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MSV vor 25 Jahren Spitze mit Minus-Tordifferenz

15.02.2019 - In der 2. Liga kämpft der MSV Duisburg aktuell um den Klassenverbleib, vor 25 Jahren stürmte der Traditionsclub aber unter ungewöhnlichen Umständen ins Rampenlicht der Fußball-Bundesliga.

  • Die Mannschaft des Fußball-Bundesligisten MSV Duisburg beim Fototermin für die Saison 1993/1994 mit Trainer Ewald Lienen (r). Foto: Marc-Oliver Multhaup © dpa - Deutsche Presse-Agentur

    Die Mannschaft des Fußball-Bundesligisten MSV Duisburg beim Fototermin für die Saison 1993/1994 mit Trainer Ewald Lienen (r). Foto: Marc-Oliver Multhaup © dpa - Deutsche Presse-Agentur GmbH

Am 22. Spieltag der damaligen Saison übernahmen die Zebras durch ein 1:0 gegen Meister Werder Bremen als erste und bis heute einzige Bundesliga-Mannschaft mit einer negativen Tordifferenz (29:30) die Tabellenführung. «In Duisburg wackelten die Straßenbahnen, die ganze Stadt war im Fußballfieber», erinnerte sich der damalige MSV-Spieler Joachim Hopp.

Von Titeln war der Revierclub in seiner Vereinsgeschichte meist sehr weit entfernt, damals zumindest kurzfristig nicht: «Beim Sonntagsspaziergang sagte ich zu mir: Hier geht ein Tabellenführer», erzählte Duisburgs damaliger Präsident Dieter Fischdick.

Möglich machte dies die auf Konter ausgerichtete Taktik von MSV-Trainer Ewald Lienen. Siege fielen meist knapp aus - und wenn Duisburg in Rückstand geriet, gab es einige hohe Pleiten.

Im Titelrennen blieb der MSV in der Saison nicht lange. Der Rekord-Minimalist wurde am 23. Spieltag im Duell beim Verfolger Bayern München mit 4:0 bezwungen und von der Tabellenspitze verdrängt. Am Saisonende erreichte Duisburg Platz neun - mit 41:52 Toren. Meister wurden die Bayern mit Teamchef Franz Beckenbauer.

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