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Der Reiz des Wettens: Hintergründe und Alltägliches über eine urmenschliche Neigung

26.04.2018 - Schon der römische Dichter und Staatsmann Seneca behauptete in der Antike: „Wir alle streben nach Glück und einem erfüllten Leben“. Und dieses Streben nach lebenslangem Mehrwert und sinnhafter Bestätigung hatte nicht nur damals Gültigkeit, sondern ist auch in der heutigen Zeit ein omnipräsentes Unterfangen. Ohne Zweifel haben sich jedoch die Bedingungen für die Suche nach einem wie auch immer gearteten „guten Leben“ verändert. Im 21. Jahrhundert besitzen altbekannte Institutionen schon lange nicht mehr die gleiche Wirkmacht wie früher. Der Mensch von heute hat im Sinne Fontanes eine ganz einfache Faustregel für sein Glück: „Was dich in Wahrheit hebt und hält, muss in dir selber leben“. Und dazu gehört auch das Streben nach Erlebnissen, zu welchen auch das Wetten gezählt werden kann. Eine kurze Bestandsaufnahme.

  • Ob in der Antike, im Mittelalter oder in der Neuzeit – das Spielen mit den Würfeln ist ein Klassiker. © pixelio.de /

    Ob in der Antike, im Mittelalter oder in der Neuzeit – das Spielen mit den Würfeln ist ein Klassiker. © pixelio.de / RainerSturm

Glück ist relativ. Das war es an sich schon immer und wird es auch immer bleiben. Nietzsche würde noch ergänzen, dass generell alles auf der Welt eine Frage des Geschmacks sei – demnach auch das persönliche Glück. Jedoch lohnt es sich, zwischen „aktivem“ und „passivem“ Glück zu differenzieren. „Passives“ Glück stellt auf die bewusste Rezeption dessen, was ist, ab – wie beispielsweise die Bewunderung eines schönen Gemäldes. „Aktives“ Glück ist hingegen ein vom Menschen bewusst kontrollierbares Glück. Der Mensch muss hierfür seine eigene „Komfortzone“ überwinden, um einen gewünschten Zustand vom Ist zum Soll zu ändern. Dazu gehört auch, den Kopf ausschalten zu können und auf seine berühmte „innere Stimme“ zu hören. Für viele Menschen ist sogar die Suche nach fortwährendem Nervenkitzel die Antwort auf viele Fragen.

Eine Sonderform des „passiven“ Glücks stellt das Glückspiel dar. Bei diesem mit Adrenalinkicks verbundenem Wetten gegen den Zufall stehen der Reiz und die erwartete Gewinnausbeute im Mittelpunkt. Da der Ausgang des Spielvorgangs nicht beeinflusst werden kann, geht der Spieler bzw. Zocker ganz im Wetterlebnis auf. Bereits zahlreiche römische Kaiser seien begeisterte Glücksspieler gewesen – eine Eigenschaft, die sich jedoch nicht nur auf die Römer allgemein sondern ebenso auf die Germanen anwenden lässt. Und auch wenn das Glücksspiel im Mittelalter als „Spiel des Teufels“ den unteren Schichten verboten war, so wurde dennoch an allen Ecken und Enden gezockt – nicht zuletzt zwischen den Adligen. In der heutigen Zeit ist das Spiel gegen den Zufall allgemein salonfähig geworden. Diese Entwicklung wurde auch durch die Einführung der ersten digitalen Glücksspiel-Software im Jahre 1994 begünstigt. In der heutigen Zeit lässt sich das eigene Glück also so bequem und einfach vor dem heimischen PC herausfordern wie noch nie.

In der Vergangenheit wurden zwar immer wieder Versuche unternommen, den menschlichen Hang zum Wetten einzudämmen, doch die überaus menschliche Neigung, sein Glück auf die Probe stellen zu wollen, wird nie gänzlich verschwinden. Ein besonders prominentes Beispiel liefern die Briten. Die Angelsachsen haben eine seit Generationen gewachsene Freude an ausgefallenen Wetten. Beliebte Trends beim Wetten sind aktuell beispielsweise:

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Hieraus wird bereits ersichtlich: In Großbritannien sind auch Wetten auf Details aus dem Leben der britischen Königsfamilie beliebt. Dabei sind zurzeit insbesondere Wetten bezüglich des dritten Kinds der britischen Herzogin Kate und Prinz William populär. Die Briten wetten auf das Geschlecht des Nachwuchses, den genauen Geburtstermin sowie auf den Namen des Kindes bzw. das Datum dessen Veröffentlichung. Wenn es glücklich macht…

Erfahrene Glücksspieler zocken nicht einfach ohne System. Professionelle Glücksspieler berechnen Wahrscheinlichkeiten, vergleichen Quoten und wählen die vermeintlich günstigste aus. Bei Wetten auf Fußballspielen ist das zum Beispiel so, dass sich viele Spieler von den jeweils vorausgegangenen Niederlagen von Mannschaften beeindrucken lassen, wodurch eine günstige Quote zustandekommt, wovon ein Profizocker zu profitieren weiß. Schließlich ist ihm bewusst: Viele Quotierungen von Top-Mannschaften stehen in keinem Verhältnis zu den tatsächlichen Ertragschancen und viele Glücksspiel-Betreibende im Internet sind generell intransparent. Daher sucht er sich von Anfang an einen seriösen und sicheren Wettanbieter aus, um einen maximal möglichen Wettbonus beanspruchen zu können. Hat der gewiefte Spieler erstmal den vollen Überblick über mögliche Boni mit und ohne Einzahlung einer ganzen Reihe von Glücksspielsorten, so kann er sich auf die Jagd machen. Dabei gilt im Sinne des sogenannten „Sharp Bettings“: Der Profizocker wettet stets zu seinem eigenen Vorteil. Um Fehler im Markt und schlechte Quoten rationaler erkennen zu können und selbst keine Fehler zu begehen, hält er sich an folgende Grundregeln:

5-Prozent-Regel: Der jeweilige Einsatz pro Wette muss stets in einem gesunden Verhältnis zum eigenen Gesamtkapital (maximal 5 % davon) stehen. Der Profispieler darf nur Beträge investieren, die er auch zu verlieren bereit ist.

Höchstbetrag: Für das Wetten plant sich der Profizocker je Monat bzw. Woche einen festen Betrag ein und hält sich konsequent daran.

Multikollinearität: Ein Zocker weiß, dass eine Wette mit zu vielen unbekannten Faktoren wenig erfolgsversprechend ist.

Stoisch: Ein erfahrener Spieler lässt sich beim Wetten niemals von seinen Emotionen leiten.

Wissen: Wissen ist Macht – auch beim Wetten. Denn ohne jeweiliges Fachwissen im entsprechenden Wettgebiet hat auch der größte Glücksspieler kaum eine Chance auf Erfolg.

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