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Samsung Galaxy S20: Höher, weiter, schneller

18.02.2020 - Mit dem Samsung Galaxy S20 und seinen größeren Ablegern Samsung Galaxy S20+ und S20 Ultra hat der koreanische Hersteller Samsung seine neue Oberklassenserie vorgestellt, die am 13. März in die Läden kommt. Gegenüber der Vorgängerserie bietet die drei Neuen eine höhere Kameraauflösung, erweiterten Speicherplatz und schnellere Prozessoren – aber braucht man das wirklich?

  • Das Samsung Galaxy S20 Ultra ist nominell mit einer 108-MP-Kamera ausgestattet, gibt aber nur Zwölf-MP-Bilder aus ©

    Das Samsung Galaxy S20 Ultra ist nominell mit einer 108-MP-Kamera ausgestattet, gibt aber nur Zwölf-MP-Bilder aus © Samsung

  • Neben der Größe der Displays sind die Kameramodula das wichtigste Unterscheidungsmerkmal zwischen Samsung Galaxy S20, S20+ und S20 Ultra ©

    Neben der Größe der Displays sind die Kameramodula das wichtigste Unterscheidungsmerkmal zwischen Samsung Galaxy S20, S20+ und S20 Ultra © Samsung

  • Das Samsung Galaxy S20 Plus gibt es mit und ohne 5G-Modul ©

    Das Samsung Galaxy S20 Plus gibt es mit und ohne 5G-Modul © Samsung

  • Mit 899 Euro ist das Samsung Galaxy S20 ohne 5G und mit 128 GB Speicher das Einstiegsmodell der neuen Serie ©

    Mit 899 Euro ist das Samsung Galaxy S20 ohne 5G und mit 128 GB Speicher das Einstiegsmodell der neuen Serie © Samsung

Preis-Leistungs-Verhältnis statt Spitzenleistung

Ich für meinen Teil kann auch mit weniger Leistung leben. Mein Smartphone hat neu circa 350 Euro gekostet und reicht für meine Zwecke völlig aus. Und heute bekommt man für ungefähr den gleichen Preis Geräte, die richtig viel Leistung bieten.

Auch Samsung selbst hat Modelle wie z.B. das Samsung Galaxy A80 im Portfolio. Kauft man dieses Smartphone aktuell im Netz, sind circa 350 Euro fällig. Dafür bekommt man ein 6,7-Zoll-Full-HD-Display, acht Gigabyte (GB) Arbeitsspeicher, 128 GB internen Speicher, LTE Kategorie 15 und eine Hauptkamera mit 48 Megapixeln (MP) Auflösung – für Otto Normalverbraucher sollte das mehr als ausreichend sein.

Oberklassen-Technologie – schon irgendwie faszinierend

Nichtsdestotrotz ist es für mich immer wieder erstaunlich, wie viel Technologie die Hersteller in ihre Flaggschiffe packen – wohl auch, um der Konkurrenz und der Kundschaft zu zeigen, was man so drauf hat. Obendrein kann man mit High-End-Smartphone richtig gutes Geld verdienen.

So kostet die günstigste Version des Samsung Galaxy S20 mit völlig ausreichenden 128 GB Speicher und ohne 5G-Empfang stolze 899 Euro (UVP). Wer das Top-Modell Samsung Galaxy S20 Ultra 5G mit 512 GB Speicherplatz kauft, muss sogar 1.549 Euro hinlegen. Dafür kaufen sich andere Menschen auch schon mal einen Gebrauchtwagen.

Das Samsung Galaxy S20 hat ein 6,2-Zoll-Display und sollte damit für die meisten User ausreichen. Das Samsung Galaxy S20+ kommt auf 6,7 Zoll und das Samsung Galaxy S20 Ultra gar auf 6,9 Zoll. Unabhängig von der Größe beträgt die Auflösung bei allen drei Modellen 3.200 x 1.440 Pixel. Das ist allenfalls beim Anschauen von 4K-Videos nett, aber netterweise bietet Samsung seinen Kunden die Möglichkeit die Auflösung auf Full-HD-Plus-Qualität herunterzuschrauben und so Akkulaufzeit zu sparen.

