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Demonstration der Stärke

02.04.2018 - Sowohl die schreibenden, als auch die für die laufenden Bilder zuständigen Medienkollegen hatten sich vor der Partie der Münchner Bayern gegen die Borussia aus Dortmund wirklich allergrößte Mühe gegeben, das Spiel zu dem „Überkracher“ hochzustilisieren, der es vor ein paar Jahren noch war. Doch leider wurde die Hoffnung, die alleiniger Treiber dieser Stilisierung gewesen sein kann, nicht ansatzweise erfüllt, zumindest nicht vom drittplatzierten BVB. Der amtierende und kommende Meister fegte die Borussen nämlich glatt mit 6:0 aus der Allianz-Arena.

  • Auch wenn der Osterhase die Meisterschale noch nicht gebracht hat: Der FC Bayern präsentierte sich im „Spitzenspiel“ in glänzender Spiellaune. Thomas Müller (l., gegen Roman Bürki) erzielte seinen siebten Saisontreffer...

    Auch wenn der Osterhase die Meisterschale noch nicht gebracht hat: Der FC Bayern präsentierte sich im „Spitzenspiel“ in glänzender Spiellaune. Thomas Müller (l., gegen Roman Bürki) erzielte seinen siebten Saisontreffer - Foto: Frank Hoermann/Sven Simon © dpa – Deutsche Presse-Agentur GmbH / dpa – Deutsche Presse-Agentur GmbH

  • Rat- und fassungslos: Nach seiner ersten Bundesliga-Niederlage mit dem BVB weht Trainer Peter Stöger ein eisiger Wind ins Gesicht – Foto: Frank Hoermann/Sven Simon © dpa – Deutsche Presse-Agentur GmbH	 / dpa – Deutsche...

    Rat- und fassungslos: Nach seiner ersten Bundesliga-Niederlage mit dem BVB weht Trainer Peter Stöger ein eisiger Wind ins Gesicht – Foto: Frank Hoermann/Sven Simon © dpa – Deutsche Presse-Agentur GmbH / dpa – Deutsche Presse-Agentur GmbH

  • Wohin geht die Reise für Thomas Tuchel? Nach München schon einmal nicht. Der ehemalige BVB-Trainer ist in der nächsten Saison wieder im internationalen Geschäft - Foto: Bernd Thissen © dpa – Deutsche Presse-Agentur...

    Wohin geht die Reise für Thomas Tuchel? Nach München schon einmal nicht. Der ehemalige BVB-Trainer ist in der nächsten Saison wieder im internationalen Geschäft - Foto: Bernd Thissen © dpa – Deutsche Presse-Agentur GmbH / dpa – Deutsche Presse-Agentur GmbH

  • Demnächst wird der Dialog zwischen Dortmunds Geschäftsführer Hans-Joachim Watzke (l.) und Experte Matthias Sammer wieder intensiviert – Foto: sampics
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    Demnächst wird der Dialog zwischen Dortmunds Geschäftsführer Hans-Joachim Watzke (l.) und Experte Matthias Sammer wieder intensiviert – Foto: sampics © dpa – Deutsche Presse-Agentur GmbH / dpa – Deutsche Presse-Agentur GmbH

Dabei geriet der FC Bayern zum Alleinunterhalter und sorgte dafür, dass die Kopfschmerzen der BVB-Verantwortlichen in Sachen Trainersuche nun noch größer werden. Der Sixpack, den die Bayern ihren noch vor wenigen Jahren auf Augenhöhe agierenden Gästen einschenkten, schmeckte Sportdirektor Michael Zorc und Vorstandsboss „Aki“ Watzke sichtbar gar nicht. Denn die Hoffnung, mit dem bis dahin in der Bundesliga ungeschlagen gebliebenen Coach Peter Stöger in die neue Saison gehen zu können (sein Kurzzeit-Vertrag läuft zum 30. Juni aus), verpuffte quasi vor ihren Augen. Den zuvor nicht gerade spielerisch überzeugenden Leistungen ließ der BVB in München einen Offenbarungseid folgen. Ein Eid gegen Stöger!

