Diese Seite benötigt Javascript! Bitte aktivieren Sie Javascript für eine korrekte Darstellung.

Herbststurm «Fabienne» hinterlässt große Schäden

24.09.2018 - Kaum hat der Herbst kalendarisch begonnen, zieht ein schwerer Sturm über Süd- und Mitteldeutschland. Eine Frau stirbt, ein Junge ist in Lebensgefahr. Bahn- und Flugverkehr kehren langsam zurück zur Normalität.

  • Abgedeckte Dächer in Nieder-Olm in Rheinland-Pfalz. Foto:Stenzel/Wiesbaden112.de © dpa - Deutsche Presse-Agentur

    Abgedeckte Dächer in Nieder-Olm in Rheinland-Pfalz. Foto:Stenzel/Wiesbaden112.de © dpa - Deutsche Presse-Agentur GmbH

  • Umgeknickte Bäume blockieren im bayerischen Ebrach eine Straße: In weiten Teilen Süd- und Mitteldeutschlands mussten Straßen gesperrt und von Bäumen befreit werden. Foto: Nicolas Armer © dpa - Deutsche...

    Umgeknickte Bäume blockieren im bayerischen Ebrach eine Straße: In weiten Teilen Süd- und Mitteldeutschlands mussten Straßen gesperrt und von Bäumen befreit werden. Foto: Nicolas Armer © dpa - Deutsche Presse-Agentur GmbH

  • Auch dieses Gartenhaus im rheinland-pfälzischen Nieder-Olm konnte der Wucht von «Fabienne» nicht standhalten. Foto: Stenzel/Wiesbaden112.de © dpa - Deutsche Presse-Agentur

    Auch dieses Gartenhaus im rheinland-pfälzischen Nieder-Olm konnte der Wucht von «Fabienne» nicht standhalten. Foto: Stenzel/Wiesbaden112.de © dpa - Deutsche Presse-Agentur GmbH

  • Im bayerischen Untersteinach wurde das Dach eines Hauses fast vollständig abgedeckt. Foto: Nicolas Armer © dpa - Deutsche Presse-Agentur

    Im bayerischen Untersteinach wurde das Dach eines Hauses fast vollständig abgedeckt. Foto: Nicolas Armer © dpa - Deutsche Presse-Agentur GmbH

  • «Fabienne» hat auch das Münchner Oktoberfest gestreift. Einige Fahrgeschäfte stellten vorsorglich zeitweise ihren Betrieb ein. Foto: Felix Hörhager © dpa - Deutsche Presse-Agentur

    «Fabienne» hat auch das Münchner Oktoberfest gestreift. Einige Fahrgeschäfte stellten vorsorglich zeitweise ihren Betrieb ein. Foto: Felix Hörhager © dpa - Deutsche Presse-Agentur GmbH

  • Abgeknickter Apfelbaum im bayerischen Ebrach. Foto: Nicolas Armer © dpa - Deutsche Presse-Agentur

    Abgeknickter Apfelbaum im bayerischen Ebrach. Foto: Nicolas Armer © dpa - Deutsche Presse-Agentur GmbH

  • Blick auf ein durch Sturm «Fabienne» zerstörtes Haus im sächsischen Brünlos. Foto: Bernd März © dpa - Deutsche Presse-Agentur

    Blick auf ein durch Sturm «Fabienne» zerstörtes Haus im sächsischen Brünlos. Foto: Bernd März © dpa - Deutsche Presse-Agentur GmbH

  • Der geparkte Transporter war der Wucht des des Sturmtiefs «Fabienne» nicht gewachsen. Foto: Johannes Krey © dpa - Deutsche Presse-Agentur

    Der geparkte Transporter war der Wucht des des Sturmtiefs «Fabienne» nicht gewachsen. Foto: Johannes Krey © dpa - Deutsche Presse-Agentur GmbH

Der erste schwere Sturm im kalendarischen Herbst hat große Schäden in Süd- und Mitteldeutschland verursacht. Feuerwehr und Technisches Hilfswerk waren am Sonntag vielerorts im Dauereinsatz. Die Reisepläne Tausender wurden durcheinandergewirbelt.

