Diese Seite benötigt Javascript! Bitte aktivieren Sie Javascript für eine korrekte Darstellung.

Zielgrade 2. Bundesliga – wer steigt auf, wer steigt ab?

21.03.2019 - Seit der Winterpause hat sich in der Zweiten Bundesliga so einiges getan. Standen die Hamburger damals als Herbstmeister sicher in der ersten Reihe des Tors der Bundesliga, lief es in den vergangenen anderthalb Monaten nicht so gut. Die Kölner hingegen schafften den Sprung auf den ersten Platz, was den HSV sicherlich nicht erfreut. Auf den Verfolgerplätzen beziehungsweise dem Ränkespiel um den begehrten Platz 3 geben sich die Clubs munter von Woche zu Woche die Klinke in die Hand. Und während oben gute Stimmung herrscht, sieht es unten für den einen oder anderen Club mehr als düster aus. Dieser Artikel schaut sich die Dramatik einmal genauer an.

  • Welches Team wird am Ende über den Aufstieg jubeln dürfen und wer muss den Weg in die dritte Liga antreten? © pixabay.com / picselweb (CC0-Lizenz)

    Welches Team wird am Ende über den Aufstieg jubeln dürfen und wer muss den Weg in die dritte Liga antreten? © pixabay.com / picselweb (CC0-Lizenz)

Mögliche Aufsteiger

Man braucht sich nicht weit aus dem Fenster zu lehnen oder den Tag vor dem Abend zu loben, um zu mutmaßen, dass die sicheren Aufstiegsplätze nicht nur belegt sind, sondern dass sich die Clubs mit robustem Kleber festgeklebt haben:

- Köln - aktuell führen die Geißböcke die Liga mit einem Punkt Vorsprung vor dem HSV an, allerdings haben die Kölner auch noch ein Spiel gut. Das fast-Lokalderby gegen den MSV fiel aufgrund der Unbespielbarkeit des Platzes aus. Vier der letzten fünf Spiele haben die Kölner gewonnen, eines verloren.

- HSV - die Statistik sieht hier nicht ganz so perfekt aus, denn von den letzten fünf Spielen gingen zwei mit einem Sieg, eins mit einem Unentschieden und zwei mit Niederlagen aus. Darmstadt und Regensburg scheinen dem HSV ungefähr so gut zu liegen, wie Holstein Kiel. Dafür setzten sie sich im Stadtderby eindrucksvoll mit 4-0 durch.

Gewiss ist es rechnerisch noch möglich, dass nur einer von den beiden Clubs oder auch gar keiner aufsteigt, dieses Szenario ist aber unwahrscheinlich, wie ein Sprecher von Sportwettentest.net versicherte. Die Frage ist eigentlich nur noch, wer von ihnen den Meistertitel der 2. Liga holt und somit höhere Fernsehgelder kassiert. Wesentlich interessanter ist es bei den Verfolgern, die sich scheinbar so gar nicht entscheiden können, ob sie nun aufsteigen wollen oder nicht:

- Union Berlin - die Eisernen scheinen einen ebenso eisernen Vorsatz zu haben und drängen auf die Relegation - wenn nicht gar mehr. Nur drei Punkte trennen sie vom HSV, hier wäre also, vorausgesetzt, die Hamburger oder Kölner stellen sich schlecht an, sogar mehr drin.

- Pauli - was hatten die Jungs vom Millerntor nicht vor einigen Wochen noch Spaß. Jetzt liegen sie ganze 4 Punkte von Platz 3 entfernt und verzeichneten nicht nur gegen den Stadtrivalen eine herbe Niederlage. Nur 2 Siege bei 3 Niederlagen aus den letzten fünf Spielen sind zu wenig.

- Kiel - geht den Kielern nach zweieinhalb grandiosen Jahren etwa die Luft aus? 42 Punkte sind auf ihrem Zählerkonto, aber das Siegen scheint nicht mehr wirklich zu funktionieren. Leider, aus Sicht der Kieler, kommt der Lieblingsgegner HSV auch nicht mehr vorbei.

- Heidenheim - vor einigen Wochen stand das Team nicht wirklich auf dem Aufstiegsaufgebot, doch haben sie sich mit 42 Punkten herangeschlichen.

An dieser Stelle ließe sich nun noch der SC Paderborn erwähnen, denn er liegt nur einen Punkt hinter den weiteren Verfolgern. Doch die Wahrscheinlichkeit, dass dieser Verein nochmals den Aufzugdurchmarsch schafft, ist verschwindend gering.

