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Auf der Suche nach Plan B: Getrübte Freude beim BVB

29.11.2018 - Die gute Ausgangslage ist dahin. Nach der tristen Nullnummer gegen Brügge ist der BVB im Kampf um den Gruppensieg in der Champions League auf Schützenhilfe angewiesen. Immerhin konnte schon vor dem Showdown in Monaco das Achtelfinal-Ticket gebucht werden.

  • Rechte Freude über den Achtelfinaleinzug will sich bei Spielern von Borussia Dortmund nach dem 0:0 gegen Brügge nicht einstellen. Foto: Bernd Thissen © dpa - Deutsche Presse-Agentur

    Rechte Freude über den Achtelfinaleinzug will sich bei Spielern von Borussia Dortmund nach dem 0:0 gegen Brügge nicht einstellen. Foto: Bernd Thissen © dpa - Deutsche Presse-Agentur GmbH

Marco Reus hatte ein Lächeln auf den Lippen, wirkte aber nicht wirklich zufrieden. Die Freude über den Einzug in das Achtelfinale der Champions League war auch beim Dortmunder Kapitän nach der Nullnummer gegen den FC Brügge getrübt.

Kritische Fragen nach der tristen Vorstellung, die dem Bundesliga-Primus die Tabellenführung in der Gruppe A kostete, hielt der Fußball-Nationalspieler jedoch für übertrieben. «Wir können nicht jeden Gegner aus dem Stadion fegen.» Stattdessen verwies Reus auf die Mauertaktik des Gegners: «Ich schon enttäuscht, wenn ein Team, das noch Zweiter werden konnte, gar nichts für das Spiel macht.»

Zum wiederholten Mal tat sich die Borussia gegen eine gut gestaffelte Abwehrreihe schwer. Vor allen dann, wenn die Außenbahnen zugestellt werden, verliert das Angriffsspiel an Wucht. «Das müssen wir besser beherrschen und einfach schneller spielen. Solche Mannschaften müssen wir müde machen», empfahl Trainer Lucien Favre am Tag danach. Ähnlich sieht es Reus: «Wir müssen daran arbeiten, gegen solche Gegner einen Plan B oder C zu entwickeln.»

Dem Dortmunder Schlüsselspieler schwant, dass es der Bundesliga-Tabellenführer künftig häufiger mit Bollwerken zu tun bekommt - möglicherweise schon wieder am Samstag: «Ich gehe davon aus, dass es gegen Freiburg ähnlich wird.»

Nach dem starken Start in die Gruppenphase mit drei Erfolgen in Serie ist die Borussia zurück auf dem Boden. Dafür sorgten das 0:2 bei Atlético Madrid und das 0:0 gegen Brügge. Selbst ein Erfolg zum Abschluss der Vorrunde am 11. Dezember bei Schlusslicht AS Monaco verhilft nur dann zurück an die Tabellenspitze, wenn Madrid in Brügge nicht über ein Remis hinauskommt.

«Wir müssen hoffen, dass Brügge genauso wie heute gegen uns auch gegen Atlético spielt», sagte Reus voller Hoffnung auf Schützenhilfe der Belgier. Schließlich steigen als Gruppensieger die Chancen, zum Start der K.o.-Phase auf einen vermeintlich leichteren Gegner zu treffen.

Anders als zuletzt verwöhnte der Bundesliga-Primus seine Fans nicht mit erfrischender Offensivkunst, sondern sorgte mit tempoarmen Ballbesitzfußball für Langeweile. Nur bei zwei Chancen von Christian Pulisic und Reus in der ersten Halbzeit war Torgefahr erkennbar.

Zumindest Roman Bürki machte aus seinem Frust keinen Hehl. «Ich bin enttäuscht. Wir hatten es in der Hand, weiter oben zu stehen, haben es aber leider nicht genutzt», bekannte der Torhüter. «Wir wussten nichts mit dem vielen Ballbesitz anzufangen. Das ist eigentlich nicht typisch für uns.»

Am Ende überwog jedoch bei allen Beteiligten eine pragmatische Sicht der Dinge. «Wir können mit dem Achtelfinaleinzug sehr zufrieden sein und haben in der Champions League bisher eine sehr gute Visitenkarte abgegeben», urteilte Sportdirektor Michael Zorc. Immerhin überstand der BVB zum neunten Mal die Gruppenphase und sorgte mit vier Spielen ohne Gegentreffer für eine neue Vereinsbestmarke in der Königsklasse.

Zur Freude von Favre kann er für die Heimpartie gegen den Tabellen-Elften aus Freiburg wieder mit Axel Witsel planen. Der für den BVB eminent wichtige Mittelfeldspieler verließ in der Schlussphase humpelnd den Platz, gab aber schon eine Stunde später Entwarnung: «Ich bin okay. Es war nur ein Krampf», sagte der Belgier. Dennoch scheint es nicht ausgeschlossen, dass Witsel nach der Terminhatz der vergangenen Wochen eine Pause erhält.

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