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Spaniens Regierung will Ausgangssperre erneut verlängern

18.04.2020 - Seit dem 15. März befindet sich Spanien in einem strickten Lockdown. Die Maßnahmen sollen verlängert werden, für eine Bevölkerungsgruppe könnte es aber bald Lockerungen geben.

  • Ein Pendler geht durch den verlassenen Bahnhof «Estacio de Franca» in Barcelona. Foto: Matthias Oesterle/ZUMA Wire/dpa © dpa - Deutsche Presse-Agentur

    Ein Pendler geht durch den verlassenen Bahnhof «Estacio de Franca» in Barcelona. Foto: Matthias Oesterle/ZUMA Wire/dpa © dpa - Deutsche Presse-Agentur GmbH

In der Corona-Krise will die spanische Regierung den Notstand und die Ausgangssperre im ganzen Land erneut um zwei weitere Wochen bis Mitternacht des 9. Mai verlängern. Das kündigte Ministerpräsident Pedro Sánchez am späten Samstagabend in einer Rede an die Nation an.

Über die Verlängerung des sogenannten Alarmzustandes, der dritthöchsten Notstandsstufe, wird das Parlament wieder abstimmen müssen. Es wird jedoch eine breite Unterstützung auch der Opposition erwartet.

Der sozialistische Politiker verkündete derweil auch die Absicht, die strikte, seit dem 15. März geltende Ausgangssperre ab dem 27. April vor allem für Kinder bis zwölf Jahre etwas zu lockern. Über die Maßnahmen zur Lockerung sei allerdings noch nichts entschieden worden, sagte Sánchez. Gegebenenfalls werde man diese Maßnahmen auf die Entwicklung der Pandemie in den verschiedenen Regionen des Landes anpassen.

Man mache langsame und konstante Fortschritte im Kampf gegen das Coronavirus, betonte der Regierungschef. «Wir sehen am Horizont einen langsamen Marsch in Richtung einer neuen Normalität», sagte er.

Die knapp 47 Millionen Bürger Spaniens dürfen seit fünf Wochen nur in wenigen Ausnahmefällen aus dem Haus - in erster Linie um zur Arbeit oder zum Arzt zu fahren oder um Einkäufe zu tätigen. Spaziergänge und Sport im Freien sind unterdessen - anders als in anderen Ländern - strikt untersagt. Nach den USA und Italien ist Spanien mit mehr als 190.000 Infektionsfällen und über 20.000 Toten das von der Krise am schwersten betroffene Land der Welt.

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