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Beckedahl warnt vor automatisierter Plattform-Kontrolle

25.04.2018 - Leipzig (dpa) - In der Diskussion um die Löschung von strafbaren Inhalten bei Internetplattformen hat Netzaktivist Markus Beckedahl vor einer Gefahr für die Demokratie durch eine zunehmende Automatisierung der Kontrolle gewarnt. Mittelfristig würden Algorithmen das Löschen übernehmen, ohne dass es dafür ein geeignetes Kontrollsystem gebe, kritisierte der Gründer des Blogs Netzpolitik.org am Mittwoch bei den Medientagen Mitteldeutschland in Leipzig während einer Diskussion über das sogenannte Netzwerkdurchsetzungsgesetz.

  • Aktivist Markus Beckedahl bei der Internetkonferenz re:publica. Foto: Britta Pedersen/Archiv © dpa - Deutsche Presse-Agentur

    Aktivist Markus Beckedahl bei der Internetkonferenz re:publica. Foto: Britta Pedersen/Archiv © dpa - Deutsche Presse-Agentur GmbH

Er bemängelte, dass das seit 1. Januar geltende Gesetz Plattformen wie Facebook oder YouTube zu «Richtern und Henkern» mache, statt die Urheber von Hass-Postings vor Gericht zu stellen. «Stattdessen reden wir nur darüber, wie die Postings aus der Welt geschafft werden können.»

Am 1. Januar 2018 war das Netzwerkdurchsetzungsgesetz (NetzDG) in Kraft getreten. Es schreibt vor, dass Online-Plattformen wie Facebook oder YouTube klar strafbare Inhalte binnen 24 Stunden nach einem Hinweis löschen müssen - und in weniger eindeutigen Fällen eine Woche Zeit haben.

Bei den Medientagen Mitteldeutschland diskutieren noch bis Donnerstag Experten bei rund 30 Veranstaltungen Fragen zur Medienpolitik, zur Regulierung und zu anderen branchenrelevanten Aspekten.

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