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Kinderwagen ohne Speed-Limiter

11.03.2019 - So günstig haben Sie noch keinen Bugatti gekauft: Für gut 35.000 Euro bietet der Supersportwagenhersteller eine Variante seiner Rennsport-Ikone Typ 35 aus den 1920er Jahren an. Sammlerwert ist garantiert, einen Haken gibt es allerdings.

  • Supersportwagenhersteller Bugatti legt eine Miniatur-Version seiner Rennwagen-Ikone Typ 35 auf, zum Preis von 35.700 Euro. Wie beim aktuellen Chiron kann man den Speed-Limiter ausschalten ©

    Supersportwagenhersteller Bugatti legt eine Miniatur-Version seiner Rennwagen-Ikone Typ 35 auf, zum Preis von 35.700 Euro. Wie beim aktuellen Chiron kann man den Speed-Limiter ausschalten © Bugatti

  • Das Original wurde für Ettore Bugattis jüngsten Sohn Roland entworfen, der es zum vierten Geburtstag bekam ©

    Das Original wurde für Ettore Bugattis jüngsten Sohn Roland entworfen, der es zum vierten Geburtstag bekam © Bugatti

  • Der Bugatti Bébé II steht in der Tradition seines Vorgängers, der ebenfalls nur 500-mal gebaut wurde und heute ein gesuchtes Sammlerstück ist ©

    Der Bugatti Bébé II steht in der Tradition seines Vorgängers, der ebenfalls nur 500-mal gebaut wurde und heute ein gesuchtes Sammlerstück ist © Bugatti

SP-X/Molsheim. Bobbycar, Kettcar, Go-Kart – wer früh die Freude am Fahren fördern will, stattet den Nachwuchs am besten mit automobilem Untersatz aus. Dass die von den Autoherstellern angebotenen Kinderspielzeuge einen gewissen Aufpreis verlangen, ist bekannt. Eigentlich ist es daher nur konsequent, dass Supersportwagenhersteller Bugatti, dessen aktuelles Modell Chiron nicht unter 2,5 Millionen Euro zu haben ist, seine neuste Miniatur-Kreation zum Preis eines soliden Mittelklasse-Kombis anbietet: Der Bugatti Bébé II kostet 30.000 Euro plus Mehrwertsteuer, ist für uns also ab 35.700 Euro zu haben.

Allerdings handelt es sich bei dem Baby-Bugatti nicht ausschließlich um ein Kinderspielzeug. Der Mini-Sportler ist optisch dem in den 1920er Jahren extrem erfolgreichen Rennwagen Typ 35 nachempfunden und steht in der Tradition des ersten Bugatti Bébé. Der wurde für den jüngsten Sohn des Firmengründers Ettore Bugatti entworfen und in limitierter Auflage von 500 Stück zwischen 1927 und 1936 gebaut. Heute sind die Exemplare gesuchte Stücke, mit denen Bugatti-Enthusiasten ihre Sammlung vervollständigen.

Die Neuauflage ist etwas größer als der originale Bébé, so dass auch Erwachsene damit fahren können. Ebenso wie sein Vorgänger wird der Baby-Bugatti elektrisch über die Hinterachse angetrieben, allerdings mit neuer Technik, zu der austauschbare Lithium-Ionen-Akkus, Sperrdifferential und regeneratives Bremsen gehören. Neben einem Kindermodus mit 1 kW/1,4 PS Leistung und 20 km/h Höchstgeschwindigkeit gibt es einen Erwachsenenmodus, in dem der E-Motor 4 kW/5,4 PS leistet und das Auto maximal 45 km/h schnell fährt. Wie beim Supersportwagen Chiron wird ein Upgrade angeboten, das mittels „Speed Key“ die Geschwindigkeitsbegrenzung aufhebt und die Leistung bis auf 10 kW/13,6 PS steigert.

Das Cockpit mit Armaturenbrett aus gedrehtem Aluminium und charakteristischem Vierspeichen-Lenkrad, die Karosserie in französischem Rennsport-Blau und die Achtspeichen-Aluminiumfelgen sind dem originalem Typ 35 nachempfunden. Das Bugatti-Logo auf der Motorhaube ist wie beim Chiron aus 50 Gramm reinem Silber. Anlässlich des 110. Bugatti-Jubiläums läuft die Produktion im Herbst an. Die Auflage ist ebenfalls auf 500 Exemplare limitiert. Reservierungen nimmt Bugatti ab sofort unter contact@bugattibaby.com entgegen.

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