raum zwar ein paar spektakuläre Designstudien, aber es erzählt nichts. Zu bemüht wirken das Ausstellen der aktuellen Modellpalette und der Blick in die Zukunft. Dass Lamborghini an einem SUV namens Urus arbeitet, ist längst kein Geheimnis mehr. SUV und Lamborghini, da war doch mal etwas? Genau: Das LM 002 genannte V12-Monster, welches ein kolossaler Flop war und die Firma wieder einmal in die Pleite trieb. Der LM 002 steht neben der Urus-Designstudie und versucht bemüht, die Klammer zwischen Vergangenheit und Zukunft zu bilden.

Steril und ohne den Gründer

In beiden Ferrari-Museen gibt es Ausstellungsstücke zum legendären Enzo Ferrari wie das (angeblich) echte spartanische Arbeitszimmer oder das erste Auto seines Vaters zu sehen. Bei Lamborghini dagegen gibt es nicht einmal ein Foto des verehrten Firmengründers Ferruccio Lamborghini zu sehen. Wer es nicht besser wüsste könnte annehmen, die spektakulären Autos seien irgendwie alleine vom Band gefallen.

Das zweite Lamborghini-Museum ist da komplett anders. Es ist mit dem Sohn Tonino Lamborghini verbunden und man macht nichts falsch, wenn man es als Tempel bezeichnet. Ferruccio Lamborghinis Leben, sein Wirken als Erfinder und Geschäftsmann – hier wird es zelebriert. Die Firma startete als Traktorenhersteller, auch Klimaanlagen und elektrische Bauteile produzierte Ferruccio Lamborghini. Neben allerlei Fotos, Memorabilia und Zeitungsausschnitten wird dieser im Werksmuseum völlig unterschlagene Aspekt gezeigt. Sogar der Prototyp eines Hubschraubers, Kunstwerke zu den Autos und ein komplettes Powerboat stehen für den Besucher bereit.

Der Tempel für den Gründer

Es ist nicht nur der um ein Zigfaches größere Platz der ehemaligen Fabrikhallen, der Begeisterung aufkommen lässt. Dieses Museum lebt, man kann beispielsweise die Entstehung des Einsteigermodells Urraco anhand der Prototypen sowie des Serienmodells einordnen. Schlendern, die Ausstellungsstücke in Ruhe auf sich wirken lassen – das ist hier im Gegensatz zu allen anderen Museen möglich.

Kleine Mängel darf man bemerken, aber sie machen irgendwie den Charme des Museum aus. Die beiden ausgestellten Miura und Countach sollen natürlich die ehemaligen Privatwagen des Firmenpatriarchen sein – so wie fast jeder Miura oder Countach, der zum Verkauf steht… Und ob der spektakuläre Espada-Prototyp mit den beiden riesigen Flügeltüren wirklich echt ist?

Anstatt sich über so etwas Gedanken machen wird man hier zum Nachdenken angeregt und  bekommt über die Privatwagen derer zu Lamborghini auch Zeit, sich über die damalige Atmosphäre Gedanken zu machen. Ausgestellt wird nämlich auch ein Ferrari 250 – also genau das Modell, mit dem der legendäre Streit zwischen Enzo Ferrari und Ferruccio Lamborghini seinen Ausgang genommen haben soll. Die dazugehörige Geschichte wird nirgendwo erzählt.

Vielleicht stimmt sie wie eingangs erwähnt gar nicht, aber diese, genau diese Miura und Countach gehörten tatsächlich Ferruccio Lamborghini? Irgendwie ist es egal – wichtig ist nur, dass es sich hier und heute richtig anfühlt.

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