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„Die drei ???“ – Bosz, Herrlich, Tedesco

12.06.2017 - Was hätte das für eine beschauliche Woche werden können: Der Bundes-Jogi versammelte die gesamte „Jungmannen“-Elite des deutschen Fußballs um sich herum und versuchte unermüdlich vor dem WM-Qualifikations-Knaller gegen San Marino krampfhaft die Wichtigkeit des Spieles sowie (mehr noch) die des demnächst folgenden Confederations-Cups herauszustellen. Sieben „Streiche“ spielten die Draxler, Wagner, Brandt und Co. dem gefühlten Sechstligisten San Marino. Leichte Unterhaltung und genau treffend für einen Samstagabend. Doch der Schein der Nationalmannschaft trug, denn ganz so beschaulich ging es auf dem Transfermarkt der Übungsleiter nicht zu.

  • Dortmunds Geschäftsführer Hans-Joachim Watzke (l.) freut sich auf einen Trainer, dem er wieder völlig vertrauen kann - Foto: firo Sportphoto/ Jürgen Fromme © dpa – Deutsche Presse-Agentur GmbH / dpa – Deutsche...

    Dortmunds Geschäftsführer Hans-Joachim Watzke (l.) freut sich auf einen Trainer, dem er wieder völlig vertrauen kann - Foto: firo Sportphoto/ Jürgen Fromme © dpa – Deutsche Presse-Agentur GmbH / dpa – Deutsche Presse-Agentur GmbH

  • Peter Bosz (r.) stand in der Bundesliga 14-mal für Hansa Rostock auf dem Platz, auch gegen Weltstar Krassimir Balakov - Foto: Pressefoto Rudel © dpa – Deutsche Presse-Agentur GmbH / dpa – Deutsche Presse-Agentur

    Peter Bosz (r.) stand in der Bundesliga 14-mal für Hansa Rostock auf dem Platz, auch gegen Weltstar Krassimir Balakov - Foto: Pressefoto Rudel © dpa – Deutsche Presse-Agentur GmbH / dpa – Deutsche Presse-Agentur GmbH

  • Heiko Herrlich muss von seinem Glück wohl noch überzeugt werden. Leverkusens Geschäftsführer Michael Schade (l.) und Sportdirektor Rudi Völler nutzten zumindest eine Lücke in Herrlichs Vertrag bei...

    Heiko Herrlich muss von seinem Glück wohl noch überzeugt werden. Leverkusens Geschäftsführer Michael Schade (l.) und Sportdirektor Rudi Völler nutzten zumindest eine Lücke in Herrlichs Vertrag bei Zweitliga-Aufsteiger Jahn Regensburg - Foto: Federico Gambarini © dpa – Deutsche Presse-Agentur GmbH / dpa – Deutsche Presse-Agentur GmbH

  • Domenico Tedesco spielte einst für den ASV Aichwald in der Kreisliga A. Bei der Fußballlehrer-Ausbildung war der 31-Jährige Jahrgangsbester - Foto: Thomas Eisenhuth © dpa – Deutsche Presse-Agentur GmbH / dpa – Deutsche...

    Domenico Tedesco spielte einst für den ASV Aichwald in der Kreisliga A. Bei der Fußballlehrer-Ausbildung war der 31-Jährige Jahrgangsbester - Foto: Thomas Eisenhuth © dpa – Deutsche Presse-Agentur GmbH / dpa – Deutsche Presse-Agentur GmbH

Gleich die Hälfte aller Erstliga-Klubs hatte bereits im Laufe der vergangenen Saison den Trainer gewechselt. Natürlich immer verbunden mit der Hoffnung und dem Glauben, an eine spürbare positive Veränderung des Punktekontos. Aber nur ganz wenige der „neuen Besen“ kehrten gut. Als besonders hervorstechendes positives Beispiel mag der Bremer Wechsel von Victor Skripnik zu Alexander Nouri dienen. Nouri übernahm eine physisch, psychisch, taktisch und spielerisch völlig abgehalfterte Werder-Mannschaft, krempelte quasi alles nach und nach auf links und führte die Bremer fast noch in den Europapokal.

Neue Besen kehren gar nicht so gut

Nicht ganz so erfolgreich agierte Dieter Hecking in Mönchengladbach, aber auch er schaffte es mit den „Fohlen“, zügig den Tabellenkeller in gesicherte Gefilde zu verlassen. Die Trainerwechsel in Darmstadt und Ingolstadt brachten zwar spürbare positive Effekte mit sich, aber mehr als viel Lob gab es für Torsten Frings und Maik Walpurgis am Ende nicht zu ernten. Nicht einmal das konnte Tayfun Korkut (als Nachfolger von Leverkusens Roger Schmidt) einheimsen. Mit durchschnittlich unter einem gewonnenen Punkt pro Spiel und unterirdischen fußballerischen Leistungen führte er die Werkself letztlich ins Bundesliga-Niemandsland.

Einer muss den Job ja machen

Ob die Klubs für die Zukunft daraus ihre Lehren ziehen, werden wir erleben. Am ehesten vermutlich „auf Schalke", denn bei den Knappen drehte sich das Namenkarussell nach der unrühmlichen Entlassung von Markus Weinzierl in der vergangenen Woche so schnell, dass einem schwindelig werden konnte – an the winner is“: Domenico Tedesco (31) aus der Hoffenheimer Ausbildungsschule. Mit der dortigen U19 hatte er nur halbwegs gute Ergebnisse erzielt, nun führte er in der abgelaufenen Saison Erzgebirge Aue fast sensationell zum Klassenerhalt in Liga 2.
Ein hohes Risiko, das die Schalker da gehen, aber viel weniger als unter Weinzierl ist aus dem S04-Kader eh nicht herauszuholen.

Nagelsmann auf dem schwierigeren Weg

Gespannt dürfen wir natürlich auch nach Dortmund (Peter Bosz, 53, von Ajax Amsterdam) und Leverkusen (Heiko Herrlich, mit Jahn Regensburg zweimal in Folge aufgestiegen!) schauen. Beide Klubs hätten sicher gern das Hoffenheimer Trainertalent Julian Nagelsmann auf Ihrer Trainerbank sitzen gesehen, aber der will und muss nun die vergangene Saison bestätigen. Respekt für diese Entscheidung, denn er geht den schwierigeren Weg!

Aber wenigstens einer darf weiter in Ruhe arbeiten: Jogi Löw hat einen Bundestrainer-Vertrag bis 2020 - unabhängig vom Abschneiden beim Confed-Cup...

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