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Ganz schlimme Filme!

19.01.2018 - Gehen Sie schnell noch ins Kino und gucken ein paar Nächte durchs TV. Wohlmöglich ändert sich demnächst jede Menge und es gibt nichts Zweifelhaftes mehr zu sehen.

  • Foto: Caroline Seidel © dpa - Deutsche Presse-Agentur

    Foto: Caroline Seidel © dpa - Deutsche Presse-Agentur GmbH

Kann künftig schwierig werden, mit dem Filme gucken. Überall müssen Männer rausgeschnitten werden, die Mitarbeiterinnen an den Hintern gefasst haben. Und jetzt kommt noch Marlene Mortler, CSU. Das ist die Drogenbeauftrage der  Bundesregierung. Sie mag generell keinen Kontrollverlust und hat gerade die die TV- und Filmbranche kritisiert. „Es wird gequalmt, was das Zeug hält“, sagt Marlene, also in den Filmen, nicht in den Studios, und das soll jetzt bitte reduziert werden. Erstmal im deutschen Film und dann in der echten Welt. Wenn die Jugendlichen nicht mehr sehen, dass geraucht wird, werden sie auch nicht dazu verführt. Sagt Mortler.

Deshalb soll jetzt kein Film mehr gefördert werden, in dem eine Fluppe qualmt. Denn „Zigaretten sind weder cool noch lässig, sondern schlicht und einfach ungesund.“ Rrrrrichtig, Marlene. Aber doch bitte weiterdenken: Waffenbesitz und Schießereien sind auch sehr ungesund. Und Drinks (Komasaufen! Keine Vitamine!), Smartphones (Suchtgefahr!), fette Autos (Poser!), wilde Verfolgungsjagden (Achtsamkeit im Straßenverkehr!), Burger, Eiscreme, Torte (Fettleibigkeit!) - das ist alles ganz, ganz schlecht! Vor allem aber: Sex. Der läuft filmisch gesehen bislang rein gar nicht vorbildlich. Da bleibt sehr oft recht zweifelhaft, ob der ausdrücklich einvernehmlich und mit Verhütung geschieht. Vor allem international. Jetzt nur mal James Bond: Der hat ja überhaupt noch nie gefragt, bevor er eine neue Gespielin an die Wand gedrückt und abgeküsst hat.

Vom Jugendschutz mal ganz abgesehen, sollten auch die Frauen besser geschützt werden, im Film. Diese ganzen Kerle, die uns da vorgeführt werden -  souverän, stilvoll, charmant, humorvoll, gutaussehend, sexy, reich - da macht man sich als Frau doch Hoffnungen, dass es sowas auch in Wirklichkeit gibt! Und wenn man dann so einen nicht findet, wird man unglücklich. Und muss wohlmöglich in Therapie. Oder Tabletten nehmen. Alles wegen der Filmbranche.

Also, es gibt viel zu tun, Marlene, ich wünsche natürlich Glück.

Zum Schluss noch eine nette news aus der bunten Welt des Fernsehens: In Hamburg arbeitet der Krimi-Drehbuchautor Christoph Busch in einem ehemaligen Kiosk einer U-Bahn-Station. Er sitzt in dem Glaskasten und schreibt. Draußen am Kiosk hängt ein Schild: „Ich höre Ihnen zu“. Man kann reingehen zu Busch und ihm was erzählen. Schön.

 

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