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Nokia 3.4 im Test: 149 Euro reichen zum Glück

02.02.2021 - Schicker, schneller, teurer – im Smartphone-Markt geht es meist immer nur in eine Richtung. Dass man für den alltäglichen Gebrauch nicht mehr als 149 Euro (UVP) ausgeben muss, zeigt das Nokia 3.4. Wir haben das finnische Smartphone mit zweijähriger Update-Garantie, großem Display und dickem Akku eingehend getestet.

  • Robust und preiswert: Was kann das Nokia 3.4? © HMD

    Robust und preiswert: Was kann das Nokia 3.4? © HMD Global

  • Das Nokia 3.4 bietet ein großes 6,4-Zoll-Display und einen üppigen 4.000-mAh-Akku © HMD

    Das Nokia 3.4 bietet ein großes 6,4-Zoll-Display und einen üppigen 4.000-mAh-Akku © HMD Global

  • Leider beträgt die Auflösung des Bildschirms des Nokia 3.4 nur 1.560 x 720 Pixel © HMD

    Leider beträgt die Auflösung des Bildschirms des Nokia 3.4 nur 1.560 x 720 Pixel © HMD Global

  • Das Nokia 3.4 verfügt über insgesamt vier Kameras, aber deren Qualität ist nicht so überragend © HMD

    Das Nokia 3.4 verfügt über insgesamt vier Kameras, aber deren Qualität ist nicht so überragend © HMD Global

  • Der Fingerabdruck-Scanner liegt unterhalb des Kamera-Moduls und alternativ kann man das Nokia 3.4 per Gesichtserkennung entriegeln © HMD

    Der Fingerabdruck-Scanner liegt unterhalb des Kamera-Moduls und alternativ kann man das Nokia 3.4 per Gesichtserkennung entriegeln © HMD Global

  • Dank seines intelligenten Energie-Managements kann das Nokia 3.4 Akkuenergie sparen © HMD

    Dank seines intelligenten Energie-Managements kann das Nokia 3.4 Akkuenergie sparen © HMD Global

  • Dank geriffelter Oberfläche kommt das Nokia 3.4 nicht so leicht ins Rutschen © HMD

    Dank geriffelter Oberfläche kommt das Nokia 3.4 nicht so leicht ins Rutschen © HMD Global

Für die Puristen unter den Smartphone-Nutzern passt das Nokia 3.4 ganz hervorragend zum Vodafone-Tarif CallYa Start. Hier zahlt man schmale 4,99 Euro für vier Wochen und bekommt ein Gigabyte (GB) Highspeed-Volumen im LTE-Netz von Vodafone sowie eine Telefon- und SMS-Flatrate ins Vodafone-Netz.

Gehäuse

Beim Gehäuse hat der Nokia-Hersteller HMD Global weniger auf Eleganz als auf Robustheit gesetzt, wenngleich ein Schutz gegen Wasser oder Staub fehlt. Das geriffelte Kunststoffgehäuse – erhältlich in den Farben Charcoal, Fjord und Dusk – bewahrt das Nokia 3.4 vor dem Verrutschen auf glatten Oberflächen und steckt kleine Stürze locker weg. Das 161 x 76 x 8,7 Millimeter große und 180 Gramm schwere Smartphone kann gerade noch so mit einer Hand gesteuert werden, passt aber leider nicht in die meisten Standard-Handyhüllen.

Display

Auffällig ist das besonders breite 6,4-Zoll-Display des Nokia 3.4, das zudem von einem relativ dicken Rahmen eingefasst wird. Die Auflösung des LC-Displays ist mit 1.560 x 720 Pixeln recht spartanisch. Gut sind hingegen der große, stabile Betrachtungswinkel und der flotte Helligkeitssensor.

Speicher

Mit 32 GB bietet der interne Speicher des Nokia 3.4 für heutige Verhältnisse schon das absolute Minimum. Eine bis zu 512 GB große microSD-Karte sollte man sich auf jeden Fall dazukaufen, um Fotos, Videos und Songs auszulagern. Der Arbeitsspeicher ist mit drei GB auch nicht gerade üppig bestückt, sorgt aber für einigermaßen flüssiges Multi-Tasking.

Prozessor

Als Prozessor kommt ein Qualcomm Snapdragon 460 zum Einsatz – kein Ausbund an Schnelligkeit, aber er reicht mit seiner Taktung von bis zu 1,8 Gigahertz für den Normalbetrieb völlig aus und auch beim Zocken kommt es zu keinen Wacklern. Im Benchmark-Test Browsermark 3.0 erreicht das Nokia für diese Preisklasse ordentliche 159,57 Punkte.

Software

Die Paradedisziplin des Nokia 3.4 ist die Software. Das finnische Fabrikat läuft auf einem reinen Android-10-Betriebssystem von Google und bekommt zwei Jahre lang garantiert Updates, weil es an Googles Android-One-Projekt teilnimmt. Da die durchschnittliche Nutzungsdauer von Smartphones in Deutschland bei 18 Monaten liegt, ist das völlig ausreichend.

Akku

Auch der Akku ist ein Pluspunkt des Nokia 3.4. Der fest verbaute Energiespeicher fasst 4.000 Milli-Ampèrestunden (mAh), was in der Praxis für eine Laufzeit von rund 40 Stunden sorgt. Leider dauert das Aufladen über das mitgelieferte Netzteil circa drei Stunden.