Von Sturmtief «Fabienne» waren besonders Rheinland-Pfalz, Hessen, Thüringen, Sachsen, Baden-Württemberg und Bayern betroffen.

Auf einem Campingplatz in Bayern erschlug ein umstürzender Baum eine 78 Jahre alte Frau, wie die Polizei im Landkreis Bamberg mitteilte. Sie starb noch am Unglücksort. In Baden-Württemberg wurde ein vierjähriger Junge lebensgefährlich verletzt. Eine Orkanböe hatte in Epfenbach eine große Buche auf das Auto kippen lassen, in dem er saß.

Zahlreiche Bäume stürzten im Süden Deutschlands auch auf Bahngleise und Oberleitungen, wie eine Sprecherin der Deutschen Bahn sagte. Der Verkehr war stundenlang eingeschränkt. In Stuttgart, München, Nürnberg, Regensburg und Basel stellte die Bahn Hotel-Züge bereit, um gestrandete Fahrgäste unterzubringen. Am Montag waren fast alle Hauptstrecken wieder frei. Es war aber weiter mit Verspätungen zu rechnen. Gesperrt war noch die IC-Strecke Nürnberg-Regensburg.

In einigen Regionen kam es zu Unfällen im Bahnverkehr, die aber glimpflich verliefen: In Sachsen und Bayern kollidierten Züge mit umgestürzten Bäumen. Mehrere Triebwagen wurden beschädigt, verletzt wurde jedoch niemand.

Am Frankfurter Flughafen - Deutschlands größtem Airport - waren die Sturmfolgen ebenfalls zu spüren. «Es ist etwas voller als sonst», sagte ein Sprecher des Betreibers Fraport am Montagmorgen. Etwa 130 Flüge waren am Sonntag wegen des Sturms und Regens abgesagt worden.

Das Sturmtief «Fabienne» streifte auch das Münchner Oktoberfest. Einige Fahrgeschäfte stellten am Sonntagabend zeitweise ihren Betrieb ein, wie der Sprecher der Schausteller sagte. Das Unwetter habe das Fest aber nicht in voller Stärke erreicht. Das Oktoberfest ist mit sechs Millionen erwarteten Gästen das größte Volksfest der Welt.

In weiten Teilen Süd- und Mitteldeutschlands wurden Straßen wegen des Unwetters gesperrt. In Sachsen war vor allem der Erzgebirgskreis betroffen. «Anrufer berichteten uns von einem Tornado», sagte ein Sprecher der örtlichen Feuerwehr. Hausdächer seien weggeflogen, ein Gebäude habe gestützt werden müssen und gelte als einsturzgefährdet. Vier Rinder starben im Osterzgebirge, als eine Stromleitung zerriss und auf ein Feld fiel.

In Tschechien führte «Fabienne» zu Stromausfällen. Am Montag waren den Energieversorgern zufolge noch rund 70.000 Haushalte ohne Strom, in der Nacht waren es doppelt so viele gewesen. Bei Olomouc (Olmütz) im Osten des Landes wurden zwei Menschen verletzt, als ein Baum auf ihr Wochenendhaus fiel, wie die Agentur CTK berichtete.

In der Schweiz traf «Fabienne» laut Agentur SDA vor allem den Flugverkehr. An den Flughäfen Zürich, Basel und Genf gab es am Sonntagabend bei fast allen Starts und Landungen deutliche Verspätungen.

Schließen

Aus Sicherheitsgründen werden Sie nach 30 Minuten Inaktivität vom System abgemeldet.

Um das zu verhindern, werden Sie bitte vor Ende dieses Zeitraums wieder aktiv.

Nach erfolgtem Logout können Sie sich erneut anmelden.
Aus Sicherheitsgründen wurden Sie nach 30 Minuten Inaktivität vom System abgemeldet. Bitte loggen Sie sich erneut ein.

Homepage aktualisieren