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«Sie war die Königin» - USA trauern um die «Queen of Soul»

17.08.2018 - Sie legen Blumen nieder, singen ihre Lieder und verzieren U-Bahn-Stationen: Nach dem Tod von Aretha Franklin trauern Fans in den USA um die legendäre Sängerin.

  • Blumen und Fotos auf Aretha Franklins Stern auf dem Hollywood Walk of Fame. Foto: Marcio Jose Sanchez © dpa - Deutsche Presse-Agentur

    Blumen und Fotos auf Aretha Franklins Stern auf dem Hollywood Walk of Fame. Foto: Marcio Jose Sanchez © dpa - Deutsche Presse-Agentur GmbH

Amerika trauert um die «Queen of Soul»: Nach dem Tod der Sängerin Aretha Franklin haben Fans im ganzen Land Andachten besucht, Kränze niedergelegt und ihre Hits gesungen.

Franklin war am Donnerstag im Alter von 76 Jahren in ihrem Haus in Detroit an Bauchspeicheldrüsenkrebs gestorben. Die Beisetzung wird US-Medien zufolge in Detroit erfolgen. Der Termin dafür soll Anfang kommender Woche bekanntgegeben werden.

Am Donnerstag und Freitag platzierten Menschen Blumen auf Franklins Stern auf dem Hollywood Walk of Fame und vor dem New Yorker Apollo Theater, wo Franklin in ihrer jahrzehntelangen Karriere oft aufgetreten war, zuletzt im Jahr 2010.

In New York verzierten Fans die U-Bahn-Station «Franklin Street», wie Fotos in den sozialen Medien zeigten. «R - E - S - P - E - C - T» und «Aretha makes me feel like a natural woman» standen etwa in Anlehnung an ihre Hits auf Aufklebern an den Wänden. Über viele der Stationsschilder mit der Aufschrift «Franklin Street» hatten Fans «Aretha» geschrieben. Die Station ist nach Benjamin Franklin benannt, einem der Gründerväter der USA.

Auch mehrere US-Musiker ehrten Aretha Franklin. Alicia Keys präsentierte ihre eigene Version des Franklin-Hits «Natural Woman» von 1967. Die 37-Jährige spielte den Song für die Radioshow der Rapperin Nicki Minaj ein. «Sie war in der Lage, so viele Menschen zu berühren», sagte Keys über Franklin. «Sie war definitiv die Königin.» Grande sang das Lied zu Beginn der Late Night Show von Jimmy Fallon und hatte dabei Tränen in den Augen. «Ich habe sie einige Male getroffen. Es war mir eine Ehre», sagte sie.

Unterdessen reklamierte US-Präsident Donald Trump in einer Kabinettssitzung am Donnerstag, Franklin habe «zu vielerlei Anlässen» für ihn gearbeitet, wie die «Washington Post» berichtet. Der Zeitung zufolge trat Franklin im Jahr 1988 in einem von Trumps Kasinos in der Stadt Atlantic City auf.

Die 1942 in Memphis im US-Bundesstaat Tennessee geborene Franklin wurde mit Titeln wie «Respect», «Chain of Fools» und «I Say a Little Prayer» berühmt. Für ihren von Gospel und Jazz beeinflussten Soulgesang wurde sie mit 18 Grammys ausgezeichnet. Mehr als 100 Lieder von ihr schafften es in die Charts.