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Real will ersten Titel im «Jahr eins nach CR7»

18.12.2018 - Um Weihnachten sorgenfrei genießen zu können, müssen Toni Kroos und seine Kollegen bei Real Madrid zunächst in der Wüste schuften. Der Titelgewinn bei der Club-WM ist für die kriselnden Königlichen Pflicht. Doch die Gegner kündigen Widerstand an.

  • Real Madrids Star Gareth Bale beim Training in Abu Dhabi. Foto: kyodo © dpa - Deutsche Presse-Agentur

    Real Madrids Star Gareth Bale beim Training in Abu Dhabi. Foto: kyodo © dpa - Deutsche Presse-Agentur GmbH

Champions-League-Seriensieger Real Madrid will fern der Heimat beweisen, dass man auch ohne Cristiano Ronaldo Titel gewinnen kann.

Bei der Club-WM im Emirat Abu Dhabi muss sich das Team von Toni Kroos am Mittwoch (17.30 Uhr) aber zunächst im Halbfinal-Duell gegen die Kashima Antlers aus Japan durchsetzen, um ins Endspiel am 22. Dezember einzuziehen. Kurz vor dem Debüt versicherte Kapitän Sergio Ramos, dass man den im Sommer zu Juventus abgewanderten Ronaldo trotz der vielen Pleiten und Pannen der letzten Monate nicht vermisst.

«Wir haben eine sehr ähnliche Mannschaft, auch wenn mit Cris ein Spieler nicht mehr dabei ist, der für uns entscheidend war. Wir treten mit derselben Philosophie an wie eh und je. Ziel ist es, immer zu gewinnen», wurde der 32 Jahre alte Innenverteidiger auf der Homepage des Weltverbandes FIFA zitiert. Man werde in Abu Dhabi «auf dem Platz keinen großen Unterschied» im Vergleich zu der Zeit mit dem Portugiesen im Sturm feststellen, versicherte er. Weltfußballer Luka Modric räumte die jüngsten «Probleme» ein und sagte: «Für Real ist es immer wichtig, Titel zu gewinnen.»

Madrid könnte in den Vereinigten Arabischen Emiraten nicht nur den ersten Titel im «Jahr eins nach CR7 holen, sondern auch als erster Verein zum dritten Mal in Serie die Club-WM gewinnen, nachdem man bereits bei der Champions League einen historischen Titel-Hattrick geschafft hatte. Man kann wieder Geschichte schreiben - aber auf der anderen Seite wäre alles andere als ein Triumph für Real eine Blamage, die den Druck auf den seit dem Herbst amtierenden Trainer Santiago Solari stark erhöhen würde.

Doch auch wenn es keine Konkurrenz aus Europa gibt: Auf einen «Spaziergang in der Wüste» kann der spanische Rekordmeister kaum hoffen. Da ist zum einen die sportliche Krise, die die «Merengues» seit dem Weggang von Ronaldo verfolgt und Trainer Julen Lopetegui im Herbst schon nach wenigen Monaten den Job kostete. Zuletzt arbeitete man sich in der Primera División zwar etwas näher an die Spitze heran, doch die beiden 1:0-Zittersiege bei Schlusslicht SD Huesca und gegen den Vorletzten Rayo Vallecano sowie die historische 0:3-Heimpleite gegen ZSKA Moskau in der Champions League bewiesen, dass die Krise noch lange nicht überstanden ist.

Und da sind auch die nominell zwar deutlich schwächer besetzten WM-Rivalen, für die aber ein Spiel gegen einen so renommierten Club wie Real ein riesiger Motivationsschub bedeutet. Der Gegner von Mittwoch zwang die Madrilenen im Finale 2016 ja bereits in die Verlängerung (4:2 für Real).

Die Kashima Antlers des früheren Schalke- und Union-Berlin-Profi Atsuto Ushida, die sich im Viertelfinale gegen die Mexikaner von Deportivo Guadalajara mit 3:2 durchsetzten, wollen es dem Favoriten auch diesmal nicht leicht machen. Trainer Go Oiwa stellte den Fans im 25.000 Zuschauer fassenden Hazza-Bin-Zayed-Stadion von Al Ain an der Grenze zum Oman eine Sensation in Aussicht: «Gegen Madrid können wir gewinnen», beteuerte er. Man werde «solide und aggressiv spielen».

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