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Gekündigter Vize-Gedenkstätten-Chef: Keine Klageverhandlung

23.10.2018 - Berlin (dpa/bb) - Das Berliner Arbeitsgericht hat den Prozess zur Klage des stellvertretenden Direktors der Stasiopfer-Gedenkstätte Hohenschönhausen gegen seine Kündigung wegen sexueller Belästigung abgesagt. Es müsse zunächst geklärt werden, ob die Klage am Arbeitsgericht richtig oder ein anderes Gericht zuständig sei, teilte das Gericht am Dienstag mit. Ursprünglich war für den 29. Oktober zunächst eine Güteverhandlung geplant. Die Gedenkstätten-Stiftung habe diesen Weg aber gerügt, hieß es.

  • Der Wachturm auf der Außenmauer der Stasigefängnis-Gedenkstätte Berlin-Hohenschönhausen. Foto: Maurizio Gambarini/Archiv © dpa - Deutsche Presse-Agentur

    Der Wachturm auf der Außenmauer der Stasigefängnis-Gedenkstätte Berlin-Hohenschönhausen. Foto: Maurizio Gambarini/Archiv © dpa - Deutsche Presse-Agentur GmbH

Der 59-jährige Vize-Direktor hatte nach seinem Rauswurf die Klage eingereicht. Zu den Vorwürfen hatte er sich bislang nicht öffentlich geäußert. Auch der geschasste Direktor der Gedenkstätte Hohenschönhausen, Hubertus Knabe, hat eine Klage gegen seine Kündigung eingereicht. Ihm war vorgeworfen worden, nicht entschieden genug gegen die sexuelle Belästigung von Frauen durch seinen Stellvertreter vorgegangen zu sein. Der Historiker hatte die Vorwürfe zurückgewiesen.

Mehrere Volontärinnen, Mitarbeiterinnen und Praktikantinnen hatten der «Führungsetage» der Gedenkstätte sexistisches Verhalten vorgeworfen. Sie hatten an Kulturstaatsministerin Monika Grütters (CDU) und Berlins Kultursenator Klaus Lederer (Linke) geschrieben. Lederer ist auch Vorsitzender des Stiftungsrates. Das Gremium beschloss die Kündigungen.

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