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Menschen genießen frühlingshafte Sonne und Wärme

17.02.2019 - Die einen laufen Ski. Andere paddeln übers Meer. Und auch der Bummel durch Fußgängerzone oder Park ist beliebt. Die frühlingshaften Temperaturen des Wochenendes begeistern die Menschen bundesweit.

  • Menschen sitzen auf einer Mauer am Rheinboulevard in Köln und genießen die Sonne. Foto: Marius Becker © dpa - Deutsche Presse-Agentur

    Menschen sitzen auf einer Mauer am Rheinboulevard in Köln und genießen die Sonne. Foto: Marius Becker © dpa - Deutsche Presse-Agentur GmbH

  • Ausflügler genießen in einem Lokal auf dem Wetterkreuzberg in der Pfalz das frühlingshafte Wetter. Foto: Rene Priebe © dpa - Deutsche Presse-Agentur

    Ausflügler genießen in einem Lokal auf dem Wetterkreuzberg in der Pfalz das frühlingshafte Wetter. Foto: Rene Priebe © dpa - Deutsche Presse-Agentur GmbH

Sonne satt und endlich ohne Winterjacke raus: Die frühlingshaften Temperaturen des Wochenendes haben Menschen deutschlandweit in Parks und Cafés strömen lassen.

Die Stadt Essen holte gar ein Ausflugsschiff vorzeitig aus dem Winterschlaf. So früh im Jahr wie noch nie in der 86-jährigen Geschichte der «Weißen Flotte» gab es Rundfahrten auf dem Baldeneysee im Süden der Stadt. Normalerweise starten sie erst Ende März.

Auch Wintersportgebiete in Bayern und Thüringen konnten sich über einen Ansturm freuen. «Der Besucher kommt, wenn das Wetter schön ist», sagte Stefan Ebert vom Regionalverbund Thüringer Wald.

Am wärmsten war es am Samstag mit 19,5 Grad in Müllheim in Baden-Württemberg, wie Markus Übel vom Deutschen Wetterdienst (DWD) am Sonntag sagte. Danach folgten das thüringische Jena mit 19,2 Grad und Garsebach in Sachsen mit 19,1 Grad. In Sankt Peter-Ording gab es hingegen nur maximal 7,6 Grad - der tiefste tagsüber an einer Talstation in Deutschland gemessene Wert. Ob die Höchstwerte von Samstag am Sonntag noch geknackt werden, steht noch nicht fest.

Ausflügler hielten die Nase in Küstenorten an Ost- und Nordsee in den Wind. Hartgesottene hielten schon mal einen Zeh ins kühle Nass, vereinzelt ließen sich Stand-up-Paddler über das Wasser treiben. Am weitläufigen Strand von Sankt Peter-Ording verloren sich die Spaziergänger auf der stellenweise bis zu zwei Kilometer breiten Sandbank.

In vielen städtischen Fußgängerzonen hingegen herrschte zumindest am Samstag besonders dichtes Gedränge. «Es ist deutlich mehr los auf den Straßen. Die Leute sind spürbar hungrig nach Sonne», berichtete eine Sprecherin der Kieler Polizei. In Berlin öffneten einige Biergärten und Cafés bei bis zu 16 Grad und wolkenlosem Himmel außerplanmäßig. «Bei uns gibt es passend zur Sonne spontan DJ-Musik», sagte eine Mitarbeiterin eines Biergartens. Vor Eisdielen bildeten sich Schlangen.

So mancher Jogger kramte die kurze Hose aus dem Schrank, einige Mutige wagten sich auf ein paar Schwimmzüge in Seen. Schneeglöckchen und Krokusse schmückten bereits etliche Parks und Gärten. Nachteile hatte das Frühlingswochenende für Allergiker: Die Hauptblüte von Hasel und Erle stehe zwar noch aus, es seien aber schon einige Pollen unterwegs, hieß es vom Zentrum für Medizin-Meteorologische Forschung des DWD.

In Brandenburg wurde bereits «Kurtchen Rotschnabel» gesichtet: Der Storch in Bad Freienwalde sei in fast jedem Jahr der erste Rückkehrer und treffe stets Ende Februar oder Anfang März ein, hieß es vom Verband der Naturfreunde Deutschlands. Seine Partnerin «Erna Schwanzfeder» wird etwas später erwartet. Für Frühlingsgefühle sorgen die milden Temperaturen bereits bei Kranichen und Seeadlern im Nordosten. «Die ersten Kraniche sind aus Winterquartieren zurück und einige Seeadler beginnen zu balzen», hieß es von der Ornithologischen Arbeitsgemeinschaft Mecklenburg-Vorpommern (OAMV).

Verantwortlich für Sonne und Wärme ist das Hoch «Dorit». Sein Einfluss bleibt auch in den kommenden Tagen spürbar. Es bleibe mild, allerdings nicht mehr ganz so sonnig, hieß es am Sonntag vom DWD. Von etwa Mitte der Woche an gehen die Temperaturen demnach etwas zurück. Es bleibe aber deutlich zu mild für die Jahreszeit, sagte DWD-Meteorologe Übel. Und: Schon am Ende der Woche soll sich das nächste Hoch über Deutschland etablieren.

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