Mögliche Absteiger

Rechnerisch sind noch alle Optionen offen, doch sieht es ganz so aus, als handelten die Clubs den Abstieg unter sich aus, mit denen eigentlich schon jeder gerechnet hätte. Von miserablen Klassenerhaltschancen zu verbesserten Chancen:

- Ingolstadt - 19 Punkte nach 26 Spielen, 15 Niederlagen, 7 Unentschieden, 4 Siege. 25 geschossene Tore, eine Minusdifferenz von 20. Ein Sieg aus den vergangenen fünf Spielen. »Frankenstein« wurde damals in Ingolstadt erschaffen, heute dürfte die Figur »Abstiegsgespenst« heißen.

- MSV Duisburg – die Zebras legen es scheinbar darauf an, wieder in den werten Kreis der Drittligisten aufgenommen zu werden. Ganz so mies wie bei Ingolstadt sieht es nicht aus, doch sind 21 Punkte bei vierzehn Niederlagen ein Graus. Pluspunkt: Der MSV hat noch ein Nachholspiel.

- Magdeburg - es war zu erwarten, dass die »Magdeburger Jungs« in den Abstiegsstrudel geraten. Als Aufsteiger mussten sie sich erst behaupten. Aktuell stehen sie auf dem Relegationsplatz, der Trainerwechsel im Herbst hat jedoch keine Besserung gebracht: 2 Unentschieden, 2 Niederlagen, 1 Sieg aus fünf Spielen könnten zu wenig sein.

- Sandhausen - sie sind punktgleich mit Magdeburg, viel mehr ist nicht zu sagen.

Während Ingolstadt wohl mitsamt der roten Laterne hinuntergeht, dürften die restlichen Drei unter sich ausmachen, wer es auf den 15. Rang schafft und wer die allerletzte Chance in der Relegation bekommt.

Für wen die Saison ruhig zu Ende gehen könnte

Das dürfte für den Rest der Liga gelten. Grundsätzlich sollten es die Clubs dennoch nicht zu ruhig angehen lassen, denn einmal kann es immer Wunder geben, aber auch das Fiasko tritt schneller ein, als so manch einer die Stutzen hochziehen kann. Zudem gibt es in der Liga schlichtweg mehr Geld, wenn auch nur ein Rängchen höher geklettert wird. Rund ums Mittelfeld:

- Punktefeld - vom 7. (Paderborn) mit 41 Punkten zu Dresden auf Rang 14 mit 28 Punkten herrscht praktisch das Mittelfeld.

- Luft nach oben - Regensburg konnte es mit aktuell 37 Punkten noch unter die ruhmreichen Sieben schaffen, auch Bochum hätte die Möglichkeit dazu.

- Luft nach unten - es gilt ja die bekannte Rechenregel, dass ein Verein mit 40 Punkten nicht absteigt. Das dürfte für das Mittelfeld aktuell auch das einzige Ziel sein, denn wirklich in Abstiegs- oder Aufstiegsnot wird kaum einer kommen.

Im Saison-Endspurt haben sich bereits einige Positionen gefestigt. © pixabay.com / jarmoluk (CC0-Lizenz) Im Saison-Endspurt haben sich bereits einige Positionen gefestigt. © pixabay.com / jarmoluk (CC0-Lizenz)  

Fazit – Spannung oben und unten

Und in der Mitte ein angenehm langweiliges Durchwurschteln. So wirklich interessant ist in der Zweiten Liga wirklich nur noch die Frage, wer nun Meister wird und wer es von den Verfolgern auf den dritten Rang schafft, alternativ die Frage, mit wie wenigen Punkten die mutmaßlichen Abstiegskandidaten absteigen. Doch wer weiß? Vielleicht verliert der HSV nun jedes einzige Spiel, während St. Pauli jedes Match gewinnt?

Schließen

Aus Sicherheitsgründen werden Sie nach 30 Minuten Inaktivität vom System abgemeldet.

Um das zu verhindern, werden Sie bitte vor Ende dieses Zeitraums wieder aktiv.

Nach erfolgtem Logout können Sie sich erneut anmelden.
Aus Sicherheitsgründen wurden Sie nach 30 Minuten Inaktivität vom System abgemeldet. Bitte loggen Sie sich erneut ein.

Homepage aktualisieren