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Spiidi: Wir hatten mental einen Vorteil gegen BIG

06.09.2020 - Sprout ging als Außenseiter in die ESL One Cologne, und schlug dann mit BIG sogar den favorisierten deutschen Rivalen. Erst Vitality konnte den Lauf der Deutschen in den Playoffs stoppen. Für Timo «Spiidi» Richter spielte vor allem die mentale Seite eine große Rolle im Duell gegen BIG.

  • Timo «Spiidi» Richter spielt seit 2017 beim deutschen Counter-Strike-Team Sprout. Foto: Sprout/dpa © dpa - Deutsche Presse-Agentur

    Timo «Spiidi» Richter spielt seit 2017 beim deutschen Counter-Strike-Team Sprout. Foto: Sprout/dpa © dpa - Deutsche Presse-Agentur GmbH

Lange musste sich Sprout hinten anstellen. Bei der vergangenen ESL One Cologne gelang es dem Counter-Strike-Team aber, aus dem Schatten des anderen großen deutschen Teams BIG zu springen.

Im Interview mit der Deutschen Presse-Agentur spricht Spieler Timo «Spiidi» Richter über den Lauf durch das Turnier.

Frage: Mit welchen Erwartungen ist Sprout in die ESL One Cologne gegangen? Eher mit dem Ansatz «Wir haben nichts zu verlieren», oder gab es konkrete Ziele?

Antwort: Für uns war es mal wieder eine Chance, die man nutzen konnte, um in den Rängen aufzusteigen. Ein konkretes Ziel hatten wir nicht. Wir wollten auf jeden Fall nicht direkt rausfliegen mit zwei Niederlagen, weil auch, wenn man jetzt gut gespielt hat, und zum Beispiel mit 14:16 zweimal verliert - man hat halt nichts davon. Man könnte sagen, das war unser Ziel: Sich gut präsentieren, aber auch einen Sieg mit nach Hause nehmen.

Frage: Mit dem ersten Gegner BIG gibt es auch eine gemeinsame Vergangenheit. Hat Sprout davon profitiert, dass es vielleicht auch eine Nervensache war?

Antwort: Für uns war BIG vielleicht ein besseres Los, als sie es mit uns hatten. Inländische Duelle sind nicht immer einfach für den Favoriten. Deswegen denke ich, dass wir mental einen Vorteil hatten, weil wir der Außenseiter waren.

Gerade bei deutschen Duellen gilt: Jeder kennt sich. Jeder denkt, der andere weiß genau, was ich mache; spielt anders, als er sonst spielt, und geht aus seiner Komfortzone heraus. Ich denke, dieser mentale Vorteil, den wir hatten, und dass wir einfach gut gespielt haben, hat uns den Sieg gebracht.

Frage: Hatte Sprout einen Vorteil durch das Online-Format?

Antwort: Wir haben alleine schon dadurch profitiert, dass wir direkt im Hauptturnier waren, normalerweise wären wir im Qualifier gewesen. Vielleicht wären wir ja nicht mal auf das Turnier gekommen. Alleine deswegen ist das natürlich schon ein Riesenvorteil.

Gerade wir, die nicht so viele Offlineturniere spielen wie die anderen, und noch viel länger keins gespielt hatten - ich weiß nicht, ob wir so gut gespielt hätten gegen BIG und OG oder jemand anderes.

Frage: Kann Sprout diese Leistung auch offline beibehalten?

Antwort: Da bin ich mir sicher, dass das oft ganz viel Mentales ist. Man sieht ja, dass Teams offline anders spielen als online. Das ist ja nicht, weil sie plötzlich schlechter geworden sind, sondern weil der Kopf sagt: eine ungewohnte Situation, ein ungewohntes Umfeld.

Wir haben jetzt viel bessere Chancen, wenn wir demnächst Offlineturniere spielen. Jeder kann sich im Kopf sagen: Okay, wir haben sie online geschlagen, und wir können sie auch offline schlagen, es sind ja die gleichen Voraussetzungen. Dass du diese mentale Sicherheit hast, hilft schon viel.

Zur Person: Timo «Spiidi» Richter ist seit 2017 CS:GO-Spieler bei Sprout. Im Winter 2019 und Sommer 2020 gewann er mit seinem Team die ESL Meisterschaft für die deutschsprachige Region.

© dpa-infocom, dpa:200905-99-445582/2

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