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Gezielte Platzierung von Wahlwerbung noch weiter eingeschränkt

05.12.2019 - Der Internetkonzern Google geht mit der Einschränkung von politischer Werbung noch einen Schritt weiter. Im folgenden Artikel wird deutlich, was das für die Wahlwerbung bedeutet.

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    © pixabay.com / geralt

Nachdem Twitter politische Anzeigen gestoppt hat, setzt auch Google weitere deutliche Schritte, um die Platzierung von Wahlwerbung deutlich einzuschränken. Das bedeutet im Klartext, dass die gezielte Ansprache von Nutzergruppen zukünftig nur noch über drei Merkmale möglich ist: Postleitzahl, Alter und Geschlecht.

Damit fallen zielführendere Merkmale, die beim Targetmarketing gezielt genutzt werden könnten, definitiv weg. Informationen zu Gewohnheiten, bevorzugten Reisezielen oder andere Interessen, die Rückschlüsse auf die Wahlentscheidung beinhalten könnten, dürfen für die Wahlwerbung nicht mehr verwendet werden.

Transparenz und Vertrauen sind zwei wesentliche Eckpfeiler, deren Bedeutung im heutigen WWW unverzichtbar ist. „Besucher einer Website wollen vertrauen und verstehen, wer die Inhalte veröffentlicht“, bestätigt uns auch Lars Göbel, ein Suchmaschinenspezialist von SEO-Ambulance.

Wahlwerbung auf sozialen Plattformen kritisch

Die Beschränkung schließt laut Google allerdings nicht aus, sodass wie bisher auch bestimmte Suchwörter gleichzeitig zu den Anzeigen geschaltet werden können. Falsche Angaben in jedweder Werbung würden gegen die Regeln von Google verstoßen, auch im politischen Kontext.

Insbesondere in den Vereinigten Staaten kam es in den letzten Monaten zu Kontroversen auf Facebook, wo effektiv falsche Beiträge seitens Politikern auf der Internetplattform blieben mit der Begründung, man sehe von einer Einmischung in den politischen Prozess ab. Auch Google wolle das im Ausnahmefall tun, würde aber bei sichtlichen Verstößen reagieren.

Diese Regelung seitens Google soll voraussichtlich bis Ende des Jahres EU-weit gelten, ab 6. Januar 2020 weltweit. Außerdem sperrt Google den Upload von Kontaktlisten, um die Nutzer gezielt anzusprechen. Diese Funktion war bislang ein unverzichtbares Tool, um Menschen auf Google zu finden, die bereits bekannt sind.

Weniger Wahlwerbung, weniger Anzeigen?

Die Beschränkung der Wahlwerbung zieht sich inzwischen durch viele sozialen Kanäle. Auch Facebook wird sich Alternativen überlegen. Google versucht mit der Beschränkung, dass bestimmte Wählergruppen gezielt angesprochen werden.

Die Sichtbarkeit von einzelnen Anzeigen solle sich dadurch erhöhen. Die Problematik sehen viele Nutzer in Aussagen oder Anzeigen, die sie ungewollt beeinflussen könnten. Allerdings stellt sich die Frage, ob Facebook weiterhin Kurs hält in Bezug auf Anzeigen politischer Natur, die offensichtlich unkorrekte Aussagen beinhalten.

Keine gezielte Optimierung von Wählern mehr möglich

Mit den neuen Richtlinien von Google ist es nicht mehr möglich, die politischen Anzeigen maßgeschneidert auf definierte Wählergruppen zu optimieren. Man darf gespannt sein, wie sich die Wahlwerbung in den nächsten Wochen und Monaten weiterentwickelt und inwieweit Konzerne wie Facebook und Twitter, natürlich auch Google, über diese Punkte entscheiden.

Twitter wählte den direkten Weg und schränkte politische Wahlwerbung deutlich massiver ein als es Google nun tut. Der Verstoß gegen die Regeln der Plattform von Google wie beispielsweise bei Medien wie Videos, die manipuliert werden, wird definitiv geahndet. Diese deep fakes, aber auch irreführende Behauptungen sollen mit der Beschränkung der Wahlwerbung und einer präzisen Definition der Anzeigenrichtlinien deutlicher bessere Kontrollen gewährleisten.

Übrigens dürfen auch vorhandene Daten wie Mailadressen nicht für die Wahlwerbung verwendet werden, sondern lediglich Daten, die sich anhand der drei Spezifikationen Postleitzahl, Alter und Geschlecht orientieren.

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