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«#VetterWurf» in Braunschweig?

07.08.2020 - Alles läuft auf ein Duell hinaus: Speerwurf-Ass Johannes Vetter will seinen zweiten Titel, Dauerrivale Andreas Hofmann den Hattrick. Am Sonntag fällt bei den deutschen Geister-Meisterschaften die Entscheidung. Olympiasieger Thomas Röhler ist diesmal nicht dabei.

  • Will sich in Braunschweig seinen zweiten nationalen Titel nach 2017 holen: Johannes Vetter. Foto: Michael Kappeler/dpa © dpa - Deutsche Presse-Agentur

    Will sich in Braunschweig seinen zweiten nationalen Titel nach 2017 holen: Johannes Vetter. Foto: Michael Kappeler/dpa © dpa - Deutsche Presse-Agentur GmbH

Jung-Papa Thomas Röhler schaut aus Jena gespannt zu, Titelverteidiger Andreas Hofmann wagt einen «Kaltstart», und dem Favoriten schwebt wieder ein «#VetterWurf» vor:

Für das langjährige Top-Trio der deutschen Speerwerfer haben die nationalen Titelkämpfe in diesem Jahr einen höchst unterschiedlichen Stellenwert. Röhler lässt Braunschweig aus, sein Training zielt bereits auf Olympia 2021 in Tokio. 27 Tage nach der Geburt von Söhnchen Theodor kann der Olympiasieger den Final-Sonntag seiner Disziplinkollegen nicht vor Ort, sondern zu Hause virtuell verfolgen.

Dafür ist Johannes Vetter voll da - der DLV-Rekordmann (94,44 Meter) startet am Sonntag (Finale um 17.30 Uhr/ZDF) in seinen ersten von geplant acht Wettkämpfen bis Mitte September. «Das Ziel ist klar definiert: der Titel. Ich weiß, was ich drauf habe, und wenn ich das am Sonntag abrufen kann, dann schaut's ziemlich gut aus», sagte der Weltmeister von 2017 der Deutschen Presse-Agentur.

Die Form stimmt nach Verletzungen wieder. «#VetterWurf» hatte der 27-Jährige von der LG Offenburg kürzlich nach seinen beachtlichen 86,94 Metern im westfinnischen Kuortane gepostet. Damit war der gebürtige Dresdner «super zufrieden». Und überhaupt: «Es ist ja die Kunst in diesem Jahr, nicht ins Blaue hinein zu trainieren», sagte Vetter mit Blick auf die frustrierende Corona-Saison.

Sein Motto für Olympia: «Ziele anpassen, aber nicht aufgeben!» Heißt: «Mit Blick auf die Olympischen Spiele in Tokio hat sich nur die Jahreszahl geändert.» 2021 statt 2020 will der ehrgeizige Modellathlet Speerwurf-Gold vom Olymp holen.

Das hat Röhler schon vor vier Jahren in Rio gewonnen, ein «Mix aus familiärem Fokus und sicherer Planung für das Jahr 2021» haben seine Absage bestimmt. Theodor, der am 13. Juli zur Welt kam, hält den Thüringer und seine Verlobte Lucia Schauerhammer derzeit auf Trab.

«Windeln wechseln kann ich. Das kriege ich gut hin - da darf man einfach keine Berührungsängste haben», sagte Röhler lachend. «Toi, toi, toi: Theodor ist lieb und lässt uns, wenn er einen guten Tag hat, auch mal vier Stunden am Stück schlafen.» Erst seit drei Wochen ist der Olympiasieger wieder im Training, mit seinem Übungsleiter Harro Schwuchow hat er ein neues Konzept ausgetüftelt.

«Für mich stand die Frage der Motivation nie - nur weil Tokio jetzt erst im Sommer 2021 ist. Olympische Spiele sind Olympische Spiele», meinte der Europameister vom LC Jena. «Wir trainieren auf einen Finaltag der Olympischen Spiele hin - an das Datum halten wir uns jetzt erst mal grob, aber nageln das im Kopf definitiv nicht fest», schilderte Röhler, der sich in der «Late Season» (späte Saison) noch in diesem Monat zeigen will: «Der grobe Plan ist, dass ich etwa Ende August den ersten Wettkampf mache.»

Von Andreas Hofmann, dem Meister von 2018 und 2019, kam jetzt grünes Licht für Braunschweig: «Ich werde werfen!» Der 28-Jährige aus Mannheim war im Training umgeknickt und hatte sich eine Bänderverletzung zugezogen. Nach einem Härtetest am Montag hat er aber entschieden, bei den Geister-Meisterschaften zu starten. «Durch die gute Generalprobe habe ich Selbstvertrauen getankt. Aber es wird ein Kaltstart», sagte Hofmann den «Badischen Neuesten Nachrichten».

© dpa-infocom, dpa:200806-99-71224/3

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