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Rummenigge fordert DFB-Reaktion - Bellarabi als «Exempel»

18.09.2018 - Der Ärger über Fouls und verletzte Spieler begleitet den FC Bayern auch bei der ersten Champions-League-Reise der Saison. Vorstandschef Rummenigge nimmt den DFB und die Schiedsrichter in die Pflicht. Die Strafe für Bellarabi könnte ein «Exempel» sein.

  • Schiedsrichter Tobias Welz (M) zeigt die Rote Karte gegen den Leverkusener Karim Bellarabi (38) für das Foul an Rafinha. Foto: Tobias Hase © dpa - Deutsche Presse-Agentur

    Schiedsrichter Tobias Welz (M) zeigt die Rote Karte gegen den Leverkusener Karim Bellarabi (38) für das Foul an Rafinha. Foto: Tobias Hase © dpa - Deutsche Presse-Agentur GmbH

Karl-Heinz Rummenigge setzt in der Diskussion um Bundesliga-Härte gegen Stars des FC Bayern München darauf, dass die Vier-Spiele-Sperre für Karim Bellarabi abschreckende Wirkung hat.

«Ich freue mich nie über Strafen von Spielern, aber in dem Fall könnte es ein Exempel sein, das man statuiert hat, um zu zeigen, dass man bereit ist, durchzugreifen», sagte der Bayern-Vorstandschef.

Bellarabi war vom Sportgericht des Deutschen Fußball-Bundes wegen seines groben Fouls am Münchner Rafinha gesperrt worden. Zudem muss der 28 Jahre alte Leverkusener eine 10.000-Euro-Geldstrafe bezahlen. Sein Verein akzeptiert diese und kündigte an, keinen Einspruch einzulegen.

Rummenigge fordert nach den drei Verletzungen der Bayern in den ersten zwei Heimspielen der Saison eine klare Reaktion des DFB und der Schiedsrichter. «Was uns allen nicht gefällt, ist ein bisschen die Gangart, wie gegen uns gespielt wird. Das ist etwas, was abgestellt werden muss in der Bundesliga, da sind der DFB und insbesondere die Schiedsrichter gefragt, dass sie ein bisschen die Stürmer und Spieler schützen», sagte Rummenigge am Dienstag vor dem Abflug des deutschen Meisters zum Champions-League-Auswärtsspiel bei Benfica Lissabon.

Bayers Sport-Geschäftsführer Rudi Völler konterte die im Zusammenhang mit dem Bellarabi-Foul umstrittenen Aussagen von Bayern-Präsident Uli Hoeneß mit Ironie. «Uli Hoeneß hat uns mit seinen Aussagen sogar einen Gefallen getan», sagte Völler der «Bild»-Zeitung. «Dadurch wurden es nur vier statt fünf Spiele.» Hoeneß hatte das Foul Bellarabis an Rafinha mit den Formulierungen «geisteskrank» und «vorsätzliche Körperverletzung» kommentiert.

Die Münchner ärgern sich über die verletzten Stars. «Das kann nicht so weitergehen, sonst haben wir nach dem 10. Spieltag keine Spieler mehr oder bekommen keine elf Spieler mehr zusammen», führte Rummenigge aus. Zudem habe man viele Nationalspieler, die demnächst wichtige Spiele in verschiedenen Wettbewerben hätten. Arjen Robben setzt auf Schutz durch die Referees. «Wir haben volles Vertrauen in alle Schiedsrichter, dass wir geschützt werden. Auch in der Bundesliga», sagte der Niederländer.

Nach Angaben von «Kicker» und «Bild» gehören Bayern-Profis nicht zu den drei am meisten gefoulten Erstliga-Teams. Die Spieler der Aufsteiger 1. FC Nürnberg und Fortuna Düsseldorf sowie des VfL Wolfsburg wurden demnach noch häufiger regelwidrig attackiert.

Bei den Bayern hatten sich Kingsley Coman (gegen Hoffenheim) und Rafinha (gegen Leverkusen) nach Fouls verletzt. Corentin Tolisso erlitt seine schwere Knieverletzung nach einem unglücklichen Zweikampf. «Ich bin eigentlich kein Freund von Strafen, aber bei der Strafe von Bellarabi habe ich mir gedacht, dass das eine Strafe ist, bei der ein Spieler wirklich auch bestraft wird», sagte der 62-jährige Rummenigge. Die Aktion von Bellarabi sei «völlig unsinnig» gewesen.

Möglicherweise rege die harte Strafe zu Diskussionen in der Bundesliga an, ob man sich solche Fouls wirklich erlauben dürfe, sagte Rummenigge. Bellarabi hatte sich Stunden nach dem Spiel über ein soziales Netzwerk entschuldigt.

Einen Grund für das von den Bayern-Verantwortlichen angeführte harte Einsteigen der Gegner sieht Rummenigge auch in der Öffentlichkeit. Dort werde zum Teil nach dem Motto diskutiert, dass jedes Mittel gegen den FC Bayern recht sei, um diesem Probleme zu bereiten. Diese Diskussion sei «völlig unfair».

Zurückhaltender als die Clubbosse äußerten sich die Bayern-Profis. «Ich finde es nicht so extrem», sagte Joshua Kimmich. Natürlich sei es bitter, wenn sich Spieler bei Fouls verletzen würden. «Die Mannschaften sind gegen uns noch motivierter und ein Stück aggressiver», sagte David Alaba am Sky-Mikrofon. «Wir werden versuchen dagegenzuhalten.»

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