Kameras

Wer viel Wert auf eine gute Kamera legt, sollte ein teureres Smartphone als das Nokia 3.4 kaufen, auch wenn auf der Rückseite gleich drei Knipsen zusammen mit einem LED-Blitzlicht in einem runden Element vereinigt sind. Am besten funktioniert noch die Hauptkamera mit 13 Megapixeln (MP) Auflösung, wenngleich die Aufnahmen in der Wirklichkeit weniger scharf sind, als dies auf dem Display angezeigt wird. Dies gilt vor allem für Aufnahmen in der Dunkelheit:

TAGAUFNAHME

Bei Tage hat die Hauptkamera des Nokia 3.4 wenig Mühe und eine gute Restlichtverwertung © Tom MeyerBei Tage hat die Hauptkamera des Nokia 3.4 wenig Mühe und eine gute Restlichtverwertung © Tom Meyer

NACHTAUFNAHME

Da das Nokia 3.4 keinen Bildstabilisator hat, kommt es bei Nachtaufnahmen öfter zu Wacklern © Tom MeyerDa das Nokia 3.4 keinen Bildstabilisator hat, kommt es bei Nachtaufnahmen öfter zu Wacklern © Tom Meyer

Ultraweitwinkel-Aufnahmen sind mit bis zu fünf MP möglich, aber auch hier bemerkt man Unschärfen und Verzerrungen:

ULTRAWEITWINKEL

Die äußeren Bildbereiche dieser Ultraweitwinkel-Aufnahme des Nokia 3.4 wirken recht flächig © Tom MeyerDie äußeren Bildbereiche dieser Ultraweitwinkel-Aufnahme des Nokia 3.4 wirken recht flächig © Tom Meyer

Eine Zwei-MP-Kamera für Tiefeninfos ermöglicht Bokeh-Bilder, wobei der Effekt recht künstlich herüberkommt:

BOKEH

Um Bokehs zu erzeugen, muss man in den Porträt-Modus der Hauptkamera gehen © Tom MeyerUm Bokehs zu erzeugen, muss man in den Porträt-Modus der Hauptkamera gehen © Tom Meyer

Die Selfie-Kamera des Nokia 3.4 löst mit acht MP auf, hat aber gerade im Dunklen Probleme. Das ist schade, da das Display-Fotolicht sich als ausreichend hell entpuppt:

SELFIE TAG

Die Qualität der Selfie-Kamera des Nokia 3.4 ist schlechter als die der Hauptkamera, aber ausreichend © Tom MeyerDie Qualität der Selfie-Kamera des Nokia 3.4 ist schlechter als die der Hauptkamera, aber ausreichend © Tom Meyer

SELFIE NACHT

Im Dunklen macht sich wie bei der Hauptkamera das Fehlen eines Bildstabilisators bemerkbar © Tom MeyerIm Dunklen macht sich wie bei der Hauptkamera das Fehlen eines Bildstabilisators bemerkbar © Tom Meyer

Sound

Neben den Foto- sind es auch meist die Klangeigenschaften, die ein günstiges von einem teuren Smartphone unterscheiden. So ist das auch beim Nokia 3.4. Der Mono-Lautsprecher des Einsteiger-Smartphones wirkt recht kräftig, neigt aber zum Scheppern. Ein Stereo-Headset wird nicht mitgeliefert, kann aber immerhin an die 3,5-Millimeter-Klinkenbuchse angedockt werden. Deren Ausgabequalität ist für diese Preisklasse gut.

Konnektivität

Um das 5G-Netz von Vodafone nutzen zu können, muss man tiefer in die Tasche greifen. Das Nokia 3.4 beherrscht nur 4G mit Download-Raten von bis zu 150 und Upload-Raten von maximal 50 Megabit pro Sekunde (MBit/s). Beim Praxistest im Vodafone-LTE-Netz schafft das Nokia 3.4 relativ langsame 92 MBit/s im Download und ordentliche 43 MBit/s im Upload.

Netterweise hat HMD Global dem Nokia 3.4 NFC spendiert, so dass die Nutzung von Google Pay möglich ist. WLAN ist nur in der langsamen n-Version an Bord. Bluetooth 4.2 ist leider ebenfalls ein veralteter Standard.

Sprach- und Empfangsqualität

Schon zu den Zeiten des seligen Nokia Communicator waren Nokia-Handys für ihre außerordentlich gute Sprach- und Empfangsqualität bekannt. Diese Gene trägt auch das Nokia 3.4 in sich, wie der Test im Vodafone-Netz zeigt. Die von Vodafone angebotenen Services Voice over LTE und Voice over Wi-Fi werden ebenfalls unterstützt.

Fazit

Es muss nicht immer das Teuerste vom Teuren sein – 149 Euro reichen zum Glück. Für das Nokia 3.4 sprechen zwei Jahre Update-Garantie, ein robustes Gehäuse, ein standfester Akku, ein ausreichend schneller Prozessor sowie eine sehr gute Sprach- und Empfangsqualität.

Abstriche muss man hingegen beim Display, beim Sound, bei der Konnektivität und beim Speicher machen. Das Nokia 3.4 verfügt zwar über insgesamt vier Kameras, aber deren Qualität reicht für Foto-Enthusiasten nicht aus.

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