Trainersuche wird zur Mammutaufgabe

Blöd nur, dass die Partie und vor allem das Ergebnis quasi als Empfehlungsschreiben und Entscheidungsgrundlage für einen neuen Coach herhalten kann und wird. Denn noch blöder ist, dass der BVB beim Buhlen um einen neuen Übungsleiter den deutschen Rekordmeister als direkten Konkurrenten hat, weil in München die Heynckes-Nachfolge ebenfalls vakant ist. Und da das Profil des jeweils neuen Coaches ähnlich gestrickt sein soll (deutschsprachiger Perspektivtrainer mit ersten erworbenen internationalen Sporen), werden sich die begehrten und umgarnten Lucien Favre, Ralph Hasenhüttl, Nico Kovac und Julian Nagelsmann im Zweifel sicherlich für die Variante A, FC Bayern, entscheiden.

Tuchel-Verpflichtung scheitert an Uneinigkeit

Und das, obgleich auch der neue FCB-Trainer eine B-Lösung (oder besser C-Lösung) darstellen wird, denn der Wunschtrainer der Münchner nach Heynckes - Thomas Tuchel - hat bereits bei einem anderen Klub unterschrieben. Zu lange war man sich in den Führungsgremien (Vorstands-, Sport- und Aufsichtsrats-Boss) der Bayern nach der nochmaligen Erklärung von „Don Jupp“, definitiv nicht weitermachen zu wollen, uneins über die Verpflichtung des ehemaligen BVB-Trainers. Insbesondere Uli Hoeneß soll (zu) lange Zweifel gehegt haben, so dass Thomas Tuchel, als endlich Einigkeit in München herrschte und Verhandlungen nichts mehr im Wege stand, am Gründonnerstag bekannt gab, nicht mehr zur Verfügung zu stehen. Und zwar, weil er bereits einen Vertrag bei einem anderen Klub zur neuen Saison unterschrieben habe. Bitter für die Bayern, denn Tuchel wird vermutlich bei einem internationalen Konkurrenten in Kürze das Zepter schwingen. Ob es am Ende tatsächlich Paris St. Germain sein wird, weiß bis jetzt nur Tuchel selbst.

Beratungskompetenz für den BVB

Da ist Ex-Bayern-Sportchef Matthias Sammer schon einen großen Schritt weiter, denn er wird definitiv als Berater seine „Echte Liebe“ wieder unterstützen. Sammer, der als Spieler (1995 und 1996) und Trainer (2002) mit dem BVB Meister wurde sowie 1997 die Champions League gewann, erklärte sich gegenüber Eurosport wie folgt: "Ich werde dem Klub als Gesprächspartner zur Verfügung stehen, aber mit größeren Abständen. Es wird eine größere Sitzung alle zwei Wochen geben, wo man sich austauschen kann." Da er sich nach eigener Aussage aus dem operativen Geschäft heraushalten will, dürfen wir gespannt sein, welche Auswirkungen seine Tätigkeit haben wird. In der aktuell schwierigen (Schief-)Lage des Klubs allemal eine gute Entscheidung, im Zweifel von Matthias Sammers nachweislich vorhandener Kompetenz profitieren zu können.

50+1-Regel ad absurdum

Erinnern Sie sich noch: Im Januar 2011 stand Sammer unmittelbar vor der Unterschrift als Sportdirektor bei einem anderen Bundesligisten - dem HSV. Heute fast unvorstellbar, dass die Hanseaten mal in dieses obere Regal greifen konnten. Denn eine solche Kompetenz fehlt in Hamburg nach wie vor. Dort werden die Abstiegssorgen nicht kleiner und die Geldsorgen immer größer. „Wir befinden uns am tiefsten Punkt der Vereinsgeschichte“, konstatierte HSV-Präsident Bernd Hoffmann unter der Woche. Genau an diesem Punkt musste Hoffmann erneut den Bittgang zu Großinvestor Klaus- Michael Kühne antreten, denn beim HSV gehen die Verantwortlichen davon aus, für die benötigte Zweitliga-Lizenz (Abgabe der Unterlagen: 3. April!) im Nachgang zusätzliche DFL-Auflagen in zweistelliger Millionenhöhe aufgebrummt zu bekommen. „KMK“ hat bereits Bereitschaft signalisiert, für Alternativmodelle angefragte Banken dem Flurfunk nach zu urteilen eher nicht. So sinnvoll die „50+1“-Regel im Grunde sein mag, gefühlt wird sie (auch) in Hamburg ad absurdum geführt!

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