Audio-Buchse adieu

Alle drei neuen Samsung-Smartphones werden von einem Exynos 990 mit acht Kernen und einer Taktung von bis zu 2,73 Gigahertz angetrieben. Ebenso haben alle drei einen Ultraschall-Fingerabdrucksensor, können per Gesichtserkennung entsperrt werden und sind nach IP68 unempfindlich gegen Wasser und Staub – alles nützliche Features.

Erstaunlich finde ich jedoch, dass das Samsung Galaxy S20 Ultra nur mit 5G-Schnittstelle zu haben ist, während man sich dieses Extra bei den beiden kleineren Modellen sparen kann und so 100 Euro weniger bezahlt. Immerhin legt Samsung Vorbestellern des Samsung Galaxy S20+ und S20 Ultra ein Paar der neuen Galaxy-Buds+-Headsets kostenlos bei.

A propos Sound: Eine 3,5-Millimeter-Klinken-Buchse sucht man bei Samsungs neuer Oberklasse vergebens. Das ist schade, denn Audio-Freaks wissen die gute Klangqualität über den Klinkenausgang zu schätzen. Und ganz nebenbei kann man klassische Kopfhörer nicht mehr andocken, wenn man nicht einen passenden Adapter für die USB-Schnittstelle am Mann bzw. an der Frau hat.

Fotos mit bis zu 108 Megapixeln?

Ein Kernelement der Werbung für die S20-Serie ist die satte Kameraauflösung. Beim Samsung Galaxy S20 und S20+ sind eine Weitwinkelkamera mit zwölf Megapixeln (MP), eine Ultra-Weitwinkelkamera mit ebenfalls zwölf MP sowie ein 64-MP-Teleobjektiv mit Dreifach-Zoom an Bord. Im Samsung Galasxy S20+ hat der Hersteller zusätzlich ein Tiefensensor verbaut.

Das Weitwinkelobjektiv des Top-Modells Samsung Galaxly S20 Ultra hat sogar einen Foto-Chip mit 108 MP und das Teleobjektiv einen mit 48 MP. Samsung fasst bei beiden aber jeweils mehrere Pixel einer Farbe zu einem größeren Gesamtpixel zusammen. So liefern beide letztlich Aufnahmen mit einer Auflösung von nur zwölf MP. Die Aufnahmequalität wird so zwar merklich verbessert und selbst Profi-Fotografen benötigen nicht mehr als zwölf MP, aber der Kundeneindruck, man bekomme 108 MP, stimmt nicht.

Samsung wirbt zudem damit, dass das Samsung Galaxy S20 und S20+ einen Super Resolution Zoom mit 30-facher Vergrößerung haben, das Samsung Galaxy S20 Ultra sogar einen mit 100-facher Vergrößerung. Das ist nominell ebenfalls richtig, doch de facto werden lediglich die Pixel vergrößert. Das tun die Samsung-Smartphones zwar geschickt und schnell, am Ende aber sind derart hochgerechnete Bilder aber immer von minderer Qualität.

Kühler Kopf statt pochendem Herzen

Sie werden sich nun fragen: „Welches Smartphone soll ich kaufen?“ Die Antwort: „Das richtet sich nach Ihren ganz persönlichen Bedürfnissen.“ Für sogenannte „early adopters“, die immer den letzten Schrei in der Jackentasche mit sich führen müssen, ist die S20-Serie von Samsung sicherlich ein begehrtes Objekt. Und Nutzer, die ein älteres S-Modell ihr Eigen nennen, dürften ebenfalls ein Auge auf die neue Oberklasse der Koreaner werfen. Alle anderen sollten eher mit kühlem Kopf rechnen statt mit pochendem Herzen zu entscheiden.

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