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Sony Xperia 1 II: Es muss nicht immer ein iPhone sein

20.10.2020 - Alle Jahre wieder singt die Presse den Abgesang auf Sony-Smartphones. Angesichts übermächtiger Konkurrenten wie Apple, Samsung oder Huawei möchte man das glauben. Das neue Modell Sony Xperia 1 II zeigt indes, dass die Japaner in der Smartphone-Oberklasse locker mithalten können.

  • Der Fingerabdruck-Scanner des Sony Xperia 1 II verbirgt sich im rechts liegenden An-/Aus-Knopf
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    Der Fingerabdruck-Scanner des Sony Xperia 1 II verbirgt sich im rechts liegenden An-/Aus-Knopf © Sony

  • Das kantige Design des Sony Xperia 1 II geht auf den Urahn Sony Xperia Z zurück
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    Das kantige Design des Sony Xperia 1 II geht auf den Urahn Sony Xperia Z zurück © Sony

  • Die Gehäuseseiten des Sony Xperia 1 II sind so eben geschliffen, dass man es mit etwas Geschick aufrecht hinstellen kann ©

    Die Gehäuseseiten des Sony Xperia 1 II sind so eben geschliffen, dass man es mit etwas Geschick aufrecht hinstellen kann © Sony

 

Auch Sony kann teuer

Android oder iOS – das ist ja schon seit Jahren eine Glaubensfrage. Ich muss zugeben: Ich gehöre zur Android-Fraktion. Apple hat zwar ein tolles Design und kann mit jahrelangen Updates glänzen, weil Software und Hardware zusammen entwickelt werden, doch ich halte es lieber mit der Google-Plattform. Android-Handys bekommen zwar nicht solange Updates wie die iPhones, doch sie lassen sich von meinem Windows-Rechner leichter auslesen. Außerdem kann man mittlerweile auch schon für rund 200 Euro richtig gute Geräte mit dem Google-OS kaufen.

Der gesunde Menschenverstand lässt mich fragen: „Warum sollte man sich ein iPhone 11 Pro für 1.120 Euro kaufen?“ Weniger betuchte Menschen kaufen sich dafür einen, wenn auch klapprigen, Gebrauchtwagen. Andere stellen sich für diesen Batzen Geld in Zeiten von Corona in einen TV-Sessel mit allen Schikanen ins Wohnzimmer. Der Technik-Freak in mir sagt jedoch: „Mein Smartphone muss immer der letzte Schrei sein und da spielt Geld keine Rolle.“ So ähnlich müssen sich auch Käufer eines Sony Xperia 1 II fühlen, die für ihr Smartphone 1.199 Euro auf den Tisch legen. Die unverbindliche Preisempfehlung des High-End-Modells aus dem Land der aufgehenden Sonne übertrifft sogar noch die des iPhone 11 Pro.

Design, Display und Sound

Was haben moderne Autos und Smartphones gemeinsam? Genau, man hält sie fast nur noch aufgrund eines fetten Markenlogos auseinander. Ein iPhone erkennt man hingegen sofort – und ein Sony Xperia auch. Schon der Urahn, das 2013 vorgestellte Sony Xperia Z, hatte das ausgesprochen kantige Design, das aus der Masse herausstach und mit dem Sony Xperia 1 II nun seine Fortsetzung findet. Auch der einfach mit dem Fingernagel zu öffnende Karten-Slot ist typisch Sony und war schon im ersten Xperia-Handy zu finden.

Eine Gesichtserkennung fehlt, denn die halten die perfektionistischen Japaner für unsicher. Beim Display des Sony Xperia 1 II schöpft Sony alle Möglichkeiten aus: 21:9-Kinoformat, 3.840 x 1.644 Pixel Auflösung bei einer 6,5-Zoll-Diagonale und eine Helligkeit von 573 Candela pro Quadratmeter. Das braucht man zwar eigentlich nicht und den Akku saugt es trotz immerhin 4.000 Milli-Ampèrestunden Kapazität schnell leer, aber Filme auf dem Sony zu schauen macht trotzdem großen Spaß.

Das liegt natürlich auch am hervorragenden Sound der integrierten Stereo-Lautsprecher. Besser noch ist es, wenn man die mitgelieferten Kopfhörer andockt. In Kombination mit dem Streaming-Dienst Tidal kann man 360 Reality Audio hören. Die Unsitte die Kopfhörer über USB anzuschließen macht Sony als Home-Entertainment-Spezialist natürlich nicht mit. Stattdessen ist die gute, alte Klinkenbuchse eingebaut, die immer noch die bessere Klangqualität garantiert.

Speicher, Prozessor und Bildsensor

Der Speicher ist mit 256 Gigabyte riesig und dann kann man noch eine bis zu einem Terrabyte große Speicherkarte einlegen. Das ergibt nur Sinn, wenn man mit dem Sony Xperia 1 II oft 4K-Videos dreht. Und das macht man gern, da das High-End-Modell aus Japan eine sehr gute Bildstabilisierung und einen äußerst lichtempfindlichen Bildsensor aus Sony-eigener Produktion an Bord hat.

Auf das Fotografieren hat sich der Hersteller laut eigener Aussage am meisten fokussiert – und das merkt man. Auf der Rückseite des Sony Xperia 1 II sitzen eine Hauptkamera, eine Ultra-Weitwinkel-Linse und ein Teleobjektiv, die allesamt mit einer Auflösung von zwölf Megapixeln aufwarten. Das hört sich nicht spektakulär an, aber anstatt auf immer höhere Auflösung legt Sony Wert auf schnelle Auslösezeiten und eine gute Restlichtverwertung.

Auch beim Prozessor hat sich Sony nicht lumpen lassen. Der Qualcomm Snapdragon 865 ist 2,84 Gigahertz schnell und der Arbeitsspeicher ist auch immerhin acht Gigabyte groß, so dass man den japanischen Kanten immer schön flüssig bedienen kann.

Sony Xperia 1 II mit 5G-Empfang

A propos 5G: Selbstredend beherrscht das Sony Xperia 1 II den neuen superschnellen Internet-Standard. Leider ist 5G in Deutschland noch nur recht punktuell ausgebaut, doch das High-End-Modell aus Japan ist auch im 4G-Netz richtig wieselflink unterwegs. Im Vodafone-Netz kam ich in der Praxis auf 352 Megabit pro Sekunde im Download und 43 Megabit pro Sekunde im Upload. Das ist absolut auf 5G-Niveau und schneller als das, was die meisten Smartphones bieten.

Man merkt schon: Es muss tatsächlich nicht immer ein iPhone sein. Das Sony Xperia 1 II kann in der Oberklasse locker mithalten und verspricht weitere spannende Entwicklungen für die Zukunft. Da wäre es doch schade, wenn Sony mangels guter Verkaufszahlen seine Smartphone-Sparte dichtmachen müsste.

 

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