Diese Seite benötigt Javascript! Bitte aktivieren Sie Javascript für eine korrekte Darstellung.

Glatzels «Spiel für die Ewigkeit» - Ex-«Löwe» narrt Bayern

04.04.2019 - Kopfball, Flachschuss, Elfmeter: Drei-Tore-Mann Robert Glatzel ist von Bayerns Ex-Weltmeistern Boateng und Hummels nicht zu stoppen. Heidenheims verhinderter Pokalheld stellt sich ins Schaufenster.

  • Heidenheims Robert Glatzel feiert sein Tor zum 4:4. Foto: Sina Schuldt/dpa © dpa - Deutsche Presse-Agentur

    Heidenheims Robert Glatzel feiert sein Tor zum 4:4. Foto: Sina Schuldt/dpa © dpa - Deutsche Presse-Agentur GmbH

Traurig und stolz zugleich stand Heidenheims verhinderter Pokalheld Robert Glatzel nach dem verrücktesten, aber auch besten Fußballspiel seines Lebens in der Münchner Arena.

«Das war ein Spiel für die Ewigkeit», schwärmte der 1,93 Meter große Mittelstürmer. «Wir haben soooo geil gespielt!» Ganz besonders er: Mit seinen drei Toren hätte Glatzel dem großen FC Bayern bei dessen 5:4-Zittersieg in Unterzahl im Viertelfinale fast den K.o. versetzt.

«Robert Glatzel war in Überform», sagte sein Trainer Frank Schmidt. Für den 25 Jahre alten Zweitliga-Torjäger Glatzel war es im Grunde ein Heimspiel. In Fürstenfeldbruck bei München ist er geboren. Und er trug einst das Trikot des TSV 1860 München. Der Ex-«Löwe» Glatzel war nach den 90 Wahnsinnsminuten hin- und hergerissen. «Ich bin froh über die drei Tore, darauf kann ich stolz sein. Aber das Ausscheiden ist bitter. Es überwiegt am Ende die Niederlage.»

Dreimal überwand Heidenheims Neuner, der in der 2. Liga in dieser Saison auf zwölf Tore kommt, den Neuer-Vertreter Sven Ulreich im Bayern-Tor. Das 1:1 erzielte Glatzel mit dem Kopf. «Beim ersten Tor habe ich gemerkt, auch gegen Bayern ist das möglich. Da war die Anfangsnervosität weg.» Nach der Pause legte er dann zweimal nach.

Beim 3:4 traf er präzise mit dem rechten Fuß aus 16 Metern. «Man denkt dann gar nicht mehr daran, dass das Weltmeister sind, gegen die man da spielt», sagte Glatzel zur Münchner Innenverteidigung mit Jérôme Boateng und Mats Hummels, den Champions von 2014. Und bei seinem abgezockten Elfmeter zum 4:4 narrte Glatzel dann Ulreich mit einem Lupfer in die Mitte des Tores. «Nach zwei Toren war das Selbstbewusstsein groß und ich mir sicher, dass der reingeht.»

Als Pokalheld verließ Glatzel seine Heimat dennoch nicht. Aber immerhin als Bayern-Schreck und als nun weit über Heidenheim hinaus bekannter Fußballer. Seit 2017 spielt er für den Zweitligisten. Sein Vertrag endet am 30. Juni 2020. Die Bundesligisten Werder Bremen und VfB Stuttgart sollen angeblich Interesse an ihm haben. Die Zahl der Interessenten könnte nach dem Dreierpack gegen die Bayern zunehmen. Und Glatzels bisheriger Marktwert von zwei Millionen Euro auch.

Schließen

Aus Sicherheitsgründen werden Sie nach 30 Minuten Inaktivität vom System abgemeldet.

Um das zu verhindern, werden Sie bitte vor Ende dieses Zeitraums wieder aktiv.

Nach erfolgtem Logout können Sie sich erneut anmelden.
Aus Sicherheitsgründen wurden Sie nach 30 Minuten Inaktivität vom System abgemeldet. Bitte loggen Sie sich erneut ein.

Homepage aktualisieren