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Freigestellter Gedenkstätten-Direktor klagt gegen Kündigung

11.10.2018 - Berlin (dpa/bb) - Der geschasste Direktor der Stasiopfer-Gedenkstätte Hohenschönhausen, Hubertus Knabe, geht gegen seine Kündigung vor. Am Berliner Arbeitsgericht ging seine Klage gegen die Gedenkstätten-Stiftung ein, wie eine Sprecherin am Donnerstag auf Anfrage der Deutschen Presse-Agentur sagte. Ein Verhandlungstermin stehe noch nicht fest. Auch Knabes bisheriger Stellvertreter habe Klage gegen seine Kündigung eingereicht, hieß es weiter.

  • Hubertus Knabe, Leiter der Stasiopfer-Gedenkstätte Hohenschönhausen, gibt in der Berliner Gedenkstätte eine Pressekonferenz. Foto: Tim Brakemeier/Archiv © dpa - Deutsche Presse-Agentur

    Hubertus Knabe, Leiter der Stasiopfer-Gedenkstätte Hohenschönhausen, gibt in der Berliner Gedenkstätte eine Pressekonferenz. Foto: Tim Brakemeier/Archiv © dpa - Deutsche Presse-Agentur GmbH

Knabe war vorgeworfen worden, nicht entschieden genug gegen die sexuelle Belästigung von Frauen durch den Vize-Direktor vorgegangen zu sein. Der Stiftungsrat, dessen Vorsitzender Kultursenator Klaus Lederer (Linke) ist, hatte den langjährigen Direktor deshalb einstimmig von seinen Aufgaben entbunden.

Sowohl Kulturstaatsministerin Monika Grütters (CDU) als auch Lederer hatten betont, Knabe sei keiner Intrige oder ideologischen Erwägungen zum Opfer gefallen. Der frühere Gedenkstätten-Leiter gilt als scharfer Kritiker der Linken. Auf Twitter wies er den Vorwurf zurück, dass in Hohenschönhausen ein Klima von Angst und Mobbing geherrscht habe.

Grütters schrieb in einer Information für Bundestagsabgeordnete, entscheidend sei das verloren gegangene Vertrauen in Knabes Führungskraft gewesen. Der Stiftungsrat habe den Eindruck gewonnen, dass der Historiker über Jahre Missstände in seinem Haus geduldet und durch Führungsstil und eigenes Verhalten sogar befördert habe.

Die Führungsspitze in der Gedenkstätte soll laut Lederer durch eine öffentliche Ausschreibung neu besetzt werden. Derzeit berät die frühere DDR-Bürgerrechtlerin und frühere Bundesbeauftragte für die Stasi-Unterlagen, Marianne Birthler, die Einrichtung.

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