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Stefanie Heinzmann bei «The Masked Singer» raus

11.03.2020 - Wenn ein Riesen-Faultier gegen eine Dalmatiner-Hündin singt und jemand glaubt, Veronica Ferres sei daran beteiligt, dann weiß man: «The Masked Singer» ist wieder da. Als erste neue Kandidatin wird Sängerin Stefanie Heinzmann enttarnt.

  • Stefanie Heinzmann verbarg sich unter der Maske der Dalmatiner-Hündin. Foto: Rolf Vennenbernd/dpa © dpa - Deutsche Presse-Agentur

    Stefanie Heinzmann verbarg sich unter der Maske der Dalmatiner-Hündin. Foto: Rolf Vennenbernd/dpa © dpa - Deutsche Presse-Agentur GmbH

Als der übergroße Hase zu Ende gesungen hat, ist Rea Garvey relativ ratlos. Das flauschige Vieh klinge wie jemand, der «ein bisschen älter ist», meint der Sänger, der eines der drei Mitglieder im Rateteam der ProSieben-Show «The Masked Singer» ist.

Oder halt, nein: Vielmehr klinge der Hase «erfahren». Ein Name will Garvey dennoch nicht einfallen. Bis er auf etwas kommt, das in diesem Jahr fast immer richtig ist, wenn es um eine Show mit Prominenten geht: «Wie heißt die Frau vom Wendler?»

Ob sich unter dem Hasenkostüm tatsächlich irgendjemand aus dem Hause des Schlagerbarden Michael Wendler versteckt, wird sich erst in den kommenden Wochen zeigen. Die Musik-Rateshow «The Masked Singer» ist am Dienstag in ihre zweite Staffel gestartet. Nach und nach werden nun die Masken fallen - der Hase durfte seine zunächst aber behalten. Stattdessen wurde in der ersten Folge eine divenhaften Dalmatiner-Hündin von den Zuschauern rausgewählt. Unter dem Kostüm verbarg sich Sängerin Stefanie Heinzmann («My Man Is a Mean Man»).

Die zweite Staffel war seit langem ausgemachte Sache. Im vergangenen Jahr hatte sich «The Masked Singer» zu einem Überraschungshit für ProSieben entwickelt - von Folge zu Folge sahen mehr Menschen zu. An den Hype knüpfte man nun direkt an: Mit 25,3 Prozent Marktanteil war die erste Folge der neuen Staffel bei den 14- bis 49-jährigen Zuschauern das stärkste Format zur besten Sendezeit ab 20.15 Uhr.

Das Spielprinzip ist einfach: Zehn komplett verhüllte Prominente singen in Kostümen um die Wette. Die Zuschauer rätseln gemeinsam mit einem Rateteam im Studio, wer sich unter der Maske versteckt, und stimmen für ihre Favoriten ab. Wer die wenigsten Stimmen hat, fliegt raus - und wird demaskiert. Auf dem Weg dorthin wird die halbe deutsche Promi-Landschaft durchdiskutiert. Diesmal fielen bereits Namen wie Horst Lichter, Martin Semmelrogge und Birgit Schrowange. Eigentlich fehlte nur noch Helene Fischer.

Überraschungen, Rätselraten, Promi-Tratsch und grandiosen Quatsch wie ein Dalmatiner-Kostüm mit Sonnenbrille und einem Mantel in Dalmatiner-Fell-Optik werden so zu einer unterhaltsamen Show verrührt. Dass Heinzmann in der Hündin stecken würde, hatte keiner kommen sehen. Im Rateteam fielen Namen wie Veronica Ferres und Désirée Nick, Zuschauer tippten auch auf Heidi Klum - tendenziell Frauen, denen man einen divenhaften Auftritt im Samtkleid zutraut.

«Ich glaube, die Jury hat sich abgefahren blenden lassen vom Charakter», sagte Heinzmann danach. Auch sie hatte ihr Bestes gegeben, um die Scharade nicht auffliegen zu lassen. Viele ihrer Freunde wussten nicht, dass sie in Köln bei der Show war - und das an ihrem Geburtstag: «Ich musste ein bisschen lügen.» Zudem verstellte sie ihre Stimme - damit Rea Garvey sie nicht erkennt. Vor Jahren war sie mit ihm gemeinsam auf Tour gewesen. «Es wäre ja schade, wenn ich auf die Bühne komme, einen Ton singe und man sagt: Ach ja, die Heinzmann», sagte sie. «Dann brauche ich ja keinen Hund anziehen.»

Was auffällt: Heinzmann entstammt wie der Sieger der ersten «Masked Singer»-Staffel, der Sänger Max Mutzke, aus dem Universum von Stefan Raab. 2008 hatte sie der Moderator - mittlerweile selbst nicht mehr im Fernsehen zu sehen - bei einem Casting entdeckt. Die Schweizerin ist eine ehrbare Sängerin. Man tritt ihr aber nicht zu nahe, wenn man vorläufig festhält, dass «The Masked Singer» in der zweiten Staffel noch nicht den ganz großen Prominenten präsentiert hat.

Das kann aber ja noch kommen. Die Spekulationen schießen bereits ins Kraut. Das Chamäleon im Pailletten-Anzug klingt auffällig wie Dieter «Didi» Hallervorden. Die Gangsta-Rap-Kakerlake, könnte das nicht «Kelly Family»-Spross Angelo Kelly sein? Bei einer pinken Fledermaus war jemand im Publikum derart überzeugt, dass es sich um ESC-Gewinnerin Lena Meyer-Landrut handelt, dass diese Gewissheit laut ins Studio gerufen wurde. Bester Sänger ist eindeutig ein monströser Drache, Fanliebling ein Flokati-Knubbel namens «Wuschel».

Wie sehr die Zuschauer mitunter verwirrt werden, war während der Show auch praktisch zu beobachten. In der ProSieben-App konnten sie Tipps abgeben, wenn sie glaubten, einen Promi erkannt zu haben. Bei einer singenden Roboter-Frau setzten einige auf Komikerin Carolin Kebekus. Das war physikalisch aber kaum möglich. Kebekus saß im Rateteam.

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