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Chinesisches Drama «Bis dann mein Sohn» auf DVD

18.05.2020 - Zwei befreundete Ehepaare und eine Tragödie: Regisseur Wang Xiaoshuai erzählt in diesem Meisterwerk von Menschen und Zeitenwenden. Großes, preisgekröntes Kino

  • Wang Jingchun (l) als Liu Yaojun und Yong Mei als Wang Liyun in einer Szene des Films "Bis dann, mein Sohn". Foto: Piffl Medien/dpa © dpa - Deutsche Presse-Agentur

    Wang Jingchun (l) als Liu Yaojun und Yong Mei als Wang Liyun in einer Szene des Films "Bis dann, mein Sohn". Foto: Piffl Medien/dpa © dpa - Deutsche Presse-Agentur GmbH

Im letzten Jahr auf der Berlinale sorgte das große chinesische Drama «Bis dann, mein Sohn» für Furore. Die Hauptdarsteller Wang Jingchun und Yong Mei wurden mit jeweils einem Silbernen Bären als beste Darsteller ausgezeichnet. Die beiden spielen ein Ehepaar, dessen Schicksal von den 1980er Jahren bis in unsere Gegenwart erzählt wird.

Regisseur Wang Xiaoshuai («Beijing Bicycle - Fahrradiebe»; «11 Blumen») gelingt mit seinem fast dreistündigen Epos ein berührendes Porträt von einfachen Menschen, die mit den rapiden gesellschaftlichen Veränderungen in China zurechtkommen müssen und fast daran zugrunde gehen. Jetzt liegt «Bis dann, mein Sohn» (Piffl Medien) auf DVD vor.

Anfang der 1980er Jahre arbeiten Yaojun (Wang Jingchun) und seine Frau Liyun (Yong Mei) in einer Metallfabrik im Norden Chinas. Ihr kleiner Sohn Xingxing kommt am selben Tag zur Welt wie Haohao, der Sohn des befreundeten Ehepaars Yingming und Haiyan. Im Zuge der «Ein-Kind-Politik» lässt Liyun einige Jahre später schweren Herzens und auf Druck ihrer Freundin und Chefin Haiyan ihr zweites Kind abtreiben. Dann ereignet sich der Unfall, der das düstere Herz dieses Film bildet: Xingxing errinkt bei einem Badeunfall, seine traumatisierten, inzwischen arbeitslosen Eltern ziehen in den Süden Chinas, wo sie fast wie Fremde am Rande der Gesellschaft leben und einen Adoptivsohn annehmen.

Regisseur Wang Xiaoshuai erzählt diese Geschichte zweier Familien, die durch eine tiefe Freundschaft und eine grässliche Tragödie verbunden sind, nicht chronologisch, sondern in Vor- und Rückblenden, die sich dem Publikum aber gut erschließen. Wer die Gegenwart begreifen und meistern will, darf die Vergangenheit nicht leugnen. Dies könnte ein Fazit dieses zutiefst menschlichen Meisterwerks sein. Ein Film, der sich intensiv auf seine Figuren einlässt und dank der herausragenden Darsteller lange im Gedächtnis bleibt.

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