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Wertvoll und gereift: Man-City-Stürmer Sané auf Schalke

15.02.2019 - Leroy Sané kehrt nächste Woche mit Englands Meister Manchester City dahin zurück, wo er als Spieler ausgebildet wurde. Bereits mit 20 Jahren wagt er den Sprung von Schalke auf die Insel. Nun tritt der Stürmer im Achtelfinale der Königsklasse in seiner Heimat an.

  • Leroy Sane trifft mit Manchester City in der Champions League auf den FC Schalke 04. Foto: Martin Rickett/PA/AP © dpa - Deutsche Presse-Agentur

    Leroy Sane trifft mit Manchester City in der Champions League auf den FC Schalke 04. Foto: Martin Rickett/PA/AP © dpa - Deutsche Presse-Agentur GmbH

Im Revier ausgebildet, in England gereift: Wenn Nationalspieler Leroy Sané mit Manchester City in der Champions League bei seinem Ex-Club FC Schalke 04 antritt, könnte er vor und nach dem Achtelfinal-Hinspiel in seinem Kinderzimmer übernachten.

Das Elternhaus des 23 Jahre alten Stürmers steht nur wenige Kilometer entfernt von der Gelsenkirchener Veltins-Arena in Bochum-Wattenscheid, wo der Rest der sportbegeisterten Familie wohnt. Leroys Mutter Regina Weber-Sané, die mit 32 nationalen Meistertiteln und Olympia-Bronze 1984 in Los Angeles bis heute erfolgreichste Deutsche in der Rhythmischen Sportgymnastik ist, würde sich freuen, wenn ihr zweitältester Filius mal wieder vorbeischaut.

Vater Souleymane «Samy» Sané, einst Nationalspieler Senegals und Bundesligaprofi in Freiburg, Nürnberg und Wattenscheid, fungiert als Manager der drei Söhne - allesamt Fußballer. Leroys ein Jahr älterer Bruder Kim hat allerdings schon 2017 seine Karriere beim Regionalligisten Wattenscheid 09 beendet. Der jüngste Spross Sidi Sané (15) spielt in der Schalker U16 und ist wie Leroy Stürmer. Nicht wenige Experten glauben, dass er noch talentierter ist als der Man-City-Star. «Sidi bringt Potenzial mit, das andere nicht haben», urteilt sein Trainer, der Ex-Profi Willi Landgraf.

Dass sich Schalke in den deutsch-englischen Königsklassen-Wochen, die mit der deftigen 0:3-Pleite des Revierrivalen Borussia Dortmund bei Tottenham Hotspur nicht gerade vielversprechend begannen, den aktuellen Spitzenreiter der Premier League mit Starcoach Pep Guardiola im Achtelfinale ausschaltet, ist ziemlich unwahrscheinlich.

Entsprechend realistisch gibt sich Christian Heidel vor dem ersten Duell am Mittwoch. «Wir freuen wir uns auf das Wiedersehen mit Leroy. Aber er bringt eine Mannschaft mit, die zu den Topfavoriten auf den Champions-League-Sieg gehört. Gespickt mit Weltklassespielern, zusammengestellt und eingestellt von Guardiola. Es gibt kaum eine größere Herausforderung», sagt Schalkes Sportvorstand.

Wenige Monate nach seinem Amtsantritt 2016 ließ Heidel den damals 20-jährigen Sané für 50 Millionen Euro Ablöse auf die Insel ziehen. Zu verlockend, zu lukrativ war seinerzeit das Angebot der Briten. Im ersten Halbjahr iN England wurde Sané von Muskelblessuren ausgebremst. Danach startete er durch: 117 Pflichtspiele bestritt er schon für Man City, erzielte 34 Tore und bereitete 40 Treffer vor. In der Vorsaison wurde er als bester Jungprofi der Premier League ausgezeichnet. Umso größer war die Verwunderung, als Bundestrainer Joachim Löw ihn nicht mit zur WM nach Russland nahm.

Aus sportlicher Sicht war das ein Fehler. Doch womöglich sprachen andere Gründe dagegen. Vorsichtig ausgedrückt, benahm sich der Hochveranlagte nicht immer so, wie es von einem Profi erwartet wird. Sané schien seinen kometenhaften Aufstieg mit dem ersten Profivertrag auf Schalke und dem folgenden Millionen-Kontrakt beim Scheich-Club nicht zu verkraften. Er galt als abgehoben und korrekturresistent. Wie viele junge Männer liebt Sané Autos. Aber anders als die meisten Heranwachsenden konnte er sich aber früh PS-starke Luxuskarossen leisten. Binnen 18 Monaten (November 2014/April 2016) fuhr er zwei davon zu Schrott. Nach dem ersten Unfall hatte Samy Sané auf einen Lerneffekt gehofft. «Mir wäre wohler gewesen, wenn er sich nicht gleich so einen Wagen angeschafft hätte. Vielleicht lernt er ja daraus.» Aber weit gefehlt, es kam noch schlimmer: Leroy zerlegte auch den Wagen seines Vaters.

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