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Postpunk-Pioniere: A Certain Ratio und Barry Adamson

13.11.2018 - Sie stammen aus der Region Manchester und gelten als Pioniere der Postpunk-Bewegung: die weiße Funkband A Certain Ratio und der Allround-Musiker Barry Adamson. Höchste Zeit für eine Best-of-Würdigung.

  • A Certain Ratio brachten den Funk in den Punk. Foto: Paul Husband © dpa - Deutsche Presse-Agentur

    A Certain Ratio brachten den Funk in den Punk. Foto: Paul Husband © dpa - Deutsche Presse-Agentur GmbH

  • Von Nick Cave bis David Lynch: Barry Adamson hat eine große musikalische Bandbreite. Foto: Lee Jeffries © dpa - Deutsche Presse-Agentur

    Von Nick Cave bis David Lynch: Barry Adamson hat eine große musikalische Bandbreite. Foto: Lee Jeffries © dpa - Deutsche Presse-Agentur GmbH

Zwei britische Postpunk-Legenden werden rund 40 Jahre nach ihrem Start mit umfassenden Retrospektiven gewürdigt: der frühere Magazine- und Bad-Seeds-Mitstreiter Barry Adamson und A Certain Ratio, die einflussreiche Manchester-Band.

Auf einem Track von «acr:set», dem von Mute zusammengestellten Best-of-Sampler nach Wiederveröffentlichung einzelner Alben von A Certain Ratio im Vorjahr, finden beide zueinander: Adamson übernimmt die Lead-Vocals auf «Dirty Boy (Extended 2018)». Seine gravitätische Stimme krönt einen enorm rhythmischen Punk-Funk, mit dem ACR zu Wegbereitern für viel bekanntere Bands wie LCD Soundsystem, Franz Ferdinand oder Talking Heads wurden.

Die auf farbigem Doppel-Vinyl, CD und digital erschienene Platte verweist auf eine Band, die seit der Gründung 1978 trotz wechselvoller Besetzung bis heute um den Nukleus Jeremy Kerr, Martin Moscrop und Donald Johnson aktiv blieb. In ihren auf bretthartem Funk-Bass basierenden Sound ließen A Certain Ratio Latin, Jazz, Electro und tanzbaren Pop einfließen. All diese Elemente finden sich nun in den Tracks von «acr:set» - eine verdiente und verdienstvolle Ehrung.

Fast gleichzeitig veröffentlicht Barry Adamson - ebenfalls auf Mute - mit «Memento Mori (Anthology 1978-2018)» ein Album, das die vier Jahrzehnte währende Karriere des mittlerweile 60-jährigen Sängers, Songwriters und Arrangeurs abbildet. Die Kompilation ist als goldenes Doppel-Vinyl, als CD und digital erschienen.

Vom Song «Parade» (1978) mit Magazine über «From Her To Eternity»- als Gründungsmitglied von Nick Cave & The Bad Seeds - bis zu den bisher neun Adamson-Soloalben seit «Moss Side Story» (1988) gibt es hier viel zu entdecken. Vor allem die cineastischen, mit Streichern und jazzigen Bläsern aufgebrezelten Arrangements faszinieren - nicht zufällig taucht hier der Tribute-Track «The Man With The Golden Arm» auf, ein Adamson-Original heißt «007. A Fantasy Bond Theme», ein anderes «Jazz Devil».

Neben fiktiven Soundtracks sowie raffinierten Funk-, Soul- und Pop-Songs hat Barry Adamson dann auch tatsächlich Filmmusik geschrieben, darunter für David Lynch («Lost Highway») oder Oliver Stone («Natural Born Killers»). Und wie seine Landsleute A Certain Ratio hat sich dieser großartige Musiker die opulente Best-of-Würdigung - mit dem tollen neuen Song «The Hummingbird» - mehr als verdient.

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