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Wahrheiten der Woche

07.11.2017 - Titelte meine Kolumne in der vergangenen Woche noch als „Woche der Wahrheit“ (zumindest für die Dortmunder Borussia), so brachte die vergangene Woche tatsächlich mehr Wahrheiten zu Tage, als (auch) den Dortmundern recht sein konnte. Die Themen „Videobeweis“ und Schiedsrichter, die Sie und mich hier schon seit Saisonbeginn immer mal wieder beschäftigten, setzten sich selbst noch einmal die Krone auf. Die Krone, die seit dem Wochenende für den BVB einmal mehr in weite Ferne gerückt ist.

  • Der VfL Wolfsburg jubelte am Sonntag gleich zweimal zu früh. Die Entscheidungen des Video-Assistenten in Köln, der Schiedsrichter Dr. Robert Kampka überstimmte, waren zwar korrekt, aber den Fans nicht vermittelbar. So wird...

    Der VfL Wolfsburg jubelte am Sonntag gleich zweimal zu früh. Die Entscheidungen des Video-Assistenten in Köln, der Schiedsrichter Dr. Robert Kampka überstimmte, waren zwar korrekt, aber den Fans nicht vermittelbar. So wird das ewige Thema Fehlentscheidungen nur verschoben, aber nicht gelöst - Foto: Peter Steffen © dpa – Deutsche Presse-Agentur GmbH / dpa – Deutsche Presse-Agentur GmbH

  • Seine Mission ist gescheitert: Der ehemalige FIFA-Schiedsrichter Hellmut Krug musste seinen Hut nehmen – Foto: Matthias Balk © dpa – Deutsche Presse-Agentur GmbH / dpa – Deutsche Presse-Agentur

    Seine Mission ist gescheitert: Der ehemalige FIFA-Schiedsrichter Hellmut Krug musste seinen Hut nehmen – Foto: Matthias Balk © dpa – Deutsche Presse-Agentur GmbH / dpa – Deutsche Presse-Agentur GmbH

  • Es reicht einfach nicht: Borussia Dortmund fand in Person von Marcel Schmelzer (M., gegen Joshua Kimmich) kein Durchkommen gegen den FC Bayern und Apoel Nikosia und muss sich wohl aus dem Titelrennen verabschieden – Foto: ATP © dpa –...

    Es reicht einfach nicht: Borussia Dortmund fand in Person von Marcel Schmelzer (M., gegen Joshua Kimmich) kein Durchkommen gegen den FC Bayern und Apoel Nikosia und muss sich wohl aus dem Titelrennen verabschieden – Foto: ATP © dpa – Deutsche Presse-Agentur GmbH / dpa – Deutsche Presse-Agentur GmbH

  • Jupp Heynckes hat gut lachen und nimmt die Gratulationen von BVB-Coach Peter Bosz gern entgegen. Gegen Dortmund feierte der Bayern-Trainer im siebten Spiel seinen siebten Sieg  - Foto: ATP © dpa – Deutsche Presse-Agentur GmbH / dpa –...

    Jupp Heynckes hat gut lachen und nimmt die Gratulationen von BVB-Coach Peter Bosz gern entgegen. Gegen Dortmund feierte der Bayern-Trainer im siebten Spiel seinen siebten Sieg - Foto: ATP © dpa – Deutsche Presse-Agentur GmbH / dpa – Deutsche Presse-Agentur GmbH

Man könnte fast dankbar sein, dass Deutschlands nun ehemaliger „Schiedsrichter-Guru“, Hellmut Krug sich des alten Sprichwortes quasi wortwörtlich bediente und „so lange zum Brunnen ging, bis er selber brach!“ So gibt es genug Zeit, diese Länderspielwoche für Aufräumarbeiten im Schiedsrichterwesen des Deutschen Fußball Bundes (DFB) zu nutzen.

Entmachtung

Bereits in der vergangenen Woche musste der ehemalige FIFA-Referee im auch hier kommentierten Schiedsrichterstreit seinen Platz in der DFB-Schiedsrichterkommission räumen. Nun ist Krug auch noch seinen Chef-Posten als Supervisor im Video-Assistenten-Projekt (Videobeweis) los, der eh nur als Kompromiss-Funktion und somit als Ersatz für den verlorenen Posten im Schiedsrichterstreit galt. Laut DFB-Mitteilung vom gestrigen Montag soll das Projekt mit sofortiger Wirkung von Lutz Michael Fröhlich, dem Sportlichen Leiter der Elite-Schiedsrichter, geleitet werden. Als Assistent wurde Fröhlich mit Florian Götte der Abteilungsleiter des Schiedsrichterwesens zur Seite gestellt.

Machtmissbrauch

Der Hauptgrund liegt laut Informationen der „BILD“ darin, dass Hellmut Krug, seines Zeichens in Gelsenkirchen wohnhaft, beim Spiel Schalke 04 gegen den VfL Wolfsburg die Schalker gleich zweimal missbräuchlich per „Überstimmung“ des eingesetzten Video-Assistenten Marco Fritz bevorteilt haben soll. Krug dementierte dies zwar heftig, aber die gestern nun veranlasste Absetzung hinterlässt keinen guten Nachgeschmack. Noch schlimmer: Der Videobeweis wurde eingeführt, um für mehr Gerechtigkeit und korrekte Entscheidungen eingeführt, die aktuelle Diskussion und die „Entmachtung“ von Hellmut Krug deuten auf das genaue Gegenteil hin. Trainer Dieter Hecking gab dem Videobeweis zu Saisonbeginn ein Haltbarkeitsdatum: „bis zur Winterpause!“ Könnte gut sein, dass er Recht behält, auch wenn dann einige Funktionäre gesichtslos wären. Es lebe der Sport!

Qualität kommt vor Quantität

Dass sowohl bei den Schiedsrichtern als auch bei den Fußballprofis Qualität vor Quantität kommt, wurde für Borussia Dortmund in der vergangenen Woche zur Realität, denn nach spielerisch zwar vernünftigen Auftritten gegen Apoel Nikosia (was man erwarten durfte!) und gegen die Bayern, standen am Ende das wahrscheinliche Ausscheiden aus der Champions League und zumindest ein zwischenzeitliches Ende von etwaigen Titelträumen – und das alles vor eigenem Publikum. Offensichtlich wurde, dass die Qualitäts-Diskrepanz zwischen Defensive und Offensive so groß ist, dass sie für höhere Aufgaben nicht geeignet ist. „Defensive gewinnt Titel“ lautet eine alte Fußballerweisheit, eine Weisheit über die der BVB gerade stolpert!

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