Diese Seite benötigt Javascript! Bitte aktivieren Sie Javascript für eine korrekte Darstellung.

Retrospektive: Wer war eigentlich King Vidor?

23.02.2020 - Die Berlinale ehrt in diesem Jahr mit einer umfangreichen Retrospektive einen der einflussreichsten Pioniere Hollywoods. Auch in Berlin ist er kein Unbekannter.

  • Nina Mae McKinney und Daniel L. Haynes in einer Szene des Films "Hallelujah" von Regisseur King Vidor (1894-1982). Foto: Turner Enterainment/Berlinale/dpa © dpa - Deutsche Presse-Agentur

    Nina Mae McKinney und Daniel L. Haynes in einer Szene des Films "Hallelujah" von Regisseur King Vidor (1894-1982). Foto: Turner Enterainment/Berlinale/dpa © dpa - Deutsche Presse-Agentur GmbH

Die Berlinale stellt in diesem Jahr in der Retrospektive das Schaffen von King Vidor (1894-1982) vor. Mit Hits wie dem Kleine-Leute-Porträt «Ein Mensch der Masse» (1928), dem ersten allein mit Afroamerikanern besetzten Musik-Drama «Hallelujah» (1929) oder der Arbeitslosenstudie «Unser täglich Brot» (1934) setzte er Maßstäbe für anspruchsvolle, publikumswirksame Filmkunst.

Mit mehr als 80 Spielfilmen, die er als Regisseur, Produzent und Drehbuchautor geschaffen hat, gilt er noch heute als einer der ganz Großen des Kinos. Begonnen hat der Sohn eines texanischen Holzhändlers seine Karriere 1915 als Kameramann. 1925 wurde King Vidor mit dem Erster-Weltkrieg-Drama «Die große Parade» zu einem der bekanntesten Regisseure Hollywoods.

In der Folge hatte er vielfach freie künstlerische Hand. Noch im Stummfilm und später im Tonfilm fiel er mit Einfallsreichtum und Originalität auf. So wurde er zum Beispiel mit der Farbgestaltung im Edel-Western «Duell in der Sonne» (1946) zum Vorbild nachfolgender Regiestars wie Martin Scorsese und Quentin Tarantino.

Mit «Krieg und Frieden» (1956), seinem heute wohl bekanntesten Film, schuf er ein Musterbeispiel für geistreiche Literaturadaptionen. Wie dort mit Audrey Hepburn und Henry Fonda setzte King Vidor durchweg auf die Zugkraft populärer Stars, etwa Gary Cooper, Bette Davis, Jennifer Jones und Gregory Peck.

Im Laufe der Jahrzehnte bekam er fünf Oscar-Nominierungen, gewann die Statue aber nie. 1979 erhielt er einen Ehren-Oscar für sein Gesamtwerk. In Berlin ist er kein Unbekannter: 1962 hatte King Vidor den Vorsitz der internationalen Berlinale-Jury. Die Berlinale zeigt nun 35 seiner Filme aus fünf Jahrzehnten.

Schließen

Aus Sicherheitsgründen werden Sie nach 30 Minuten Inaktivität vom System abgemeldet.

Um das zu verhindern, werden Sie bitte vor Ende dieses Zeitraums wieder aktiv.

Nach erfolgtem Logout können Sie sich erneut anmelden.
Aus Sicherheitsgründen wurden Sie nach 30 Minuten Inaktivität vom System abgemeldet. Bitte loggen Sie sich erneut ein.

Homepage aktualisieren