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„SC Effenberg“ in Paderborn? Das konnte nicht gut gehen!

04.03.2016 - Das erste Trainer-Engagement von Stefan Effenberg (47) in der Bundesliga dauerte nur 141 Tage. Am Mittwochabend zog Paderborns Boss Wilfried Finke (64) die Notbremse – und beendete das unselige Intermezzo. Ein vorhersehbares Debakel – mit Folgen.

  • Er hat einfach zu viele Fehler gemacht: Stefan Effenberg ist als Trainer gescheitert © dpa - Deutsche Presse-Agentur

    Er hat einfach zu viele Fehler gemacht: Stefan Effenberg ist als Trainer gescheitert © dpa - Deutsche Presse-Agentur GmbH

„I am the new One“, so stellte sich Stefan Effenberg (47) in Anlehnung an Jürgen Klopps legendäre Begrüßung in Liverpool („I am the normal One“) im Oktober als neuer Trainer des SC Paderborn 07 vor. Jetzt, nur 141 Tage später, ist er „The sacked One“, der Gefeuerte.

Hollywood in Paderborn – das passte von Anfang an nicht

Nach einer Sieglos-Serie von 13 Spielen in Liga zwei, Disziplinlosigkeiten im Kader und anderen Skandalen zog Paderborns mächtiger Vereinsboss Wilfried Finke am Mittwochabend die Reißleine und beendete die Zusammenarbeit mit Effenberg. Gestern machte der Möbel-Mogul, der die Ostwestfalen in 19-jähriger Amtszeit bis an die Tabellenspitze der Fußball-Bundesliga geführt hatte, seinem Ärger über den „SC Effenberg“ bei einer denkwürdigen Pressekonferenz Luft: „Ich habe es nicht mehr ertragen, dass dieser Verein einen unseriösen Anstrich erhält, durch eine Hollywood-Welt, die uns Paderbornern nicht zu Gesicht steht.“ Der ehemalige Glamour-Kicker Effenberg (u. a. Champions-League-Sieger 2001) und seine mondäne Ehefrau Claudia (50) im beschaulichen Paderborn – für viele ein Synonym für Fußballprovinz und Bodenständigkeit – das konnte nicht funktionieren!

Andererseits, bleibt die Frage, warum man sich in Paderborn überhaupt für die Verpflichtung Effenbergs entschieden hat? Denn: Wo „Effenberg“ draufsteht, ist „Tiger“ drin! Wer „unsere Effenbergs“, Lieblinge des Boulevards, holt, weiß eigentlich, was er bekommt. In diesem Fall wohl ein bisschen zu viel Krawall. Die Einzelheiten ersparen wir uns, sie waren ja beinahe täglich auf allen Boulevardseiten nachzulesen…

Effenberg hat zu viele Fehler gemacht

Der Exzentriker Effenberg, der zuvor als TV-Experte für Sky gearbeitet hatte, hat sich nicht nur selbst überschätzt, sondern hat sich auf seiner ersten Trainerstation in der Bundesliga nicht eben für höhere Weihen empfohlen. Im Klartext: Effenberg hat auch auf dem Rasen zu viele Fehler gemacht. Er ließ den Bundesliga-Absteiger mit einer Uralt-Taktik antreten, die sogar bei den Gegnern für Verwunderung sorgte. „Ich habe es zuletzt vor 30 Jahren erlebt, dass eine Mannschaft so spielt wie Paderborn gegen uns. Da war wirklich Manndeckung angesagt, wie ich sie noch nie erlebt habe“, lästerte etwa RB Leipzig-Coach Ralf Rangnick nach dem 1:0-Erfolg in Paderborn. Auch die von vielen Fans als Populismus gewertete Suspendierung der Spieler Daniel Brückner, Srdjan Lakic und Mahir Saglik zum Rückrundenstart vermochte Effenberg nicht schlüssig zu begründen.

Der Effenberg-Spuk in Ostwestfalen ist vorbei – und Bundesligisten auf Trainersuche werden sich künftig bei einer möglichen Verpflichtung des Ex-Bayernspielers sehr genau überlegen, ob sie sich diesen Theaterdonner zumuten wollen. Es ehrt den SC Paderborn, dass man Effenberg die Chance gegeben hat, ins Trainergeschäft einzusteigen. Er hat sie nur nicht genutzt.

 

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