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Turteltauben sind sehr gefährdet

13.02.2019 - Turteltäubchen sind an keinem Tag so präsent wie am Valentinstag - zumindest auf Bildern. In der richtigen Welt ist ihre Lage jedoch sehr ernst. Die Tierart gilt als gefährdet. Das hat mehrere Ursachen.

  • Turteltauben sind gefährdet. Die Gründe dafür reichen von Verlust der Lebensräume bis Wilderei. Foto: Frank Rumpenhorst © dpa - Deutsche Presse-Agentur

    Turteltauben sind gefährdet. Die Gründe dafür reichen von Verlust der Lebensräume bis Wilderei. Foto: Frank Rumpenhorst © dpa - Deutsche Presse-Agentur GmbH

Zum Valentinstag sind sie ein beliebtes Motiv: liebevoll turtelnde Täubchen. In Wahrheit ist die Lage der Turteltauben in Deutschland aber alles andere als rosig.

Seit Mitte der 1990er Jahre hat der Bestand der Streptopelia turtur um zwei Drittel abgenommen, schreibt die Bundesregierung auf Grünen-Anfrage. Seit 2015 ist sie demnach als «sehr gefährdet» eingestuft. Die Antwort des Umweltministeriums liegt der Deutschen Presse-Agentur vor.

UN-Experten zufolge macht den Tieren vor allem der Verlust an Brut- und Lebensräumen zu schaffen, außerhalb Deutschlands seien auch übermäßige Jagd und Wilderei ein Problem. Kleiner oder weniger gut erforscht sei der Einfluss von Chemikalien aus der Landwirtschaft, Krankheiten, Klimawandel und der Konkurrenz zur Ringeltaube.

«Wir haben in den letzten 25 Jahren zwei Drittel der Turteltauben verloren», sagte die naturschutzpolitische Sprecherin der Grünen im Bundestag, Steffi Lemke, der dpa. «Wenn diese Entwicklung so weiter geht, werden unsere Enkel dieses Tier nicht mehr in der freien Natur kennen lernen können.» Es sei alarmierend, wie schnell der Bestand zurückgehe und dass eine Allerweltsart wie die Turteltaube auf der Internationalen Roten Liste lande. Der Verlust sei aber nur ein «kleiner Ausschnitt» aus der Krise der Artenvielfalt.

Einen Hauptgrund dafür sieht Lemke in der industriellen Landwirtschaft. «In ausgeräumten Landschaften voller Monokulturen und Äckern belastet mit Pestiziden finden die Turteltauben immer weniger Futter und Brutplätze», sagte sie. Die Bundesregierung tue zu wenig, um das zu ändern.

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