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Borger/Sude fordern Beach-Königin Ludwig heraus

05.05.2019 - Nicht das designierte Topteam Ludwig/Kozuch, sondern die Herausforderinnen Borger/Sude sorgen für die erste Welttour-Medaille der deutschen Beachvolleyball-Damen auf dem Weg zu Olympia 2020. Das Stuttgarter Duo will mit dem erkämpften Vorteil nun wuchern.

  • Sammelten in Malaysia wichtige Punkte für Olympia: Karla Borger (l) und Julia Sude. Foto: Christian Charisius © dpa - Deutsche Presse-Agentur

    Sammelten in Malaysia wichtige Punkte für Olympia: Karla Borger (l) und Julia Sude. Foto: Christian Charisius © dpa - Deutsche Presse-Agentur GmbH

Wir sind on fire», übermittelten Karla Borger und Julia Sude aus dem heißen Malaysia. Das neue deutsche Beachvolleyball-Nationalteam setzte mit der Bronzemedaille beim Welttour-Turnier am Indischen Ozean im Ringen um die Startplätze für Olympia 2020 das erste Signal.

«Wir freuen uns sehr über die erste FIVB-Teammedaille. Auch wenn es "nur’ ein Drei-Sterne-Turnier war, waren wir schon ein wenig unter Druck, weil wir ja an Zwei gesetzt waren. Aber dem haben wir standgehalten», erklärte Blockerin Sude.

Das seit diesem Jahr zusammenspielende Nationalduo aus Stuttgart bringt aus Malaysia 480 Punkte für die Weltrangliste und eine Prämie von 5000 Dollar mit nach Hause. «Eine großartige Teamleistung», jubelten die 30 Jahre alte ehemalige Vizeweltmeisterin Borger und ihre ein Jahr ältere Partnerin Sude nach einem 2:0 (23:21, 21:19) bei Temperaturen über 35 Grad am Samstag im kleinen Finale gegen die Spanierinnen Paula Soria und Maria Carro.

Borger und Sude sind damit nach dem ersten gemeinsamen Welttour-Bronze auch im internen Ringen um die maximal zwei deutschen Frauen-Olympia-Tickets für Tokio 2020 erst einmal im Vorteil und wollen damit in den kommenden Wochen wuchern. Olympiasiegerin und Weltmeisterin Laura Ludwig, die nach Babypause nun mit der ehemaligen Hallen-Topspielerin Margareta Kozuch antritt, musste schon nach dem Achtelfinale die Koffer packen.

Eine Überraschung schafften in Kuala Lumpur Alexander Walkenhorst und Sven Winter (Düsseldorf), die nicht zu den geförderten deutschen Nationalteams gehören. Das Duo drang durch einen 2:0-Sieg im internen deutschen Duell gegen das Nationalteam Philipp-Arne Bergmann und Yannick Harms (Hamburg) bis ins Halbfinale vor. Am Ende blieb ihnen zwar eine Medaille verwehrt, der vierte Platz und 420 Weltranglistenpunkte, die für die Olympia-Qualifikation zählen, sind aber ein wertvoller Erfolg.

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