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Wie Schwedens meistgesuchte Promis zu Clickbait werden

23.10.2018 - Schweden hat schon so manche berühmte Person hervorgebracht. Sei es aus dem Bereich Unterhaltung, Popmusik oder Sport, einige Schweden haben es zu weltweitem Ruhm gebracht. Natürlich haben diese „Vorzeigeschweden“ On- wie Offline einen hohen Vermarktungswert und sind daher beliebte Werbepartner für die verschiedensten Unternehmen.

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    © pixabay.com / Gerd Altmann

Doch nicht nur in offiziellen Werbe- oder Sponsorendeals wird mit den Gesichtern der Promis geworben. Auch Hacker und Hersteller schädlicher Software nutzen die Popularität bestimmter Berühmtheiten, um ihre Computerviren zu verbreiten. Die Hacker im 21. Jahrhundert werden immer dreister. In diesem Artikel geht es natürlich nicht darum, ob oder welche verbotenen Dinge diese Promis tun, sondern vielmehr, wie deren Namen für illegale Online-Aktivitäten und Cyberkriminalität missbraucht werden.

Prominente Namen als Lockmittel

Das IT - Unternehmen Intel hat eine Liste der „gefährlichsten“ schwedischen Berühmtheiten im Internet veröffentlicht. Hier wurde untersucht, wie hoch die die prozentuale Wahrscheinlichkeit ist, einen Internet-Virus einzufangen, wenn man auf einen Namen in der Liste klickt. Die Ergebnisse beruhen auf den Auswertungen des firmeneigenen Datencenters. Man mag es sich kaum vorstellen, aber in einigen Fällen liegt die Gefahr eines versuchten Hackerangriffes bei bestimmten Suchbegriffen bei fast 20 Prozent. So haben die Statistiker von Intel herausgefunden, dass 17,92 % der Seiten mit dem Suchwort Armin van Buuren (DJ) zu gefährdenden Seiten führen. Auch bei Suchen nach dem Singer-Songwriter Luke Bryan und dem Rapper Usher besteht eine 17- bzw. 16 prozentige Chance, auf gefährliche Seiten zu gelangen.

Zlatan Ibrahimovic ist der „gefährlichste“ Schwede

Mit einer Gefahrenrate von 9,58 Prozent gehört der schwedische Fußballstar Zlatan Ibrahimovic zu den „gefährlichsten“ Schweden im Internet. Der Stürmer, der mittlerweile in Diensten des US-amerikanischen Fußballvereins LA Galaxy steht, ist der mit Abstand meistgesuchte schwedische Sportler im Internet. Kein Wunder also, dass sein Name immer wieder für Hackerangriffe missbraucht wird. Zwar spielt der Schwede seit zwei Jahren nicht mehr für PSG, doch trotzdem ist der französische Hauptstadtclub einsamer Favorit auf den Gewinn der diesjährigen Ligue 1., der Anbieter Betway listet die Pariser mit einer Quote von 1,01 (Stand 20.10.) auf die Meisterschaft. Doch nicht nur im Bereich der Malware sorgt Zlatan für Aufruhr in der digitalen Welt. Als er noch bei Paris St. Germain spielte und in der Champions League gegen seinen Ex-Club Malmö FF antreten musste, sorgte der Ansturm auf die Tickets für das Spiel für einen Zusammenbruch der Internetseite. Auch wenn der extrovertierte Superstar an ein baldiges Karriereende denkt, wird er weiterhin einer berühmtesten und somit auch „gefährlichsten“ Internetpromis bleiben.

 
 
 
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Auch ABBA Ziel von Hackerangriffen

Doch nicht nur aktuelle Fußball- oder Medienstars sind beliebte Targets bei den Hackern. Auch die weltberühmte Musikgruppe ABBA gehört zu den gefährlichsten schwedischen Suchbegriffen. Knapp jede 10. Seite (9,44 Prozent) führt zu einer gefährlichen Seite mit Malware oder einem Virus. Zwar hat sich ABBA vor mehreren Jahrzehnten aufgelöst, jedoch gehört die Band immer noch zu den meistgesuchten Gruppen Schwedens. Schließlich zeichnet die Gruppe verantwortlich für einige der größten Welthits wie "Waterloo" und "Dancing Queen" und hat auch in ihrer nunmehr 35 Jahre andauernden Schaffenspause mit den "Mamma Mia" Musicals und Filmen weitere kulturelle Meilensteine geschaffen. Insbesondere die immer wieder auftauchenden Gerüchte um eine Reunion sorgen dafür, dass ABBA in den Suchmaschinen relevant bleibt. Tatsächlich ist das Thema derzeit so präsent, dass sogar auf das Erscheinen einer neuen Hitsingle von ABBA im Dezember 2018 Wetten angeboten werden. Kein Wunder also, dass dieser Suchbegriff auch bei Hackern äußerst beliebt ist, um bösartige Software auf ihrem Rechner zu platzieren.

 
 
 
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Popularitätsschub von Yngwie Malmsteen interessant für Hacker

Auf Platz drei der Intel-Liste der „gefährlichsten“ Schweden im Internet liegt der Metal-Gitarrist Yngwie Malmsteen. Sein virtuoses Gitarrenspiel hat in den 1980er Jahren eine ganze Musikrichtung beeinflusst. Insbesondere sein Mitwirken in der Casting Show X-Factor hat dafür gesorgt, dass der innovative Gitarrist auch von jüngeren Leuten vermehrt im Internet gesucht wird. Dies ist auch den Hackern nicht entgangen, sodass knapp über neun Prozent der Suchanfragen zu Malmsteens Namen zu schädlichen Seiten führen.

Suche nach Popmusikern scheint am gefährlichsten

Stars und Sternchen der Popkultur sind natürlich immer sehr gefragte Themen in der On- und Offlinewelt. Betrachtet man die Top 10 der „gefährlichsten“ schwedischen Internetpromis, fällt auf, dass es überwiegend Pop-Musiker oder DJs sind, deren Suchergebnisse zu gefährdenden Seiten führen. Mit Zlatan Ibrahimovic ist lediglich ein Sportler unter den genannten Namen in dieser Liste. Dafür führt er diese klar an. Auf den Plätzen vier bis 10 finden sich sowohl international bekannte Namen wie Swedish House Mafia (8,61 Prozent), Icona Pop (8,75 Prozent) oder Robyn (7,92 Prozent) als auch vorwiegend in Schweden bekannte Künstler wie Darin Zanyar (9,03 Prozent) oder Agnes Carlsson (8,61 Prozent). Eigentlich könnten sich die genannten Personen über ihren hohen Netzwert freuen, denn je höher dieser ist, desto höher ist auch das Vermarktungspotential. Dass einige schwarze Schafe allerdings versuchen, mit berühmten Namen für die Verbreitung von Viren sorgen, dürfte diesen Promis eher weniger gefallen. Nehmen sie sich auf jeden Fall in Acht, denn es gilt wie immer: Eine gute Anti-Viren Software ist in diesen Zeiten unerlässlich.

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